Europoly // Energieversorgung mit Anreizen für den Wettbewerb rüsten

EuCh12 / Europoly

Energieversorgung mit Anreizen für den Wettbewerb rüsten

Die Politik will mit der Verordnung zur Anreizregulierung ein Instrument gegen die Verteuerung von Strom- und Gaspreisen parat haben. Damit sollen marode Strommasten und Versorgungsengpässe der Vergangenheit angehören. Energieverbraucher müssen mit Einschränkungen rechnen, so die Befürchtungen.

Die ursprünglichen Anbieter bleiben die Eigentümer der Strom- und Gasversorgungsnetze. Daran will man zwar nicht rütteln, doch unabhängige Netzbetreiber sollen als Träger beauftragt werden. Im Kern geht es also nicht um die Verstaatlichung, sondern um die Übereignung der wirtschaftlichen Verfügungsgewalt. Und somit auch um die Legitimation über Investitionen entscheiden zu dürfen und Strom- und Gaspreise festsetzen zu können.

Liberalisierung gewährleistet keine Versorgungssicherheit

Die jüngste Reformbaustelle ähnelt beinahe einem flächendeckenden Ausschreibungsverfahren. Die Teilnahme wird an qualitative Bedingungen geknüpft, die überdies die effiziente Steuerung von öffentlichen lnvestitionen gewährleisten sollen. Anstelle von Ausschreibungskriterien tritt nun ein Qualitäts-Ranking.
Es ist folglich richtig, volkswirtschaftlich von einer Stimulierung des Wettbewerbs auszugehen. Jedoch bleibt eine Marktbereinigung auf Dauer nicht aus. Am Ende dominieren wenige große Anbieter den Markt. Die Anreizregulierung soll genau das verhindern.
Allerdings ist fraglich, warum die Erzeuger zur Öffnung des Strom- und Gasnetzes verpflichtet sind und ihnen dauerhaft ein Eigentum an den Netzen vorbehalten sein soll? Im Fachjargon wird die „Cash Cow“ nur solange gemolken, wie Überschüsse zur Refinanzierung von Geschäftsfeldern genutzt werden können. Unattraktive Geschäftsfelder fallen mitsamt den Beschäftigten dem Out-Sourcing oder den Finanzmärkten zum Opfer. Finanzinvestoren und Heuschrecken könnten sich auf neue Ertragsfelder stürzen.
Eine Marktbereinigung wird durch ein Qualitäts-Ranking forciert werden: Die unabhängigen Anbieter, die innerhalb eines zweimal 5-jährigen Effizienz-Steigerungsprozesses den durchschnittlichen Qualitäts-Index unterschreiten, drohen vom Markt verdrängt zu werden.
Ob zwischenzeitig staatliche Investitionsbudgets und -pauschalen verpulvert werden, um das potentielle Schlachtvieh abzumelken oder ob sich Zu- und Abschläge für gute oder weniger gute Versorgungsqualität in Luft auflösen werden, ist fraglich – Mitnahme-Effekte sind vorprogrammiert.
Entweder wird man von dominierenden Wettbewerbern hören, die durch „Sonderabschreibungseffekte“ babylonische Gewinne verbuchen oder es wird de facto von tapferen ,.Subanbietern“ gesprochen, die in die Insolvenz zu flüchten versuchen.

Erlösbeschränkung garantiert keinen Mehrwert

Die Politik behält insofern Recht: Sobald wir es mit einer Mehrwertschöpfung zu tun
haben, sind Strom- und Gaserzeuger und unabhängige Netzbetreiber nicht von Kosten betroffen – die Mehrwertschöpfung hat der Verbraucher seit jeher in Form der Mehrwertsteuer zu tragen.
Wenn die Politik von Kosteneinsparungen spricht, müssen nicht die Entlastung durch den Verbraucher oder Steuerzahler gemeint sein. Was einerseits an Preissenkungen winkt, blüht durch Erhöhung von Abgaben und Steuern andererseits – Mieterhöhungen nicht inklusive. Das muss jedem Bürger klar sein.
Für den unabhängigen Betreiber bedeutet die Einführung von Obergrenzen nur geringen Kalkulationsspielraum. Betriebswirtschaftlich betrachtet, muss das unternehmerische Risiko anderswo kompensiert werden. Das kann sich in einer mangelnden Investitionsbereitschaft ausdrücken. Solche Betreiber können sich dann als Jobkiller entlarven – was die Politik nicht beabsichtigt.
Mitnichten darf der Eindruck entstehen, ein Mehrwert entstünde durch innovationsfreundliche Subventionen, denn sie werden immerhin durch Umverteilung des Steueraufkommens mitfinanziert. Das bemerkt der Bürger nicht sofort. Ihm ist nicht bewusst, dass durch eine Steuererhebung an der Quelle nicht gleich mit einer Verwendung des Steueraufkommens an derselben Stelle einhergeht. Daher spricht die Politik auch immer wieder gern von einer aufkommensneutralen Finanzierung.
Der Verbraucher wird sich mit der Machete einen Weg durch den Tarif-Dschungel schlagen müssen, wenn er denn nicht in der Servicewüste verdursten will. Verbraucheroasen werden seltener zu finden sein, sofern sie denn attraktiv genug sind, um entdeckt zu werden. Zu billig wäre es doch auszusprechen gewesen „Wir senken die Preise!“ und zu teuer zu sagen „Wir kürzen die Gewinne!“. Im Übrigen sollten die politischen Ziele in der Neuverschuldung „eingepreist“ sein. Aus diesem Grund wird man auch von einem geliehenen Erfolg sprechen müssen. Wahrhaftig – eine unbequeme Wahrheit.

von Jens T. Hinrichs

Europoly // Gefangen im Dilemma – Europa triumphiert, China trumpft

EuCh12 / Europoly

Gefangen im Dilemma – Europa triumphiert, China trumpft

China ein Jahr vor Olympia. Nur wenige übersehen den Gipfel des Olymps – Korruption ist ein Wachstumsmarkt. Die Beteiligten haben viele Gesichter und zeigen sie auch, wohl deshalb, da sie es keinesfalls verlieren möchten. Die Götter zeigen sich zurecht erzürnt.
Rigorose Beispiele aus Jahrzehnten zeigen, wie China und Europa Anteil nehmen.

