Kolumne // Apropos Hamsterrad

Kolumne // Apropos … Daumen!

Apropos Hamsterrad

von April Fools und Jennifer Spam

Menschen in soziale Netzwerken verhalten sich in etwa so wie ein Hamster im Hamsterrad.
Selbst wenn der Hamster dem Rad entrinnt, wird er feststellen müssen, dass er noch im Käfig sitzt.
Ihm scheint das aber so ziemlich egal zu sein, denn seine Evolutionsstufe hindert ihn daran, dies zu realisieren.
Hamster hoffen darauf, von Tag zu Tag gefüttert zu werden, und dass sie ihren Durst stillen können.
Doch wenn niemand die Hamster füttern tut,
wozu sollten sie sich dann noch körperlich betätigen.
Damit wäre die Notwendigkeit für die Interaktion in einem sozialen Netzwerk beschrieben.
Und die zahlreichen Erfinder von Käfigen und Hamsterrädern erfreuen sich daran,
dass der Halter von Hamstern und hamstern in ihrem Schlaf gestört werden.
Wenn wir alle Hamster wären und wir schlafen gingen, dann wären soziale Netzwerke schnell ruiniert.
Nicht so schlimm, wenn es den Haltern gelingt, stetig das Interesse an sich und neu zu wecken.
Dabei sind die Erfinder, doch auch gleichzeitig noch Betreiber Hamsterräder und Käfighalter ihrer Nutzern.
In der Konsequenz ist doch jeder guter Hoffnung, dass der Betreiber seine Hamster hört und sie sich betätigen
und quieken mit der Aussenwelt, so dass diese sich auch nicht mehr vor dem Internet verstecke.
Und damit wäre die Daseinsberechtigung, das Hamsterrad der Zukunft sozusagen, zu neuem Leben auferstehe.
Eine Flatline kann sich das Internet nun wirklich nicht leisten.
Und schon war die Flatrate erfunden, wer hat sie erfunden?
Wollt ihr Nutzer wirklich nur niedere Lebensformenen sein, so possierlich ihr Nutzer auch seid.
Kommt possierlich nicht von Posse?
Wenn ja, dann hoffe ich, dass ich mich nicht täusche, kann man Posse auch mit Farce übersetzen.
Hoch lebe die Farce!

Kolumne // Apropos Drahtseilakt

Kolumne // Apropos … Daumen!

Apropos Drahtseilakt

von Jens T. Hinrichs

Babbelrina balanciert auf dem Drahtseil, darunter hat man für sie ein Netz gespannt. Viele wissen, ohne ein gespanntes Netz ist es spannender für die Follower. Sollte man also das Netz entfernen, damit die Spannung im Leben wieder steigt?
Auch das balancierte Leben, dass auf und vom Drahtseil hängt wäre wieder spannender; nur weniger für die, die vom Netz abhängig sind.
Doch was sagt uns diese Momentaufnahme? Mit den ersten Tritten des Balanceakt erhascht unsere Babbelrina ein gewissenhaftes Raunen im Publikum. Mit jedem nächsten Tritt starrt das Publikum ein wenig MEHR auf die Protagonistin.
Sollte sie die Balance verlieren und ins Netz hinabstürzen, stirbt ihre Aufmerksamkeit einen qualvollen Tod. Aus heiterem Himmel dann ein urplötzlichen Taumeln. Geradeso oder mit frontaler Absicht, gelingt es ihr das Publikum bei der Stange zu halten.

Bis zum Ende muss sie nicht nur die Herrschaft über das Drahtseil zurückzuerlangen, sondern auch die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich lenken.

Wider Erwarten blickt sie hinab auf das gebannte Publikum. Sie taumelt, verliert für einen Augenblick die Balance und ehe sie sich mit dem Publikum versöhnt stürzt sie wie einstudiert hinab. Enttäuschende Schreie im Publikum, das entwöhnt die Arena verlässt.
Hätte sie doch bloß nicht das Netz gespannt, in dem sie nun eingebettet lag. Sie versucht die Schmach mit gesunden Menschenabstand zu ertragen, mit einem mechanischen Lächeln, aber trockenen Tränen im inneren Antlitz.
Aber nun mal ehrlich; wäre ihr Leben, das am dünnen Drahtseil hing spannender gewesen oder hätte sie sich nur ihrem Publikum zuliebe ohne Netz vor der momentanen Schmach geschützt? Doch sie hat überlebt, trotz der Schmach, die sie dem Netz verdanken muss. Gott sei Dank! Womöglich sollte man sich auch nicht zu sehr darauf fokussieren, was das Publikum bewegt.

