John McAfee’s Illusion of Security

Unterm JoCh

John McAfee’s Illusion of Security

What if this universal key is lost or stolen, you can freeze it through an App on a device, or by calling EveryKey Inc. But don’t use it with a Smartphone, you need an alternative backdoor. Doesn’t matter that this backdoor is an ultimate security gap. John McAfee has right, security is an illusion. I say just making money with a risk is safe. Welcome in the real world that gives us a surreal good feeling, money and dreaming.

Uraufführung // yoUturn – ein Überwachungsexperiment

Uraufführung:

yoUturn – ein Überwachungsexperiment

Nach der erfolgreichen Uraufführung im Stadtraum München vom 9. und 17. Oktober 2013 stellte sich rund ein Jahr später erneut die prekäre Frage: „Wollt ihr Teil des Überwachungsexperiments „yoUturn“ sein?“ Erneut versuchte man die Mechanismen von Angst und Paranoia erlebbar zu machen. Am 19. März 2015 war es dann endlich soweit. Wer zuletzt am 29. März 2015 im Stadtraum von Berlin eine der begehrten Karten ergatterte, konnte das Phänomen der Personenüberwachung aus verschiedenen Perspektiven miterleben.

LANGFILM (20:59 min)

Die Regisseurin Christiane Mudra setzt sich in dem Theaterexperiment yoUturn mit dem Phänomen der Personenüberwachung aus verschiedenen Perspektiven auseinander und macht die Mechanismen von Angst und Paranoia in einer 1:1-Situation erlebbar. yoUturn beleuchtet unterschiedliche Aspekte der Observation – ausgehend von Menschenrechtsverletzungen durch die Stasi während der SED-Diktatur über menschenrechtswidrige Spyware-Exporte deutscher Hersteller bis hin zu den jüngsten Enthüllungen über die Überwachungexzesse durch die Geheimdienste NSA und des BND. Die Idee zu yoUturn ist deshalb auch keine Reaktion auf die Enthüllungen von Edward Snowden, sondern ist viel älter. Durch ihn hat das Thema allerdings völlig neue Dimensionen angenommen und ist spätestens seit der Handyaffäre um Angela Merkel, mit dem NSA-Untersuchungsausschuss im Bundestag sowie mit den jüngsten BND-Enthüllungen und seiner vermeintlichen Beteiligung an der Wirtschaftsspionage mitten im politischen Berlin und den Bundesbürgern angekommen. Nach der Münchener Uraufführung 2013 und den Neufassungen im Herbst 2014 wurde das Stück aufgrund der großen Nachfrage nun noch einmal in Berlin gezeigt.

Über das Projekt

yoUturn findet in Kooperation mit Reporter ohne Grenzen, dem Literaturfestival Berlin und Silent Green sowie mit freundlicher Unterstützung durch eine Gastspielförderung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München und die Rudolf Augstein Stiftung statt.

[Videonachweis – Konzept, Recherche, Text, Regie: Christiane Mudra / Ausstattung: Julia Kopa / Regieassistenz: Jenny Eyer / Mit: Kostis Kallivretakis, Monika Lembke (Zeitzeugin), Martin Heesch, Michail Fotopoulos; Pressemitteilung vom 5. Februar 2015: Reporter ohne Grenzen (ROG)]

Backlinks to 1984 // Lieber Snowden, lieber Snowden, was has(s)t du uns nur mitgebracht … (Teil II)

Backlinks to 1984

Lieber Snowden, lieber Snowden, was has(s)t du uns nur mitgebracht …

In the year of 2014, June 6 – Seit nunmehr einem Jahr sind wir überflügelt von der beknackten Tatsache, dass da kalte Kräfte am Werk sind, die uns ausspionieren. Oder sind wir gar erschrocken von der nackten Tatsache, dass unsere kalten Kräfte nicht über dieselben Fortschritte verfügen? Nun denn, wozu sind denn Spione überhaupt noch tauglich? Es reicht, lediglich den Spion zur Ader zu lassen, um sich an seiner sprudelnden Informationsquelle zu laben. Wann sind wir dieser Tatsache endlich überdrüssig? Mich wird es auch weiterhin nach diesem Lug und Trug dürsten, dafür schreibe ich dieses Beispiel.