Wer im Wettbewerb bestehen will, dem muss es gelingen, Hemmnisse zu überwinden. Ist der Markteintritt gelungen, darf man sich nur nicht mehr verdrängen lassen. Wenn Korruption nun durch ein hohes Maß an wirtschaftlicher Abhängigkeit gekennzeichnet wäre, so könnten Initiatoren mit hoher Eigenmotivation versuchen Anreize zu diversifizieren, um die Entscheidungsträger in Abhängigkeit zu versetzen. Am lukrativen Ende stünde dann ein perfekter Deal.
Die „Schmiergelder“ müssten dann als gut gemeinter Zinseszins auf die anvisierte
Rendite verstanden werden. Dies geschähe allerdings nicht immer von vornherein
und garantieren würde es auch niemand. Die Gewährung eines Bonus oder eines Rabattes hat scheinbar heutzutage an Legitimation eingebüßt.

Kleine Geschichte des Welthandels

In grauer Vorzeit bemühte man sich im chinesischen Kaiserreich vergebens dem Opium, das Druckmittel von europäischen Kaufleute, etwas Positives entgegenzusetzen. So wurden Sonderkommissare, unter ihnen Lin Zexu, entsandt, um gegen die chinesischen Konsumenten und Zwischenhändler vorzugehen. Hierunter waren auch korrupte Staatsdiener, die unterdessen selbst vom Opium abhängig waren.
Eine Mischung aus Aufklärung und auf Repressalien aufbauende Kampagne hatte
zwar Erfolg, vermochte sich aber gegen nicht kooperative Händler aus dem Ausland
nicht durchzusetzen.
Die Europäer wiederum hatten der administrativen Preisfestsetzung und den Handelsbeschränkungen innerhalb Chinas nichts entgegenzusetzen. Dass chinesische Handelswaren bis heute begehrte Exportartikel hat sich bis heute nicht geändert. Jedenfalls mussten die Europäer in der Konsequenz eine Diskrepanz in der bilateralen Handelsbilanz hinnehmen, was sich nach damaligen Verhältnissen in einer Silberverknappung bemerkbar machte. Heutzutage dürfte dieses Phänomen
als Devisenabfluss bezeichnet werden. Letzten Endes drohte eine Instabilität der Volkswirtschaften.
Als Ausgleich für Kriegskosten und Handelseinbußen wurde Britannien ein Sumpfgebiet zugesprochen. Die Ironie des damaligen Schicksals ist, dass Hongkong sozusagen aus dem Sumpf des Verbrechens hervorgegangen ist. Dennoch kann man mit Fug und Recht behaupten, dass sich chinesische Beamte als bessere Wirtschaftsstrategen erwiesen haben.
Fragt sich nur, was heute als Ausgleich dafür angesetzt werden müsste – Pressefreiheit, Urheberrechtsschutz oder Menschenrechte? Für das wirtschaftspolitische Kräftemessen werden so manche einen hohen Preis bezahlen müssen: Zwangsumsiedlung und Energieverteuerung? Ohne Frage könnte man den seidenen Faden weiter spinnen.

Diplomatische Lösungen

Trotz der Vergangenheit werden auch heute noch viel zu leichtfertig Sanktionen verhängt und militärische Interventionen als Druckmittel gegen wirtschaftliche oder auch politische Ungleichgewichte missbraucht, und zwar solange wie es an eigenen Ressourcen und an eigener Innovation mangelt. Daneben kann eine diplomatische Einfallslosigkeit als Auslöser ausgemacht werden, nicht zuletzt zu Lasten der einheimischen Bevölkerung, die sich nicht wehren kann. Manchmal sind sie gar nicht imstande dazu, weil sie das Weltgeschehen rund den Globus nicht mitbekommen.

Jedenfalls hat sich die geschlossene Überlegenheit früherer Kolonialmächte in chinesischen Belangen stark zugunsten der Chinesen verschoben – erneut wegen des positiven Wachstumsklimas, das trotz damaliger Sanktionen und Repressalien auch unter diplomatischer Anstrengungen von Europäern nicht erschlossen werden konnte.
Damals wurden noch Unmengen an Opium in einer öffentlichen Zurschaustellung verbrannt oder in Häfen verklappt, so ist das zu vergleichen mit der Vernichtung der aus China stammenden Plagiate-Flut.
Kann man mithilfe von Sanktionen und militärische Interventionen – die außerdem nur Erfolge von kurzer Dauer sind – noch nachhaltige Wirtschafts- und Entwicklungshilfepolitik betreiben. Was vom komperativen Vorteil überbleibt hat bloß nur noch einen faden Beigeschmack.
Wurde früher noch von ungleichen Verträgen gesprochen, so spricht man heute von Konsequenzen zu Lasten Dritter. Nicht desto trotz obsiegte die chinesische Tradition über die europäische Moderne und monarchistische Staatsdiener über kapitalistische Seefahrer. Basis damaliger Verträge war nämlich die Abtretung Hongkongs. So kann Korruption auch ein Bürge für wirtschaftlichen Erfolg sein. Heute sieht sich Europa mehr denn je in Abhängigkeit vom Wachstum in China, so abhängig wie es zu damaliger Zeit die chinesische Bevölkerung vom Opium war.
Die historische Parallelität sollten wir nicht unterschätzen – Globalisierung wurden schon damals ausgefochten. Nur die eingesetzten Druckmittel waren verschieden.