Kolumne // Apropos Selbstfindung im Internet

Kolumne // Apropos … Daumen!

Apropos Selbstfindung im Internet

von Johann Gottstein

Neulich stolperte ein Kollege über das volkswirtschaftliche Axiom: „Umsatz rauf, Kosten runter.“ – zwei Extreme, unvereinbar, so bewertete er es. Weshalb hängen – insbesondere in Kleinverlagen – solche Motivationssprüche nur an Pinnwänden, online sind sie nicht zu finden. Manchmal glaub‘ ich, hier ist eine Unternehmenskirche am Werkvertrag beteiligt.
Damit ist es nicht genug, in Arbeitsvertragsklauseln stehen dann Formalien wie „Überstunden gelten als abgegolten“, auch so kann man Kosten senken, indem man Menschen einfach nicht mehr am Produktivitätsfortschritt partizipieren lässt.
Gerne redet man aber noch von Provisionen und Unternehmensbeteiligungen, die nicht verbrieft sind; man muss halt darauf vertrauen. Diese Form der Motivation ist halt auch eine gewollte Innovation. Solche „Absprachen“ kann man ja zurücknehmen, auch dafür gibt es Klauseln. Und gegen verbriefte Klauseln kann man sich nicht wehren, weil man sonst Gefahr läuft, sein Lob im Kleinunternehmen ohne Kündigungsschutz zu verlieren. Trotz schwammiger Klauseln haben Kleinunternehmen oder outgesourcte Unternehmensteile, ohne eigene und ständige Belegschaft, das Unrecht gepachtet. Dagegen ist kein Arbeitsrecht gewachsen. Selbst gegen das ordentliche Kündigungsrecht vorzugehen, tut man vergeblich, denn in der ersten Instanz ist es immerhin für beide Seiten lieb und teuer.
Nur so am Rande: Gewinner sind die Anwälte, deren Bezahlung ist gesichert und die Judikative spart sich langfristige Arbeitsprozesse, denn dort wo heutzutage Bürokratie kraft Gesetz nicht mehr entsteht, spricht man auf europäischer Ebene von Bürokratieabbau. Viele Oppositionelle, dagegen, halten es für einen Abbau des Sozialstaates, nur nicht ganz so schlimm, weil es in Raten geschieht.
Auch dieses Spiel des Lebens ist so gewollt, und beginnt, gespickt mit funktionellen Anekdoten in Stellenangeboten (sprich Marketingclaim). Wann erkennen Verantwortliche endlich, das Stellenangebote als billiges Instrument für Performance-Marketing missbraucht werden? Warum sonst, sprießen solche Portale wie Pilze aus dem Boden? Etwa wegen des Fachkräftemangels? die Frage ist hierbei nur, wie ist dieses Unternehmensziel denn definiert? Etwa so: „Lohn nach Vereinbarung“, obwohl es Tarifverträge gibt, denn die finden ja keine Anwendung, denn nach Berufen sucht man nicht mehr, sondern nur noch nach Menschen, die funktionieren sollen.
Es soll ja schon Ausnahmefälle gegeben haben, wo Projektleiter 60 Prozent unter dem Tarif eines Verwaltungsfachangestellten verdient haben, nur weil es im Kleinunternehmen ohne Kündigungsschutz hieß, man müsse ja den Arbeitsplatz erst schaffen. In zwiespältiger Manier muss man sich verdient machen, sobald man dies aber belegen kann, beweist sich der Aberglaube. Argumente wie diese und andere werden angeführt, wenn man Eingliederungszuschüsse kriegen will. Dem Stellensuchenden nützt das Angebot nicht viel, der wird dann bei Ablehnung im Unternehmen lediglich als Feedback gezählt; der Einzelplanerfüllungskennzahl „Score“ auf der dafür gewidmeten Balance Score Card sei dank. Schön, dass es Controlling und Kennzahlen für jeden Einzelplan gibt, noch vermischt man das mit der Zielerreichung in der Demokratie, aber eigentlich steckt die Planwirtschaft dahinter. Je fundierter und kleinteiliger die Controllingmechanismen sind, desto stabiler auch der Neo-Kommun(al)ismus. Letzteres eine sogenannte Deafinition, eine Erklärung, bei der man besser die Scheuklappen auf die Ohren klappen sollte.