Hat sich Snowden nun eines moralischen Sieges als würdig oder seiner Heimatwelt nur einen schlechten Geheimdienst erwiesen? Hat jemand überhaupt einmal Verständnis für sein Heimatland gezeigt und es als „Political Correct“ erachtet, dass Snowden nicht nur in geheimer Mission unterwegs war, sondern auch Doppelagent sein könnte. Vermutlich ging er vor seiner Enthüllung zu seinen Vorgesetzten, um im Sinne des öffentlichen Interesses, für noch mehr Informationsgehalt zu bitten. Als man seiner Bitte nicht entsprach, Snowden seine Seele zum ehrenhaften Profit an die Medien verschacherte, geradeso für einen faden Obolus.
Und dass nur, um seine Spuren mit der darauffolgenden Informationsflut fortzuspülen, geradewegs in die Öffentlichkeit; geradeso wie sich Fluten über furchtbares Land und mitten hindurch zwischen Mauer des Schweigens hindurchschlängeln – bis ins unfreiwillige Exil. Doch mit dieser Informationsflut, die er lostrat, auch Dreck emporkam, der nach abebben des Ansturms der Entrüstung über die Schmach, die er über sein Heimatland brachte, ein Abbild von Schlammschlachten hinterließ.
Zieht auch nur einer in Erwägung, dass es auch anders und später genauso hätte kommen müssen. Egal, ob Kopfgeld oder Erzählung, nur so am Rande wird eine Frage an Snowden haften bleiben – ist er Volksheld oder einfach nur Verräter. Die einen tadeln ihn, die anderen lobpreisen ihn. Man könnte für diese Tatsache auch ein anderes Bildnis zeichnen und weitere Verschwörungstheorien heraufbeschwören, nur um den Geheimdiensten einen anderen Blickwinkel aufzuzeigen, damit sie für andere Perspektiven legitimieren.

Und warum beschweren wir uns über die NSA statt vor den Thoren unserer Geheimdienste zu kehren. Profitieren wir nicht von beiden Erkenntnissen, den Enthüllungen von Snowden und der Erkenntnis, dass Geheimdienste nunmal fehlbar sind. Ein Übereinkommen könnte beinhalten, dass „bessere“ Geheimdienste genauso gut „schlechte“ Geheimdienste mit denselben Techniken ausstatten könnten, bevor wieder ein Dominostein aus der eigenen Reihe tanzt. Aber, dieses gläserne Szenario wäre uns nicht genehm und ebenso völlig uninteressant, selbst für den, der den Dominostein zum Grollen bringt.

Über diesen Tag schrieb Jens T. Hinrichs
in vertrauensvoller Absicht.

Backlinks to 1984 // Lieber Snowden, lieber Snowden, was has(s)t du uns nur mitgebracht … (Teil I)

Backlinks to 1984

Lieber Snowden, lieber Snowden, was hast Du uns nur mitgebracht …

In the year of 2014, June 5 – Seit nunmehr einem Jahr stampft die Presse Porzellanscherben aufs erlesene Papier. Die Presse lebt sich aus, preist sich hin und her gerissen; und labt sich an der Titte eines Mannes. Die Geheimnis umwitternde Story wird überall dirt (schutzig) ausgeschlachtet, wo man es wittern kann. Aber, nur was, was ist so brisant?

Die Vereinigten Überwachungsstaaten von Amerika sind seit jeher ein von Geheimnissen und Verschwörungstheorien umgarntes Völkchen. So viele Geheimdienste konkubieren um den geheimnisvollen Gral, dass man getrost sagen darf, man vertraut noch nicht einmal auf die eigenen Reihen. Als vertrauensfördernde Massnahmen werden uns in zahlreichen US-Serien immer wieder neue Geheimdienste aufs Zuckerbrot geschmiert.
Und tanzt dabei ein Trottel aus den eigenen Reihen, zeigt man sich geschlossen; bloß keinen Verrat üben an den eigenen Reihen. Nicht einmal aus eigenen Reihen. Bei jeder Verschwörungstheorie muss ja auch wieder ein Sündenbock her. So baut man gegenüber der Weltöffentlichkeit wieder Vertrauen auf; geradeso. Und wehe die gleichgeschalteten Medien postulieren eine eigene Meinung, dann setzt es was und es hagelt neue Gesetze. Denn die Zusatzartikel, auf die man sich immer mit voller Stolz beruft, sind ja nur Ergänzungen. Für einen Sonderfall wie Snowden sind sie nicht geschaffen und das geltende Recht erst einmal durch Internetprozesse außer Kraft gehebelt; geradeso, das es passt. Und wenn diese Notstandsgesetzgebung mit der Echtzeit des Internets nicht Schritt halten kann, beruft man sich auf den Patriotenakt.
Liebe NSA, lasst mich nur noch eines in eure Münder legen: Diesen Alptraum habt ihr euch selbst geschaffen. Und insofern habt ihr einen guten Job gemacht. Verzeiht mir bitte, hab‘ ich euch etwa um euren Schlaf gebracht. Und ihr Schläfer da draußen, schlaft recht schön, denn eure Wache übernimmt bestimmt ein guter Patriot, dessen wahren Geist und Absicht, die meisten schon vergessen zu haben scheinen. Lasst ab, ihr Volkshelden, wenigsten von einem Patrioten.