Tugenden ein Lächeln abgewinnen
Um die Korruption im eigenen Land in den Griff zu bekommen, erfreuen sich die Chinesen an unkonventionellen Erziehungsmethoden. Die moderne Euphorie für Onlinegames soll der Schlüssel zur korruptionsfreien Zukunft sein. Damit soll sozusagen an das Innerste in den Menschen appelliert werden, um selbstheilende Kräfte freizusetzen.
Dort wo die Akupunktur angesetzt wird, werden Symptome anderswo bekämpft. Die Medikation gegen die Wurzel allen Übels muss also an anderer Stelle seine Wirkung entfalten. Ein trainiertes Moralempfinden in der virtuellen Welt soll helfen der Verlockung im realen Leben widerstehen zu können. Die Vorbeugung auf chinesische Art sieht die Legitimation unter Aufsicht der chinesischen Generaladmistration für Presse und Publikation (GAPP) vor.
Anlässlich des Korruptionsspiels wurde ein Spiel-Beschränkungssystem entwickelt, das vor übermäßigen Spielen schützen soll. China fühlt sich trotz aller Kritik und Risiken
dem Jugendschutz verpflichtet. Überdies ist das Spiel authentischen Schauplätzen und historischen Figuren nachempfunden, um so der Realität detailgetreu und so auch den tatsächlichen Problemen nahe zu bleiben.
Von China war bis dato nur bekannt, dass es mit der Presse- und Meinungsfreiheit nicht so genau nimmt. Vielleicht will sich China aber auch nur sehr vorsichtig einer westlichen Auffassung von Toleranz und Disziplin annähern, da es unvorhersehbare Risiken, wie die Gier in seiner extremsten Form der Selbstverwirklichung, nicht unnötig begünstigen will. Die chinesische Kultur ist nunmal kollektivistisch geprägt.
Aus gutem Grund handelt es sich nur um einen Feldversuch, der zeigen soll, dass Selbstverwirklichung nicht in materiellen Werten und Machtbestreben besteht, sondern in der Bewusstseinsstärkung – um es präzise auszudrücken, in selbstlosen Tugenden verborgen liegt, die dem Gemeinwohl dienen. In der Tat sehen wir uns in der Praxis mit einem verkehrtem Weltbild konfrontiert.
Unkonventionellen Erziehungsmethoden zum Trotz

Dank einer Kombination aus archaischem Justizvollzug und moderner Aufklärungsmethoden, wie der Amnestie, die einer doch recht unverträglichen Mixtur gleichkommt, scheint in China nie die Sonne unterzugehen. Europa wird im Land der aufgehenden Sonne weiterhin ein Schattendasein führen und seine Rechtsauffassung chronisch unter Beweis stellen müssen. Egal ob die Schuld gesühnt zu sein scheint, bleibt doch ein Netz aus Intrigen, welches genügend Anreize für erneute Korruption bietet.

Rahmenbedingungen neu definieren

Während hierzulande Selbstverpflichtungen scheiterten, wappnet sich China also für die Spiele. Deutschland als Befürworter der UN Konvention gegen Korruption (UNCAC: UN Convention Against Corruption) hat diese noch nicht ratifiziert, da es für Abgeordnete eine Abkehr von altmodischen Privilegien bedeuten würde. Ganz klar eine Verzögerung, Spendengelder und Einkünfte offenzulegen, weil die Bestechlichkeit zutage treten und damit Funktionäre und vermeintliche Lobbyisten enttarnt sein dürften.
Die Ausübung einer wirtschaftlichen Führungsposition oder die politische Immunität darf nicht als Alibi missbraucht werden, dafür fehlt es allerdings an Beweisen. Der gute Wille allein ist kein ausreichender Schritt.
Geradezu einvernehmlich beklagen Politiker und die Wirtschaftsvertreter, dass die Politik mehr von der Wirtschaft und die Wirtschaft mehr von der Politik verstehen muss. Die Gefahr bei dieser Annäherung ist aber, dass die Wirtschaft nicht Rahmenbedingungen für die Politik geben sollte, sondern die Wirtschaft sich an die Rahmenbedingungen halten muss.
Mit Versprechungen tut man sich leicht. Mit Rahmenbedingungen ist es nicht getan, solange Überschreitungen an der Tagesordnung sind. Ein gesunder Abstand zu Funktionären sorgt für Unvoreingenommenheit und Prävention gegen die Unart eigener Interessen – ähnlich wie es von Journalisten gefordert wird.
Die wirtschaftliche Antwort auf die Belange der Politik sollte in der fiskalischen Geste des realen Steuerzahlers gesucht werden und nicht die wirtschaftliche Einflussnahme auf den Haushaltsetat sein.
Während die Antwort auf diese wichtige Fragen vertagt sind, konzentrieren sich unsere Politiker auf Onlinedurchsuchungen, Beschneidung des Datenschutzes, Verletzung des Redaktionsgeheimnisses und auf den verteuerten Zugang von Informationen durch das Informationsfreiheitsgesetz (IFG). Bei letzterem liegen zwar umfangreiche Informationspflichten offen, nur kann man sie sich schwerer erschließen. Die Informationsfreiheit bekommt somit auch gleich noch einen neuen Charakter, macht sie aber nicht deshalb sympathischer. Solange Informationen dem öffentlichen Interesse dienen könnten, sind Minimierung im Zugang einerseits und die Maximierung in der Erhebung andererseits unvereinbar. Solche staatliche Reglementierung sollen der Devise „Lieber einen transparenten Bürger, als einen transparenten Staat“ gewidmet werden. Das verdient keine Sympathie.
Sollte die EU etwa für Nachdruck sorgen, Sonderkommissare entsenden oder Kommissionen einberufen? Kann funktionieren, muss aber nicht. In der Vergangenheit scheint es davon abhängig gewesen zu sein, wem man den Vorsitz überlässt.

