Daz Leporellium / User-Buildschatz / Schulterzucker

Daz Leporellium User-Buildschatz

Schulterzucker

Schulterzucker 1. für Kurznachrichten mit Tastatureingabe in Comic Sans MS, Standard, 11pt. 2. nach dem Katakana-Alphabet. Dabei handelt es sich um ein japanisches Emoticon. Der freundliche Schulterzucker wird auch „Shruggie“ genannt. Unter dem Titel „Das Shruggie-Prinzip“ widmet sich Dirk von Gehlen diesem japanisches Emoticon. Es ist ihm ratloser Ratgeber in Zeiten der Digitalisierung und für ihn ein bestes Beispiel für eine Haltung, die er als Kulturpragmatismus bezeichnet.

Schulterzucker
Schulterzucker mit Tastatureingabe [Quelle: wissensfiltr / Daz Leporellium; Schulterzucker nach Katakana-Alphabet: Dirk von Gehlen, http://www.dirkvongehlen.de/das-shruggie-prinzip/]

recorded: 2. Januar 2017, 22:18:35 Uhr

Daz Leporellium / User-Buildschatz / rüdes Verhalten

Daz Leporellium User-Buildschatz

rüdes Verhalten

Satyre. Wellish: impolite dog behaviour. Hundeelend und heulen sind aus SMS abgeleitet.

Kurznachrichten mit Tastatur, Comic Sans MS, 11pt – Satyrisch: rüdes Verhalten; Wellish: impolite dog behaviour [Quelle: wissensfiltr / Daz Leporellium]

revised: 2. Januar 2017, 20:25:56 Uhr

Daz Leporellium / User-Buildschatz / Kriechtiere

Daz Leporellium User-Buildschatz

Reptilien / Kriechtiere

Reptilien
Reptilien / Kriechtiere für Kurznachrichten via Tastatureingabe. [Quelle: wissensfiltr / Daz Leporellium]

Kurznachrichten via Tastatureingabe in Comic Sans MS, Standard, 11pt.recorded: 2. Januar 2017, 18:36:09 UHr

Daz Leporellium / User-Buildschatz / Copy-Cats

Daz Leporellium User-Buildschatz

Copy-Cats

Copy-Cats
Copy-Cats

Zeichen für Kurznachrichten via Tastatureingabe in Comic Sans MS, Standard, 11pt. recorded: 2. August 2016, 16:37 Uhr; revised: 2. Januar 2017, 17:54:03 Uhr

Kolumne // Apropos überschätzt und unterfordert!

Kolumne // Apropos … Daumen!

Apropos überschätzt und unterfordert!

von Hannes Nagel

Erst hieß es Webzwonull. Damit war gemeint, dass nach der Kommerzialisierung des anarchistischen Internets eine neue Phase der Rückbesinnung auf die Wurzeln entstehen sollte. Im Webzwonull sollte dann wieder ein fröhlicher Hauch der Ursprünge einziehen, wo jeder mit jedem vernetzt sein konnte und frei und ungeniert sagen konnte „Eve ist doof“. Eve hätte dann einen Link setzen können auf einen Artikel einer Zeitung, aus dem hervorgeht, was für ein Troll Ed ist, der Eve doof findet. Und ein paar hundert – mehr oder weniger – Anonyme würden der Aufforderung folgen: „Diskutieren Sie mit: Ist Eve doof?“

Es ist die große Überschätzung einer Idee, aus sozialen Medien eine Bürgergemeinschaft zu schaffen, die lokale, regionale und globale Probleme durch ganz schnelle Kommunikationspfade und mithilfe navigierter Handlungskoordinierung löst. Die Überschätzung der Idee kommt schlicht aus der Unterforderung der Nutzer durch soziale Netzwerke. Mit sozialen Netzwerken kann lediglich die Werbewirtschaft etwas anfangen; für das überschätzte Ideal taugt es nicht. Mögliche Erklärung: Es soll ja auch nicht dafür taugen. Nutzer könnten das Angebot im Sinne ihres überschätzten Ideals einsetzen, werden aber instrumentalisiert durch die Eigentümer. Das ist etwa so, als würde der Hersteller von Schachbrettern verbieten, Schachfiguren zu schnitzen, aber jeden fördern, der Miniaturkrieger schnitzt. Damit würde die Möglichkeit zur Meinungsvielfalt von einer Zahl n gegen unendlich auf eine Zahl x gleich 10 reduziert.

Am meisten nervt der Sprachgebrauch. Alle sozialen Netzwerke und Akteure haben sich eine Terminologie zugelegt, für deren Verständnis man erst einmal einen Sprachkurs belegen müsste. Ich weiß nun einmal nicht, was ein „Cookie“ sein soll. Beim Englischlernen in der Schule war das ein „Keks“. Das war auch irgendwie klar verständlich, aber heute? Was stellen diese Cookies dann an? Wer kriegt die, wer nutzt die, wofür braucht die jemand? Es wird nicht klar, und mir wird verschwiegen, was ich selber anrichte, wenn ich Cookies benutze. Es ist technisch relativ einfach, zu bloggen, zu taggen, zu shitstormen, zu followen, auf „like“ zu klicken, zu pingbacken, tracken oder etwas auch permanent zu bookmarken – aber warum muss das alles so kompliziert ausgedrückt werden, dass man es nicht einmal durch die Erklärung versteht, weil die wieder eine neue Cloud nebulöser Anglizismen produziert? Jens T. Hinrichs hat Karikat(o)uren unter dem Titel „Social Media ist …!“ und hundertmal mehr kritische Anmerkungen verfasst. Sie alle zeigen vielfache Facetten davon, was das vermeintliche soziale Netz anrichten kann. Und wenn Sie noch mehr wissen wollen und schon jetzt auf den Geschmack von Cookies gekommen sind, heimsuchen Sie Jens T. Hinrichs auf Facebook, Google+, Twitter & sonstwo. Wollen Sie sich aber mit Cookies den Magen nicht verderben, dann hält Jens T. Hinrichs es für besser, ihm eine Grußkarte zu schreiben, dass ist auch öffentlich, aber viel persönlicher.

Diesen Beitrag schrieb Hannes Nagel für „Das Flugblatt“ im Musenverlag. Redigiert von Jens T. Hinrichs. Als Lohn veröffentlichte Jens T. seine ersten Versuche als Karikaturist.