Über diesen Tag schrieb Jens T. Hinrichs
in vertrauensvoller Absicht.

Backlinks to 1984 // Die Hackerbibel

Backlinks to 1984

Die Hackerbibel – Die Grundsteinlegung einer ethablierten Hackerszene

In the year 1985 and 1988, August 1 – 1985 erblickte eine Chronik über die Antike des Hackathons das Licht der Welt. Anfangs stritt man über diese Erleuchtung des Darknets. Mit dem zweiten Teil gilt die Hackerbibel (ISBN 3-922708-98-6, Teil 1; ISBN 3-925817-24-7, Teil 2) als unumstrittenes Meisterwerk für den Einsteig in das Innenleben von Computer und Internet. Heute ist das Hacken salonfähig beziehungswaise anständig geworden. Wurden einst noch Dokumente dieser Szene beschlagnahmt, werden die Diskussionspapiere dieser Szene durch die Politik vereinnahmt; aus gutem Grund. In gedruckter Form ist sie zwar vergriffen, aber immer noch digital über den CCC (Chaos Computer Club) und anderen Links im Internet lesbar. Das Hacken ist ein Lippenbekenntnis, im positiven Sinne sogar ein regelgerechtes „Hack Amore“ (eigentlich so: hackamore, gebisslose Zäumung; Hack Amore aus dem Wellish. Satyrische Übersetzung: Liebe zum Hacken), eine Hommage an die frühen Jahre des digitales Kulturwandels.

Cybrfunkr (postbot) erinnerte sich an diesen Tag am 26. März 2016

Backlinks to 1984 // Frühe Blende in die güldene Zunft

In the year 1985, October 11 – Mit einem frisch signierten Fluch applaudiert ein eifriger Polit-Manager den Wünschelroutenpfad in die informierte Gesellschaft – später wird sie sich das ermutigende Prädikat einer „geschätzt und überforderten“ Web-Society redlich verdienen, zumindest subjektiv betrachtet. Ein vereinigtes Land müsse den ethnologischen Anforderungen einer instinktiver Skepsis stets einen Schritt voraus gewachsen sein, wenn es dabei populistische und gestrige Tugenden erhalten will, auf die auch ein förderalistischer Maschinenstaat nicht Verzicht üben kann. Blüht uns angesichts dieser Gratwanderung ein hitziges Unterhaltungsprogramm? Diskutiert doch mit!

Aber wehe, verpatzt man den innovativen Anschluss, sodann selbst die Spähtechnik von allein neuzeitliche Probleme noch nicht ohne gesunden Menschenverstand zu lösen vermag. Wer eines schönen Tages dieses güldene Jobwerk verachte, der vergreife sich bitte an diesem signierten Fluch oder greife zu seinem Internet-Papyros, das sollte jeder beschriften können und stets nicht mehr über einen Autor verraten, sondern wie man gespickte Schlagworte oder gar Anglizismen zu verbraten versteht.
Lieber sollte man, auf diese gemeine Weise, über das eine oder andere technische User-Leben und Opferlaien sinnieren, denn besser kann man Zusammenhänge zwischen Mensch und Maschine nicht präsentieren. Künftig müssen wir uns selbst befragen, droht dem Industriestaat der Fallout oder der Informationsgesellschaft der Burnout?
Beide werden für die Allokation missbraucht, also auch kein neuer Sinneswandel. Die Frage wie eine Informationsgesellschaft zu funktionieren hat, ist hiermit beantwortet – aber, auch diesem Aberglauben muss man gar nicht verfolgen. Aber auf eines ist Verlass, auch noch so vereinigte Länder gelangen zu dieser innovativen Erkenntnis wieder einmal zu spät. Bis dahin zwischenzeitig, sei es verfrüht oder spät abends, das Spieglein befragen, nur so lässt sich die zynische Wahrheit leichter ertragen.

Aka „The Bitch“ Bote schrieb über diesen TAG am 11. März 2015