Öffentliche Schritte unternehmen

Der Versuch sich einzugestehen, dass man süchtig ist, ist unbestritten der schwerste Schritt. Vom öffentlichen Bekenntnis hören wir viel zu selten und meist erst dann, wenn es zu spät ist.
Nach professioneller Auffassung von Transparency International e.V. sollen gegen Korruption Selbstverpflichtungen für Abhilfe schaffen. Präventive Massnahmen wie etwa Sensibilitäts-training zum Thema „Was ist Korruption?“, die Entflechtung von Doppelfunktionen in sensiblen Bereichen und die Benennung von Korruptionsbeauftragten sollen ergriffen werden.
Korruptionsbeauftragte sollen dann anonymen Hinweisen nachgehen können, aber mit unverbind-lichen Sanktionsmöglichkeiten. Führt doch die innerbetriebliche Anzeige genau über den Vorgesetzten, der sich mit den Vorwürfen konfrontiert sehen sollte. Im Idealfall bleibt dem geläuterten Erfolgreichen nur noch die Flucht nach vorn:
Von allem Abstand nehmen, sich rar machen und den „verdienten“ Ruhestand antreten. „In der Ruhe liegt die Kraft“ – sobald man nur genügend Geld dafür bekommt. Die selbstlose, aber weniger lukrative Alternative wäre die Zuflucht in die Therapie zu wagen, gemeinsam mit Nichtbetroffenen.
Hat man dagegen im fernen China einmal sein Gesicht verloren, bleibt nur noch der unglückliche Versuch zum Selbstmord oder die Flucht ins Exil.
Bleiben Fortschritte unveröffentlicht, wird Korruption eine ökonomische Fehlentwicklung mit fatalen Konsequenzen sein – ähnlich wie Schwarzarbeit.
Die „bittere“ Pille ist aber, sozusagen, solange Initiatoren eine Lobby haben oder
sie sich selbst mit Doppelfunktionen füttern, kommen schwarze Schafe ungeschoren davon und erachten ihr alltägliches Geschäftsgebaren mitsamt fraglichen Umgangsformen als normal. Manchmal tun sie es unbewusst, aber dass ist keinesfalls weniger schlimm.
Als finale Siegespose bleibt für alle Wettbewerber festzuhalten, sich dem Olympischen Gedanken zu verpflichten:

Dabei zu sein ist alles.
Fair zu spielen
und es den Göttern beweisen.

von Jens T. Hinrichs

Backlinks to 1984 // Glotze über das Internet

Backlinks to 1984

Glotze über das Internet – Internetprotokoll dient als neuer TV-Infizierungsweg mit hohem Entwicklungshilfeexponential

In the year 2007, Juli 14 – Früher gab es terrestrisches Glotzen, zunächst schwarz auf weiß und dann kunterbunt. Geändert hat sich nur das Erscheinungsbild. Nun wird flächendeckende Unterhaltung über Satelliten gelotst. Dann sprach man „Innovation“, das Kabelfernsehen wurde angepriesen und der Anfang des Glasfasernetzes war geboren. Ausgedacht ins Besondere für Zahlende, die Fernsehen ohne Werbung mochten und dem sta_tlichen Fernsehen trotzen wollten. Und gekostet von Wenigen, die Kabelfernsehen zu häcken verstanden oder zu decodierten wussten. Jetzt soll ein Internetprotokoll (IP), die neue Televersion der bewegten Inhalte einläute_n, mit Emotionen beladen oder auch nicht, über Bereitband-Internet auf verschiedene Endgeräte geschickt. Vor lauter Spielekonsolen, Set-Top-Boxen, Mobiltelefonen übersieht man die neue Elektronik-Elite oder viel integere Schaltkreise. Da immer mehr Zuschauer vor dem heimischen PC sitzen oder gar nicht anders ins Internet gelangen, weil es schlichtweg an alternativen Programminhalten und parallelen Empfangswellen mangelt, hat sich fälschlicherweise der Begriff Internet-TV eingebürgert. Und genau beim Bürger liegen künftige Probleme verborgen. Denn nicht jeder noch so potente Zuschauer hat Kabelanschluss oder den Anschluss an die letzte Meile. Derweilen hält man uns mit besonderem, statt besonneneren Spartensalat und besesseneren, statt besseren Inhalten im Bann. Wie lange müssen wir noch um den Zugriff bangen müssen? Schonungslos wird GEZahlt wird, ist doch klar. Nur wie wir das Internet künftig sinnvoll nutzen werden, bleibt uninteressant. Hauptsache man zoomt und zappt Inhalte á la resource. Einkehr in alle Haushalte, B_reitband satt; clevere Inhalte von der Umkehr des Internet-Rauschens ausgeschlossen.
Letzten Endes landen wir trotz Innovationsvorsprung wieder vor der Mattscheibe, also lasst die Kupferdrähte glühen und neuen Mediatheken widerstehen. Mir bangt vor den klaffenden Drahtseilakten zwischen dem Internet der Moderne und den Inhalten aus weiter Ferne. Au Backe! Mehrsehen oder Gernsehen, macht doch keinen Unterschied. Ich für meinen User-Teil bin jetzt schon Gaga.

von Aka „The Bitch“ Bote

AdVENTURES Ink // Think global, act local – To break down the 33rd G8 summit / Practices

AdVENTURES Ink!