Und hinter dem Tarnkappenbombardement, für meinen Kollegen, der Journalist ist – und Ersatzleistungsbezieher, aber mehr als offensichtlich, Arbeitnehmerüberlassungen und Zeitarbeitsunternehmen. Welchem Bewerber nützt in diesen beiden Fällen schon ein Vermittlungsgutschein? Vermutlich fungiert der Bewerber hier (nur zu gerne hätte ich „hier“ ein Beispiel verlinkt) als Subventionsgehilfe; aber wie soll man sonst eine förderale Dienstleistungsplattform fördern und einen Stellensuchenden fordern, wenn es solchen Unternehmen von selbst nicht gelingt, auf einem gefakten Dienstleistungsmarkt Fuss zu fassen oder am künstlichen-intelligenten Wachstumspol anzudocken.
Manchmal fühlt sich mein Kollege aber durch diese Schnittstellen recht gut unterhalten. Da werden Tastaturexperten und Datenerfasser gesucht, dass wäre doch ein treffendes Argument für die New Economy, die in Einzelblasen immer noch zerplatzt, solange man uns Unterhaltungswerte und Public-Value zu schenken gedenkt. „Das macht Spaß und vermutlich deshalb gilt die Zumutbarkeit immer als erreichbar, schwer zu verklagen, diese soziale Bedrohung ist.“, so formuliert es gemeiner Kollege.
Düster erinnert er sich: „Und was einst ein Vermittlungsskandal war, mithilfe von Fluktuation – über unter unter 7 Tage die Woche – Einschaltungsgrade zu manipulieren, das ist seiner subjektiven Ansicht nach, ein für ihn dienliches Unterhaltungprogramm“. Die gemeineTeilhabe kann ich dennoch nicht als Eigenbemühung (ent-)gelten.
Aber was weiß mein Kollege, denn schon, der kann ja gar nicht schreiben; deshalb übernehme ich. Ich gebe ihm aber Recht, da es im Internet nicht darauf ankommt, was man sagen will, sondern anderen die Redefreiheit überlassen sollte. Mein Kollege will nur seine Gedanken als „Open Source“ und Testament für die freie Meinungsveräußerung hinterlassen. Ich vertrau‘ ihm mal, das er es ohne kommerziellen Hintergedanken tut, schlicht aus purem Alter-Egoismus.
Mein Gespür sagt mir, dass viele ihr Recht auf Selbstverwirklichung auch weiterhin der Gier nach Selbstverherrlichung anderer unterordnen müssen, irgendwie fühlt sich mein Kollege zurecht unterjocht. Aber auch ich fühle mich zugleich zuhause, in diesem Interpretationsspielraum.
Aber, dennoch wiegen noch so reine subjektive Empfindungen nunmal nicht so schwer wie objektive Arbeitsmarktzahlen. Für solche Interpretationen gibt in der Solidargemeinschaft keinen Platz, denn diese Interpretation ist nur der monopolistischen Polit-Elite vorbehalten und nicht den gesellschaftlichen Marionetten! Ausnahmsweise, vergebe ich meinem Kollegen diese subjektive Meinung und spendiere ihm einen IP-Platz.

Kolumne // Apropos „Zäsur fürs Internet“

Kolumne // Apropos … Daumen!

