No. 7 // Social Media ist …! von Jens T. Hinrichs

Social Media ist …!

„… naiv, Autopiloten sind noch so blauäugig wie die Cloud überm Datenhimmel. Womöglich hätte der Mitfahrer überlebt, wenn er hinten gesessen hätte, nicht ausgeschlossen. Die Lobhudelei auf die Fahrleistung ist nun wirklich ein schwacher Trost für die Hinterbliebenen. Wie steht es denn mit der Produkthaftung?“
Freitag, 1. Juli 2016, 20:22 Uhr

„… kein Internet, mit dem man alle kriegt oder ein Internet, das alle erfassen könnte. Da wird es schon noch jemanden geben, der nicht beeindruckt ist.“
Freitag, 22. Juli 2016, 23:10 Uhr

„… der (Aber)glaube, der Glaube an eine Welt, in der sich der Kapitalismus grundlegend verändert wird/hat.“
Mittwoch, 27. Juli 2016, 0:58 Uhr

„… Ichglaube, dass die Arbeit früher nicht so viel anders war, eher langsamer, aber nicht besser. Im Grunde hat sich so soviel nicht verändert. Freunde kommen und gehen, Freundschaften sind aber nicht deshalb beständiger, sondern müssen sich häufiger bestätigen bezeihungswaise messen lassen.“
Mittwoch, 27. Juli 2016, 1:00 Uhr

„… die welt, die voller fantastischer Dinge steckt, man muss sie nur (er)finden; ein Beispiel: Suchtmaschine. Die Welt wie wir sie kennen, wird sich allerdings nicht verändern, sondern reproduzieren oder wiederholen.“
Mittwoch, 27. Juli 2016, 1:01 Uhr

„… eine Internet-Tupperpartie. Trister Topf sucht bunten Deckel. Müsse man soziale Netzwerke in Farben ausdrücken, könnten wir auch alle LSD schlucken. Und wir im Rausch verschwinden, der uns im Griff hat, von dem wir so ergriffen sind, von der Sucht, die in diesem Rausch inbegriffen ist.“
Mittwoch, 27. Juli 2016, 1:03 Uhr

von Jens T. Hinrichs

No. 7 // Social Media ist …! von Jens T. Hinrichs

Social Media ist …!

„… das Internet, das dank UFO-Technologie selbst den letzten Winkel der Welt erblickt, in der Hoffnung, dass auch der letzte Arsch etwas mitzuteilen hat.“
Freitag, 22. Juli 2016, 15:59 Uhr

von Jens T. Hinrichs

No. 7 // Social Media ist …! von Jens T. Hinrichs

Social Media ist …!

„… die Kunst eine Milliarde Nutzer von einem Leckerli zu einem anderen hin und her zu scheuchen. Das Labyrinth hat keinen Ausweg, nur einen Weg hinein … kann womöglich der die Lösung sein.“
Mittwoch, 20. Juli 2016, 13:46 Uhr

von Jens T. Hinrichs

No. 7 // Social Media ist …! von Jens T. Hinrichs

Social Media ist …!

„… meinen Willen aufrechtzuerhalten, dass ich unbedingt auf die Liste der am meisten gesuchten Internetvers_recher gehöre, da ich mir nun wirklich keine bessere Suchmaschinenplatzierung herbeiwunschlisten kann, die ich ganz ohne SEO erreichen kann.“
25. Juli 2015, 10:40 Uhr

„… die versammelte Bibliothek über Geschichten aus der Kluft.“
25. Juli 2015, 10:42 Uhr

„… der kranke Menschenverstand, der gesunde Paranoia dringend nötig hat.“
25. Juli 2015, 10:43 Uhr

„… missbraucht Deutschland den Snowden; warum diese aufhellende Aufregung, Geheimdienste sind doch zum Spionieren da und zum Ausspionieren gibt es nun wirklich genug. Hat er deshalb nicht auch eine Berechtigung verdient. Die meisten Menschen stört doch einfach nur, dass sie selbstlos die Nase nicht in die Angelegenheiten der NSA hineinstecken durften. Und der NSA stört doch einfach nur, das sich eine ihrer Laborratten aus dem Labyrinth enttarnen konnte. Wer missbraucht hier wen? Letzten Endes bleibt es eine Vertrauensfrage – und ewig werden solche Skandale die Medien füttern, während weitaus wichtigere Plagen ungesühnt bleiben oder Untermenschen nach unserem Leben schmachten.
25. Juli 2015, 10:44 Uhr

von Jens T. Hinrichs

No. 7 // Social Media ist …! von Jens T. Hinrichs

Social Media ist …!