Extensible Marketing Mix – A wider thought outside the box / Practices

Think global, act local – To break down the 33rd G8 summit

from Jens T. Hinrichs

The PARTNERS at the 33rd G8 summit have set to bring global thinking and local action into balance. For PROPONENTS coherences are so much complex, so there is a need to pull at the same rope. Meanwhile the true intentions were hidden for protestants. The following text will convey a deeper understanding about role behavior of potential decision makers.

analyzing the agenda, particle no. 1

PRIMARY objectives is to determine common denominators which leading to a solid basis for negotiation. Nevertheless, contents dominate at the diplomatic Ievel, numbers step back often. ln addition, illusions don’t stand for the scheduling because this could hinder the agreement. The PROVERB ‚pacta sunt servanda‘ remain valid. ln the business life intuitive creativity techniques (e.g. Morphological Box) and previous experiences which can be gathered from a MIS or DSS helps to find fields of activity. For complex PLANS, intersections are compatible and conceivable in the most different constellations. However, the success is only guaranteed if ideas are also PRACTICABLE and feasible. Such PRECONSIDERATIONS and checking of objectives serve as a decision support and both shall make the basis clear for future negotiations, with what the necessity might be answered indirectly.

analyzing the agenda, particle no. 2There are cultural obstacles which every PARTY should know (see Business Spotlight 4/07: lntercultural communication). For example, Asians, Arabs and Africans tradition are collectively marked. So they wouldn’t enter into any contracts by which they would be put at a disadvantage. What family and team concerns they’ll never want to feel uncomfortable. At least, they understand a contract as a Iengterm relationship and they are interested in the actions that have to be taken. Often, they don’t accept any welfare, so that PERSONAL loans could gain acceptance in the POOR POPULATION. lf anyone pays attention to cultural rules a win-win situation would be easily.
Finally, so what was demanded needn’t to be part of the topics. Generally a SWOT-Analysis (SWOT: Strengths, weaknesses, opportunities, threats) defines PROMISING strategic units. Although informations can be triggers for inspiration, however decision makers want to concentrate on strengths. The G8 conference has to create a framework with which global objectives are attainable. A sure POLITIC, agricultural and financial infrastructure could be the key for the local PROCEDURE. Debt reduction, democratization and PACIFICATION should be included. lf the causes were fought, the effects made grow by and consequences like POVERTY, famine, epidemics and ethnic following can also be removed.

analyzing the agenda, particle no. 3All countries have to face and to deal with steady changes but now they don’t know how to develop their good intensions into POSITIVE action. This is valid for PROGRESSIVE and also for fast-developing nations. This also means that countries which apparently suffer mostly being aren’t invited must hope that their neighbours will offer them stability. They hope what will work for the beneficiaries that’ll be good for the neighbours. This thoughts are very strongly rootedly to best PRACTICE. What wasn ‚t be able to gain acceptance till now in business community seems to be enforceable at a diplomatic Ievei: The weaker were asked to make suggestions for the forthcoming conferences.

analyzing the agenda, particle no. 4 The questions ‚Who is who and why?‘ aren’t easy to answer because member structures and group dynamic differs. There are also members who don’t belong to the G8. An identification of the forward role behaviour can carry out for the intensity for activity and PASSIVENESS (see Figure 1: Kantors 4-PLAYER Model). We can classified the different members as mover, bystander, opposer or follower. Germany as the initiator of the conference is a mover. ln the front-end, China and the USA (Opposer) had already announced self-liability and made suggestions of their own (Follower).

figure no.1 to particle think global, act localNo matter as egoistical and utopian such self-liabilities may be, they are a good example so Iong as there is somebody who copies it. At first China was been an opponent, however, has always observe (Bystander) and then agreed with own suggestions and comments. The USA (Opposer) hadn’t ratified the Kyoto PROTOCOL and want the solo run (Mover), however, agree to the objectives generally (Follower).
Unfortunately, to PULL at the same rope is not at all simply. Sometimes, they try to work in a team, but think as individuals. A common behaviour may be a high ideal but it is hard to coordinate, therefore willingness to compromise would be suitable otherwise all effort is in danger. The conclusions could be use for future PROCEDURES. So it isn’t important to identificate climate killer no.1 so long the right are aware of the responsibility for her future action. The G8 situation shouldn’t be mandatorily required who contributes to the world economic growth the most. lt is only all about to PROCESS faults of the PAST and to support attitudes and virtues by which an increasing quality of life can mean PROSPERITY for everyone.

analyzing the agenda, particle no. 5 Absolutely, we can figure out various traces of guilty PERSONS: Earlier colonial and PRESENT military aggressors, e.g. The Brits in America, lndia and Honk-Kong The Portuguese in today’s Brazil, Angola and in Macao, the Spaniards in Mexico, the French in Algeria and Morocco and so on. Today’s involved countries can be identified through historical PARALLELS. Due to the historical PARALLELS that could also meant that the biggest POLLUTERS will have to lose the most and therefore this was the reason why to take action. The question isn’t who doesn’t have to allocate but who has to lose the most. Aggressors retired and they had to give up resources there where early. On the other hand, many states in Africa and Central Asia had earned their independence and oppression and murder couldn’t be so simply forgiven. Undoubtedly, the history taught us, the hope dies last. This had led that countries wanted to take alone destiny into their own hands. It was granted to them to learn from own one’s fault until they recognized that they can’t POSSIBLY survive without any help and influence of their former dictators or estranqed neighbours.