Apropos „Zäsur fürs Internet“

von Jens T. Hinrichs

Meine Nebenwirkungen auf das Internet verstärken sich Tag für Tag. Jeder Bissen im Internetcafé, auf Meinungssülze und Süßholzgeraspeltes, sogar auf USB-Kabel und Mäusen verursachen nicht nur Kochschmerzen oder Hall-o-zinationen. Großes Übel verursacht mir unaufgeforderte Posts auf die Neues10 Updates oder Aufforderung, mich anzupassen – habe ich hier den buchstäblichen Haken fehlgedeutet. Ohne einen Haken zu setzen, läuft man fast schon Gefahr nicht mehr kommunizieren zu müssen.

Unterschiedliche Programmversionen zwischen Empfänger und Sender bergen ein solches Risiko und verzerren das getaggte Meinungsbild. Schnell wird es dann nicht mehr vollständig in heimischen Gefilden angezeigt, weil sich womöglich irgendein Proclaimer für den Größten hält.

Mit steigenden Nebenwirkungen werden meine Nerven überbeansprucht. Sollte ich auf manuelle Anpassungen verzichten oder einfach nur den Such(t)algorhythmus für mich sprechen lassen? Es wird doch Tag für Tag immer schwieriger für mich, den „Ausschalter“ überall zu drücken, wo er sich verbirgt – hinter verallgemeinerten Nutzungsbedingungen und vermeintlichen Datenschutzvorschriften. Sehe ich den „Ausschalter“ überhaupt noch oder sollte ich doch vielerorts nach einem verborgenen Scrollbalken oder deaktivierten Voransicht Ausschau halten? Ach so, könnte auch möglich sein, dass diese Funktionen mir nur noch ein weiteres Grabscherlebnis bescheren. Täte man dies mit Bildern, dann könnte man dies mit „sexueller Belästigung“ in einen künftigen Internetstrafenkatalog hineinschreiben; bloß das nicht.
Oder so zu einer Emanzipation gelangen: „Instagram löscht Bilder von einer Frau, die ihre Tage hat!“ Worauf sich die Betroffene, Rupi Kaur (https://instagram.com/rupikaur_/,) zu Wort meldet, dass sie mit einer Foto-Serie nur den Menstruationszyklus dokumentieren wollte. Ohne diesen Zusatz wäre bei mir der Eindruck entstanden, sie sei an diesem Tag zweifach betroffen und fühle sich ihrer Emanzipation beraubt. Es gibt in der Tat, für sie einen versesseneren Grund Fotos zu löschen, vor allem von Männern, die üppige Hinterteile von Frauen zeigen, die nur spärlich bekleidet sind.

Selbst in meiner versendeten Mail, können manche mich nicht als bekannten Empfänger identifizieren. Bevor sie zur eigentlichen Botschaft gelangen, stolpern sie zunächst über meine verborgenen Adress- und Betreff-Zeilen – das schafft vertrauen.
Bei jeder Nebenwirkungen mutiere ich immer mehr zum Nerd, früher hatte sich doch ein Techniker darum gekümmert. Ich laufe Gefahr, dass die nervigen Spielereien meine kreative Schreibarbeit für das Internet verbessern.
Es ist gut, dass ich das mal sagen durfte und aus diesem Partikel ein PDF machen kann. Es ist gut, dass ich auch andere Partikel in das Internet fracken kann, in der Hoffnung, diese Wahrheit würde eines TAG wieder zurück in die Oberflächenrealität gespült.

Im Prinzip will ich nicht dauernd aufgefordert werden, mein Interesse zu wecken und die noch nicht ganz so perfekten Borgimplantate appzugraden, die doch nur meinen kognitiven Geist assimilieren wollen. Bevor ich nicht mein gemeines Potential voll erschöpft habe – und auch das meiner bisherigen Programme –, will ich, Tag für Tag, den „Mainstream“ einfach ignorieren, so wie die über manche Schnappschüsse, für die man eigentlich Schnapsverbote erteilen sollte. Vielleicht gelingt mir die Perfektion mit ein wenig mehr #.

Im Prinzip geht mir auch der übrige Interaktivitätszirkus auf die Ostereier. Bei vielen Medientrommeln schleicht sich immer wieder eine Botschaft ein, überall dirt (schmutzig, oder besser: dort), wo ich gerade eine Nachricht lese, teilt ein Interaktionsalgorhythmus mit, dass ein anderer Partikel auch interessant für mich sei, bloss weil der aktuell gelesene Partikel ähnliche TAG-Kompositionen enthält.

