Backlinks to 1984 // Lesenswert – FBML Essentials

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Lesenswert: Facebook Markup Language Fundamentals

Das englischsprachige Buch vermittelt ein grundlegendes Verständnis für den Umgang mit der Anwendungsentwicklung auf Basis einer firmen-eigenen Auszeichnungssprache oder mit Hilfe fremder API (Application Programming Interface) für Javascript und PHP.
Für fast jeden Einsatz von Medienformaten, wie Shockwave-Flash (.swf) und GIF-Images werden ausreichend verständliche Anschauungsbeispiele geboten. Die Illustration von Anwendungsbeispielen wird in komplementärer Hinsicht durch die Verwendung nativer Funktionen sinnvoll unterstützt. In diesem Fall handelt es sich bei nativen Funktionen um integrierte Basis-Anwendungen, die Facebook selbst zur Gestaltung von Profilseiten entwickelt hat und seinen Nutzern zur individuellen Gestaltung überlässt.
Der Zugang zur umfangreichen Anwendungsentwicklung wird detailliert beschrieben und steht kostenfrei zur Verfügung. Die Vorbereitungen werden in nur drei Schritten abgeschlossen. Facebook-Anfänger brauchen nur ein wenig mehr Geduld und sollten mit einfachen Applikationen beginnen.
Mit diesem unüblichen Schritten ebnen sie sich den Weg zur viel versprechenden App-Entwicklung: Es wird mit der Installation eines PHP-Skriptes begonnen, für dass ein Webspace erforderlich ist. Bei ihrer späteren Facebook-Applikation handelt es sich, dem Grunde nach, nur um einen Webseiten-Ableger, der anderen Server-Umgebungen anzupassen ist. Dieser Ableger muss jederzeit über ihre Domain-Adresse erreichbar sein.
Es ist nicht erforderlich sämtliche FBML-Befehle vorab zu kennen und anzuwenden. Sie müssen nur wissen, welche Tags und Attribute mit FBML harmonieren. Lassen sie sich nicht entmutigen, sie dürfen in beliebigem Umfang testen. Ziehen sie dafür die Facebook-Testkonsole heran. Die Implementierung auf die Facebook-Umgebung geschieht dann fast von selbst.
Der Autor greift unterschiedlichste Anwendungsfälle auf und verdeutlicht anhand fertiger Applikationen (Top-Down-Ansatz), wann der Einsatz von FBML oder einer API erfolgen sollte. Ihm gelingt es, seine langjährigen Erfahrungen als einer der erfolgreichsten Applikationsentwickler und Social-Media-Berater strukturiert und präzise zu vermitteln.
Machen sie sich auf eine unbewusste Konfrontation gefasst, denn nicht jede Applikationen auf einer Canvas-Seite (der Anwendungsseite als solche) kann als Reiter (Tab) inmitten einer Profil- oder Fanseite dargestellt (sog. „rendering“) werden. Sie müssen Abstriche bei Inline-Frames und indirekter Cascading-Stylesheet-Referenzierung machen. Flash-Widgets lassen sich nur dann darstellen, wenn sie Zugriff auf die absolute URL der .swf-Datei haben.
Der Autor empfiehlt für den interdisziplinären Praxis-Einsatz aktuellere und gegebenenfalls auf den Einzelfall spezifische Dokumentationen heranzuziehen.
Das Buch ist zwar als Grundlagenwerk zu verstehen, dennoch nur für fortgeschrittene Leser und Programmierer geeignet. Dennoch steht die Facebook-Plattform anhand dieser fundierten Anweisungen einem breiterem Publikum offen und stößt vielleicht auch auf ihr Interesse.

Buch gelesen und rezensiert von Jens T. Hinrichs

Quellenangabe:

Autor: Jesse Stay
ISBN-13: 978-0596519186
Erscheinungstermin: 1. August 2008
Taschenbuch: 165 Seiten
Verlag: O’Reilly Media

Backlinks to 1984 // Lesenswert – iPhone OS Webentwicklung

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Lesenswert: Professionelle Applikationen für WebKit-Browser