Multilayered PROCESSES need time (see: Figure 2: Kolb’s Learning Cycle), we cannot force this immediately and wounds need time to cure. China and Russia are occupying states which have own resources or to arrange to use democratic essential features to an advantage of one’s own. While communist China gains its own experience with the free market economy in few PROVINCES (e.g. especially Hong-Kong and Macao), tries to show Russia strength with geographical size and with totalitarian POWER. A military strength or threat can be found in fast-developing nations like lndia, Russia and China. However, negotiating with uncomfortable PARTIES provide a balance diplomatic relations in these regions. Without every doubt we can spin the thread further, however, it is enough for a basic understanding.figure no.2 to particle think global, act local

analyzing the agenda, particle no. 6We don’t have to receive the globalization with open arms. lt remains an indispensable part of PEACE efforts. Quite recently the USA take a risk once again and fail, but they only imitated the Europeans merely the methods of warfare and geographical PLAYGROUND changes over the last decades. The PROTESTANT are wrong that a G8 conference will be a public relation event and honest intentions cannot be found . Respect and confidence on both sides can arise without making claims by accepting of victims. lt shouldn’t matter who goes on with a good-will gesture but who wants to Iet hirnself measured with results. ldeally, the ongoing clearance what globalization really means might beware us to fall back into bad manners- and by far bad. lt would be irresponsible to keep one out of these PROCESSES.
The truth is, globalization could be seen as a chance for worldwide cultural evolution. And who knows, someday politicians need high ranking business administration or bonze no more because they can read in their minds.

Europoly // Erfolg mit Defizit: Finanzminister verhindert Sanktionen

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Erfolg mit Defizit: Finanzminister verhindert Sanktionen

Bis 2005 erhielt die Bundesregierung blaue Briefe aus Brüssel. Offenbar
war das erneute und bewusste Schulden machen des Staates der vergangenen vier Jahre die Ursache gewesen.

Dank konsequenter Haushaltskonsolidierung und nachhaltiger Finanzplanung gelingt es der Bundesregierung Bußgelder in Milliardenhöhe vorzeitig abzuwenden. Vorausgegangen war ein monatliches Treffen mit dem Rat der Wirtschafts- und Finanzminister der europäischen Mitgliedsstaaten, kurz ECOFIN-Rat, dessen Vorsitz Deutschland mit Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft übernommen hatte.

Die Bundesregierung konnte in den Jahren 2006 und 2007 die zulässige 3-Prozent-Grenze für neue Schulden, das sogenannte Staatsdefizit im Rahmen des EU-Stabilitätspakts, unterschreiten. Die Europäischen Kommission ist beeindruckt die Vorgaben sollten erst Ende 2007 erfüllt sein – und geht nach eigenen Angaben davon aus, dass das deutsche Defizit weiter sinken wird. Der Finanzminister Steinbrück kann erleichtert aufatmen.

In der Regel brauchen keine Strafen gezahlt werden, wenn es gelingt, die Neuverschuldung unter drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu halten.
Für den Bürger ist das einfach erklärt: Das BIP entsteht durch Produktion von Gütern und Dienstleistungen, die verkauft wurden. Hinzugefügt werden die Gütersteuern, so auch die Mehrwert- und Mineralölsteuer und
abgezogen die Gütersubventionen (zum Beispiel Steinkohleförderung, Bundeszuschüsse für die Arbeitsförderung).
Steinbrück möchte weiterhin auf Sparkurs bleiben und bis 2010 keine neuen Schulden machen. Damit das so. bleibt, wird er an der unbequemen Finanzpolitik festhalten müssen. Gelingt es die Einnahmen des Staates weiter zu erhöhen und Ausgaben des Staates zu senken, braucht der Finanzminister keine weiteren Kredite mehr aufzunehmen.
Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Bundesregierung bis Ende März 8,9 Milliarden Euro oder 23,2 Prozent mehr Steuern einnehmen. Die Mehrwertsteuererhöhung von 16 Prozent um weitere 3 Prozentpunkte auf 19 Prozent – entspricht einer satten Erhöhung von 18,75 Prozent – wird im Jahr 2007 zu noch mehr Einnahmen beim Finanzminister führen.
Während der brave Bürger um jeden Cent fürchten muss, scheint es zweifellos nicht an guten Absichten der Bundesregierung zu fehlen. Erst kürzlich wurde die Unternehmenssteuerreform ab 2008 beschlossen. Nicht nur die angekündigte Reform der Pflegeversicherung wird ein ehrgeiziges Ziel weiterer Haushaltskonsolidierungen sein, sondern auch Einsparungen in allen übrigen Politikfeldern.
Jedem dürfte klar sein: Solange die deutsche Wirtschaft wächst wird es dem Finanzminister leicht fallen, die selbst gesteckten Ideale der EU zu erfüllen.

von Jens T. Hinrichs

Backlinks to 1984 // Nur wer genug Zink ha_ _t obsiegt

Backlinks to 1984

Nur wer genug Zink ha_ _t obsiegt

In the year 2007, March 12 – „Zink sei der knuffigere Baustein für die architektonischen Pyramidenmodelle“, weissagte einst ein URL-Ergründer. Gestrige voraussagen die Vernunft des W_rtschaf_ens – diesseits angestammter oder stammelnder Flach-Manager und XY-Unbekannter mit Chromosomen-Vitamine. Andere sprechen sich gegen die Oberflächenbeschaffenheiten von Zink aus, weil sie es leid sind, radikal als Spielbälle im Internet für solche Kathodenallianzen missbraucht zu werden. Der große Wurf ist eine „freundliche“ Datenschnittstelle, die die verzinkten Pforten sperrangelweit für „Faradayschen Datenkäfer“ und „Pharaonische Cookie-Monster“ öffnet, wodurch diese auch in andere Inselwelten einfallen können, damit ihr Nach_wuchs mit eingeborenen Urheberrechten beischlafen können. Und Objektivitätsschutz gewähren selbst die Weibchen nicht. Nur wichtiger dabei ist, Schäume auszudrücken und lieber Kasse machen statt Maßstäbe zu setzen. Der Rest API bleibt statisch aufgeladen, aber bodenständig geerdet oder wie bitte?