Aus diesem Grund schreibe ich meine sozio-ökonomischen Interaktionstheorien nieder, weil der gegenwärtige Internetmissbrauch völlig verantwortungslos ist. Oder so: Denn schon infiltrieren soziale Netzwerke via Cloud, tragen über eine Tunnellösung „Bitte Software aktualisieren“ in meinen Kalender ein. Früher gab es nur bei Menschen, die mich kannten, einen schlichten Eintrag „Geburtstag, Jens T. Hinrichs“. Oder so. Habe ich das Thor irgendwo sperrangelweit offen gelassen oder einfach nur das übelste Kleingedruckte gar nicht erst gelesen und übersprungen? Halten Feinde wieder in Dosen zusammen und schieben Milliardensummen an Shareholder vorbei – oder war es doch nur der Fies-kus?

Das kommt davon, wenn man Interaktionsalgorhythmen als wesentlich intelligenter einschätzt als eine demokratische Solidargemeinschaft, die im übrigen auch aus konservativen Internetnutzern und Bürgerrechtlern besteht. Eine solche Haltung ist auf Dauer völlig verantwortungslos.

Am Ende dieses Partikels komme ich zu folgendem Schluss, das Internet ist verstört, weil es

  • den Aberglauben an die Unfehlbarkeit von Such(t)algorhythmen stärkt;
  • die Arroganz von Internetkartellen, wie bitte Wunschname eintragen mit jedem TAG aufs Neue nährt;
  • die Anmaßung von Jens T. Hinrichs ist, an meiner Stelle entscheiden zu können, dass eine Erzählung wie „Zäsur im Internet“ geschrieben werden musste und deshalb offline gehört;
  • den Aberglauben infrage stellt, das Internet und seine Komparsen wären innerhalb weniger Minuten installierbar, implementierbar und interpretierbar oder sogar infiltrierbar;
  • den Aberglauben nährt, dass Online-Marketing zweistellig wächst, weil man Etats ständig aufplustern muss, mit Kampagnen bestreiten und begleiten muss;
  • den Aberglauben verstärkt, Autovervollständigungen, Cookies und anonyme Surffunktionen seien inkognito und hilfreich, weil künstlich intelligent genug, um Bedrohungen zu vermeiden;
  • den Aberglauben nährt, Apps seien eigentlich keine selbstverherrlichenden Programme, sie automatisch einzubauen, sei schlicht gebräuchlich und unterstellt;
  • meine Zuversicht stärkt, sobald ich mal eine Liste sämtlicher Funktionen aufstelle und dann alles Unwichtige streiche, ein zensiertes Internet übrigbliebe, das ebenso als ein brauchbares Informationsmedium tauglich wäre.
  • Inzwischen habe ich bei all dem „Mainstream“ unterschlagen, dass ich auch Interaktionen für käuflich halte – spätestens seit der Übernahme von Instagram und WhatsApp durch Facebook.

    Kolumne // Apropos persönlicher Angriff

    Kolumne // Apropos … Daumen!

    Apropos Persönlicher Angriff

    von Jens T. Hinrichs

    Jedes hervorgebrachte Phänomen des Internets – sei es noch so einzigartig, allgemeingültig oder individuell – wird sich wi_derholen. Und dafür bedarf es keiner tieferen Logik oder einen Blick in die Privatsphäre anderer zu versuchen. Für mich ist es schlicht unbegreiflich, warum uns erst ein Whistleblower auf die Gefahren des Internets aufmerksam machen muss. Für meine sozio-ökonomische Forensik war jedenfalls kein Verrat nötig. Ich will doch nur Mahnwache stehen für kommende User-Teilchen, die sich jedem phänomenalen eDingsda hingeben. Wer will dagegen schon „offline“ sein und Patron stehen für laienhafte Selbstverherrlichung? Dem gesunden Menschenverstand will ich eine chronologische Anleitung hinterlassen, auch auf die Gefahr hin, dass ich den Opferlaien auf den Leim gehe und sie gemeiner Masche entrinnen.