Die lückenfreie und sogleich schrittweise Schilderung der recht komplexen Materie deuten zweifelsohne auf eine lange Erfahrung des Autors hin.
Seine Zuneigung zum iPhone und zu den damit verbundenen Entwicklungstechnologien sind unverkennbar – Vorsicht Ansteckungsgefahr.
Die fachlich präzisen Ausführungen sind ein gelungenes Zusammenspiel mit seinem Freund und Autorenkollegen, Alexander Ebner.
Das Buch richtet sich an jene, die Standardisierungen lieb gewonnen haben, aber Hypertext Markup Language (HTML) und Cascading Stylesheet (CSS) für ausgereift hielten oder wegen mangelhafter Alternativen scheitern mussten.
Eine nicht unwesentliche Quintessenz des Buches: Tabus werden gebrochen. Displays verlieren ihre Unberührtheit und konservative Anwender dürfen sich auf bewegte Bilder freuen.
Getrieben vom Open Source Gedanken werden nun neue Anforderungen vorgestellt und sukzessive erfüllt. Sich für den Open Source Press Verlag entschieden zu haben, dürfte daher keine Überraschung sein.
Selbst Entwickler namenhafter konkurrierender Technologien kommen so auf den Geschmack. Lange Zeit dürstete es auch Amateuren nach mehr. Mit diesem Buch kann definitiv der Anfang auf professionelles Terrain glücken.
Aufgrund einer Vielzahl von Kapiteln können Webdesigner das Buch als Anleitungslektüre begreifen, auch wenn ihnen wenige Passagen fremd und unerschlossen bleiben. Idealerweise dient das Buch als anregende Anleitung, Programmierinterfaces und Programmieransätze auszuprobieren sowie Tipps und Tricks kennenzulernen.
Querverweise sollten Leser daher unverzüglich nutzen. Folgen sie den Programmier- und Installationsanleitungen, wenn sie den roten Faden nicht verlieren und nahtlos an ihr eigenes Projekt anknüpfen wollen.
Überspringen sie Kapitel nur dann, wenn sie einschlägige Erfahrungen im Umgang mit Javascript und CSS mitbringen.
Der Autor Patrick Lobacher bringt zurecht seine Projektkompetenz ein. Nutzen auch sie die Konfrontation mit vergangenem Wissen, denn als kleiner Projektleitfaden ist dieses Buch unverzichtbar und hilft ihnen den Methodenwechsel zu meistern.
Trotz Unerfahrenheit in der Programmierung und fachüblicher Anglizismen kommen Leser ohne Referenz-Literatur aus. Schwermütigen fehlt es womöglich an einer CD. Jedoch wird der Leser entsprechende Verweise auf Internet-Quellen und Installationsanleitungen keinesfalls vermissen.
Bei diesem Buch ist Interaktion gefragt, wie sie es von einem mobilen Endgerät erwarten würden – zeigen sie sich experimentierfreudig.
Der Anteil pessimistischer Leseratten wird trotz schnelllebiger Entwicklungstendenzen verschwindet gering sein.

Buch gelesen und rezensiert von Jens T. Hinrichs

Quellenangabe:

Autor: Patrick Lobacher
ISBN-13: 978-3937514864
Erscheinungstermin: 26. Juni 2009
Broschiert: 316 Seiten
Verlag: www.opensourcepress.de

Backlinks to 1984 // Erinnerungen an Turbo Pascal – Vom Datenstöpsler zum Multitasker

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Erinnerungen an Turbo Pascal – Vom Datenstöpsler zum Multitasker

In the year of 1991, September 24 – Das Booten der Diskettenlaufwerke war kaum zu überhören, schuld daran waren noch die Magnetköpfe. Es passte auf eine einzige 3,5-Zoll-Diskette. Hochgefahren mutete es an wie ein Autobahnschild – weiße Schrift auf blauem Grund. Bildschirme dieser Art sind heutzutage nur noch mit Warnhinweisen anzutreffen.