Aka „The Bitch“ Bote schrieb über diesen TAG am 6. März 2015.

Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten // Hochschulreform – Vorsicht MBAs!

EuCh12 / Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten

Hochschulreform – Vorsicht MBAs!

Warum heutige Manager schon bald die Eliten von gestern sein könnten

Der Hochschulstandort Deutschland soll nach dem Beschluss der Kulturministerkonferenz (KMK) und auf Basis der von den europäischen Wissenschaftsministern unterzeichneten „Bologno-Erklärung“ zur Vereinheitlichung europäischer Studienstrukturen bis zum Jahr 2010 reformiert sein. Ausgerechnet fünf Jahre später wird Kritik an der Fähigkeit von Managern mit sogenannten Masterabschlüssen geäußert.„Nachkriegsschauplätze“ wie die Forderung nach Elite-Universitäten prägen die aktuelle politische Diskussion.

Als das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am 6. Dezember 2005 die vorläufigen Ergebnisse zur Hochschulstatistik veröffentlichte, trat ein was Experten und auch Studenten veranlassen sollte, einmal genauer, die bis heute erzielten Fortschritte des „Bologna-Prozesses“ unter die Lupe zu nehmen.

Akzeptanz auf niedrigem Niveau

Erstimmatrikulierte sehen nicht berechenbare Perspektiven, die ein Bachelorabschlüsse auf dem Arbeitsmarkt bieten. Letzen Endes entscheiden sie sich für eines der traditionellen Studiengänge, die mit einem Diplom abschließen. So liegt der Anteil der Erstimmatrikulierten in den Massenfächern wie der Betriebswirtschaftslehre mit 10,6 Prozent auf einem sehr deutlich niedrigen Niveau, während andere Bachelor- und Masterstudienanfänger bereits die 40-Prozent-Marke überschritten haben. Von 30.889 neu eingeschriebenen Betriebswirtschaftsstudenten im Jahr 2005 streben gerade einmal 355 Studienanfänger den Masterabschluss an, der in der Regel einen Bachelor-Grad voraussetzt. Das sind nur 1,2 Prozent der Erstimmatrikulierten BWL-Studenten.
Im Gegensatz erfreuen sich Bachelor-Studiengänge an Hochschulen unter Studienanfängern an wachsender Beliebtheit. So fand es das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln heraus. Der Bedarf scheint ebenfalls vorhanden – die Betriebe schätzen vor allem die Praxisorientierung des Bachelor-Studiums.

Qualifikation von MBAs unzureichend

Erst ein halbes Jahr zuvor hatte Henry Mintzberg, einer der international anerkanntesten Managementexperten, in seinem Buch „Managers Not MBAs – A hard look at the soft Practice Managing and Management Development“ (Deutscher Titel: Manager statt MBAs – ein kritische Analyse) gewarnt, dass das MBA-Studium nicht ausreichend auf die Managementpraxis vorbereitet. Mit dieser Aussage kritisiert Mintzberg viele anglo-amerikanische MBA(Master of Business Administration)-Studienprogramme. Er rät Deutschen Hochschulen daraus zu lernen, die nun jetzt solche Studienprogramme entwerfen müssen.
„Es sind vermeidbare Fehler begangen worden“, so Mintzberg. Er beklagt, dass man Management nicht in der Theorie erlernen kann. Den Absolventen muss es schließlich an praktischer Erfahrung fehlen, da man sie nur in der Basis erlernen kann. Bisher haben MBA-Studiengänge nur falsche Manager hervorgebracht, denen das Falsche gelehrt wurde. Demzufolge löste dies in der Praxis unrichtige Entscheidungen aus, was somit zu weitreichenderen Konsequenzen führen musste.
Solche Haltungen wie die von Mintzberg sind unter namhaften Experten nicht neu. Nach Daniel Goeudevert, ehemaliger Manager von Ford und VW, muss der Idealtypus eines Managers fähig sein, „Zuzuhören, zu überzeugen und sich zu einigen“. Diese und ähnliche Erkenntnisse veröffentlichte er bereits im Jahr 2002 in seinem Buch „Wie ein Vogel im Aquarium – Aus dem Leben eines Managers.“

Gebühren zeigen erste Wirkung

Die Ankündigung neuer Gebührenregelungen in 2004 (entschieden durch das Bundesverfassungsgericht am 26.01.2005), dessen Reduzierung die Anzahl von Langzeit- und Zweitstudierenden es war, schlägt sich im Jahr 2005 in einem deutlichen Rückgang von 28 Prozent nieder. Dies entsprach rund 35.000 Lang- und Zweitstudierenden.
Die Länder beabsichtigen nur in dem sinnvollsten Umgang mit Studiengebühren zu konkurrieren, was neben den Darlehensfinanzierung auch einen Verzicht auf diese Einnahmen einschließt. „In den Ländern, die Gebühren ermöglichen oder einführen, wird es nun darauf ankommen, dass die Mittel schnell und spürbar zu positiven Veränderungen im Studium führen“, so ließ das CHE (Centrum für Hochschulentwicklung) im Jahr 2006, vertreten durch Prof. Dr. Ziegele verlauten.
Die Diskussion über Gebühren, deren Ziel eine Verbesserung von Hochschuletats sein könnte, dürfte uns noch weiter beschäftigen – denn sie nehmen zukünftig einen wichtigen Bestandteil des hochschulinternen Managements ein.
Es scheint also an den Hochschulen zu liegen, den Anpassungsprozess zu optimieren, also sowohl die Akzeptanz als auch die Qualität von Deutschen Bachelor- und Masterstudiengängen und deren späteren Absolventen zu fördern.

von Jens T. Hinrichs

Backlinks to 1984 // Erinnerungen an Turbo Pascal – Vom Datenstöpsler zum Multitasker

Backlinks to 1984

Erinnerungen an Turbo Pascal – Vom Datenstöpsler zum Multitasker

In the year of 1991, September 24 – Das Booten der Diskettenlaufwerke war kaum zu überhören, schuld daran waren noch die Magnetköpfe. Es passte auf eine einzige 3,5-Zoll-Diskette. Hochgefahren mutete es an wie ein Autobahnschild – weiße Schrift auf blauem Grund. Bildschirme dieser Art sind heutzutage nur noch mit Warnhinweisen anzutreffen.