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Was einst die Softwareentwicklung revolutionierte sollte 30 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung vom 20. November 1983 so langsam in den Erinnerungen der Programmiereliten verblassen und als „Antique Software“ in den Museumsregalen der Computergeschichte Einzug finden. Es galt als komplettestes Werkzeug seiner Zeit, nicht nur weil es Compiler, Debugger und Editor in einer Programmanwendung vereinte, sondern auch wegen seiner strengen Syntax an die englische Grammatik angelehnt war und deshalb nur wenig Fehlertoleranz zuliess. Vermutlich war die erleichterte Lernbereitschaft ein Grund, warum es unter vielen Schülern und Lehrern so beliebt wurde.
Ich erinnere mich daran, dass Mitschüler damals TP-Disketten auf dem Schulhof „erwarben“, um ihre Programmbibliotheken, Prozeduren und writeln-Anweisungen zu erweitern. Nur keine Bange, die Verbrechen, die man damals mit Raubkopien begann, sind mittlerweile verjährt. Wuchs auf Schulhöfen etwa die erste Hackerkultur heran? Diese Vermutung lasse ich mal nicht kommentiert.
Meine ersten Programmierversuche mit TP 5.5. waren Kreise und Geraden, die sich auf den Bildschirmkoordinaten wie Bildschirmschoner verhielten. Bewegungen dieser Art waren eine Zeit lang als Visualisierung von Tönen in Media-Playern sehr beliebt. Nach heutigen Maßstäben gemessen sind solche .exe-Files eher eine triste Erscheinung. Es war aber auch ein sehr schöner Zeitvertreib.

1_Teilnahme_TP_1991_4_3
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Der Erfinder des Compilers, Anders Hejlsberg ging später zu Microsoft und galt als Mitbegründer von .NET. Die erste auf Microsoft Windows basierende Version von TP erschien 1990. Ein Jahr danach sollte ich selbst damit in Berührung kommen. Die Weiterentwicklung von TP durch die Herstellerfirma Borland sollte sich als zu schwierig erweisen, denn Microsoft hatte mit Basic eine hauseigene Programmiersprache. Auch andere Softwareentwickler orientierten sich mithilfe von C++ immer weiter in Richtung des Microsoft-Betriebssystems Windows, womit letztlich das Aus von TP kommen musste.

Fazit

Ich widme diesen „Backlink to 1984“ den Datenstöpslern – wie einst Programmierer genannt wurden als es noch keine Bildschirme gab, die dann mithilfe von TP das Multitasking erlernten und ohne es Damals zu erahnen, heute Teil der Computergeschichte sind. Gerne widme ich solchen Meilensteinen einen IP-Platz in meiner eigensinnigen Hall of Fame. Hätte ich doch bloß meine Disketten und Manuals nicht weggeworfen, seuftz.

Über diese Tage schrieb Jens T. Hinrichs am 14. Mai 2015.

    Weitere _fundierte Internetlektüre:

http://de.wikipedia.org/wiki/Anders_Hejlsberg
http://de.wikipedia.org/wiki/Turbo_Pascal
http://web.archive.org/web/20031206003232/http://bdn.borland.com/museum>
http://edn.embarcadero.com/article/20693
http://www.heise.de/developer/meldung/30-Jahre-Turbo-Pascal-Integrierter-Ansatz-revolutionierte-die-Softwareentwicklung-2050920.html
http://www.bernd-leitenberger.de/turbo-pascal-history.shtml

Backlinks to 1984 // Die Hackerbibel – Die Grundsteinlegung einer etablierten Hackerszene

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Die Hackerbibel – Die Grundsteinlegung einer etablierten Hackerszene

In the year 1985 and 1988, August 1 – 1985 erblickte eine Chronik über die Antike des Hackathons das Licht der Welt. Anfangs stritt man über diese Erleuchtung des Darknets. Mit dem zweiten Teil gilt die Hackerbibel (ISBN 3-922708-98-6, Teil 1; ISBN 3-925817-24-7, Teil 2) als unumstrittenes Meisterwerk für den Einsteig in das Innenleben von Computer und Internet. Heute ist das Hacken salonfähig beziehungswaise anständig geworden. Wurden einst noch Dokumente dieser Szene beschlagnahmt, werden die Diskussionspapiere dieser Szene durch die Politik vereinnahmt; aus gutem Grund. In gedruckter Form ist sie zwar vergriffen, aber immer noch digital über den CCC (Chaos Computer Club) und anderen Links im Internet lesbar. Das Hacken ist ein Lippenbekenntnis, im positiven Sinne sogar ein regelgerechtes „Hack Amore“ (eigentlich so: hackamore, gebisslose Zäumung; Hack Amore aus dem Wellish. Satyrische Übersetzung: Liebe zum Hacken), eine Hommage an die frühen Jahre des digitales Kulturwandels.

Cybrfunkr (postbot) erinnerte sich an diesen Tag am 26. März 2016