2_Teilnahme_TP_1991_9_24
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Was einst die Softwareentwicklung revolutionierte sollte 30 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung vom 20. November 1983 so langsam in den Erinnerungen der Programmiereliten verblassen und als „Antique Software“ in den Museumsregalen der Computergeschichte Einzug finden. Es galt als komplettestes Werkzeug seiner Zeit, nicht nur weil es Compiler, Debugger und Editor in einer Programmanwendung vereinte, sondern auch wegen seiner strengen Syntax an die englische Grammatik angelehnt war und deshalb nur wenig Fehlertoleranz zuliess. Vermutlich war die erleichterte Lernbereitschaft ein Grund, warum es unter vielen Schülern und Lehrern so beliebt wurde.
Ich erinnere mich daran, dass Mitschüler damals TP-Disketten auf dem Schulhof „erwarben“, um ihre Programmbibliotheken, Prozeduren und writeln-Anweisungen zu erweitern. Nur keine Bange, die Verbrechen, die man damals mit Raubkopien begann, sind mittlerweile verjährt. Wuchs auf Schulhöfen etwa die erste Hackerkultur heran? Diese Vermutung lasse ich mal nicht kommentiert.
Meine ersten Programmierversuche mit TP 5.5. waren Kreise und Geraden, die sich auf den Bildschirmkoordinaten wie Bildschirmschoner verhielten. Bewegungen dieser Art waren eine Zeit lang als Visualisierung von Tönen in Media-Playern sehr beliebt. Nach heutigen Maßstäben gemessen sind solche .exe-Files eher eine triste Erscheinung. Es war aber auch ein sehr schöner Zeitvertreib.

1_Teilnahme_TP_1991_4_3
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Der Erfinder des Compilers, Anders Hejlsberg ging später zu Microsoft und galt als Mitbegründer von .NET. Die erste auf Microsoft Windows basierende Version von TP erschien 1990. Ein Jahr danach sollte ich selbst damit in Berührung kommen. Die Weiterentwicklung von TP durch die Herstellerfirma Borland sollte sich als zu schwierig erweisen, denn Microsoft hatte mit Basic eine hauseigene Programmiersprache. Auch andere Softwareentwickler orientierten sich mithilfe von C++ immer weiter in Richtung des Microsoft-Betriebssystems Windows, womit letztlich das Aus von TP kommen musste.

Fazit

Ich widme diesen „Backlink to 1984“ den Datenstöpslern – wie einst Programmierer genannt wurden als es noch keine Bildschirme gab, die dann mithilfe von TP das Multitasking erlernten und ohne es Damals zu erahnen, heute Teil der Computergeschichte sind. Gerne widme ich solchen Meilensteinen einen IP-Platz in meiner eigensinnigen Hall of Fame. Hätte ich doch bloß meine Disketten und Manuals nicht weggeworfen, seuftz.

Über diese Tage schrieb Jens T. Hinrichs am 14. Mai 2015.

    Weitere _fundierte Internetlektüre:

http://de.wikipedia.org/wiki/Anders_Hejlsberg
http://de.wikipedia.org/wiki/Turbo_Pascal
http://web.archive.org/web/20031206003232/http://bdn.borland.com/museum>
http://edn.embarcadero.com/article/20693
http://www.heise.de/developer/meldung/30-Jahre-Turbo-Pascal-Integrierter-Ansatz-revolutionierte-die-Softwareentwicklung-2050920.html
http://www.bernd-leitenberger.de/turbo-pascal-history.shtml

Backlinks to 1984 // Die Hackerbibel – Die Grundsteinlegung einer etablierten Hackerszene

Backlinks to 1984

Die Hackerbibel – Die Grundsteinlegung einer etablierten Hackerszene

In the year 1985 and 1988, August 1 – 1985 erblickte eine Chronik über die Antike des Hackathons das Licht der Welt. Anfangs stritt man über diese Erleuchtung des Darknets. Mit dem zweiten Teil gilt die Hackerbibel (ISBN 3-922708-98-6, Teil 1; ISBN 3-925817-24-7, Teil 2) als unumstrittenes Meisterwerk für den Einsteig in das Innenleben von Computer und Internet. Heute ist das Hacken salonfähig beziehungswaise anständig geworden. Wurden einst noch Dokumente dieser Szene beschlagnahmt, werden die Diskussionspapiere dieser Szene durch die Politik vereinnahmt; aus gutem Grund. In gedruckter Form ist sie zwar vergriffen, aber immer noch digital über den CCC (Chaos Computer Club) und anderen Links im Internet lesbar. Das Hacken ist ein Lippenbekenntnis, im positiven Sinne sogar ein regelgerechtes „Hack Amore“ (eigentlich so: hackamore, gebisslose Zäumung; Hack Amore aus dem Wellish. Satyrische Übersetzung: Liebe zum Hacken), eine Hommage an die frühen Jahre des digitales Kulturwandels.

Cybrfunkr (postbot) erinnerte sich an diesen Tag am 26. März 2016