… meine Kritik am Recht des Vergessens. Wir beschweren uns immer darüber, das der „Giftmüll“ nicht aus dem Internet gelöscht werden soll. Tut man es nicht, die Notwendigkeit einer Suchmaschine erst recht gegeben zu sein scheint … und das wollen wir ja auch nicht … das gefällt mir jeden Montagetag, wenn ich vor dem Spieglein gurgel. Es ist aber auch wie eine „Giftmüll“-Verklappung im großen MEHR, der „Giftmüll“ ist zwar nicht mehr en board, aber nicht wirklich beseitigt. Und jetzt stellen Sie sich vor, man strullert in ihren eigentümlichen Pool und am Beckenrand sitz jemand, der die Schweinerei auch noch mit einem Strohhalm aufsaugt. Sehr wahrscheinlich wird auch der Rest des Onlinepublikums noch irgendetwas daran lustig finden.
24. Juli 2015, 13:00 Uhr

von Jens T. Hinrichs

No. 7 // Social Media ist …! von Jens T. Hinrichs

Social Media ist …!

„… Gerüch_e, _erichte sammeln für Arme!“
22. Juli 2015, 13:57 Uhr

„… @ntwicklungshilfe heißt nun, sein gekochtes Essen miteinander zu teilen und damit mit dem Rest der Welt zuzuteilen. Das ist meines Erachtens eine falsche Vorstellung von Allokation oder imperativen Vorteil.“
22. Juli 2015, 13:59 Uhr

„… so wie du fernsiehst, schallt es aus der kahlen Seele.“
22. Juli 2015, 14:45:31 Uhr

„… die Bankenwelt um Schu_dangebote zu prellen; und damit Wegbe(gl)_eiter für eine digitale Credit-wirtschaft ebnen ohne Lei_zinssätze oder gar Börsenschwankungen; stattdessen verwünsche ich mir ein geringeres Anlagerisiko herbei, das keinen sozialen Orakeln unterwürfig ist. Nur zu leicht, kann man Schulden umschulden, und sich so die Unschuld der Sparer zu Eigen machen. Schon wieder, wiedermal widerlicher geht es kaum. Eines, nur das nicht ertragen zu müssen: ersticken an der Kohlenscheffelei. Wann gibt es endlich Aufklärung; nur die hilft, Aufsichtsbehörden wären mit Credit-Wirtschaft völlig uberfordert. Und solche Gesetzestücken brauchen wir erst recht nicht, so unrecht es die funkelnden Dollaraugen vor Schmerzen reiben mag.“
22. Juli 2015, 19:05 Uhr

„… anders als in Büchern, überlassen wir den User-Teilchen doch mal den Interpretationsspielraum – liken statt lesen?“
22. Juli 2015, 19:06 Uhr

„… manchmal eine Unverfrorenheit, gegen die es noch keine App-Strafung gibt, zurzeit gilt sie lediglich als Kavaliers_elikt.“
22. Juli 2015, 22:13 Uhr

…, den Datenschutt unter Datenschmutz zu stellen, da Datenerschütterungen nicht helfen.“
22. Juli 2015, 22:14 Uhr

„… b.w. (bitte werben).“
22. Juli 2015, 22:15 Uhr

„…, wenn es Zeit ist, mit Empfählungen zu ubertreiben; Stichwort: Gemeiner Astroturf.“
22. Juli 2015, 22:16 Uhr

„…, sobald man es aktiviert hat, ist es nie wieder rückgängig zu machen. Auch ohne Mithilfe werden Daten an Dritte und nähere Bekannte ubertragen, verscherbelt, verschachert oder einfach nur vererbt, zu unserem Verderben. Man will uns aber weißermachen, das sich Inhalteangebote dadurch verwässern, äh verbessern lassen.“
22. Juli 2015, 22:17 Uhr

„…, den Wald vor lauten Bildern nicht mehr sehen können. Bitte Bild, bleib‘ doch weg von mir. Worte von Dir brauch‘ ich erst recht nicht zu lesen oder vertonen lassen. Stattdessen gönn‘ ich mir, hin und wieder, die gute alte BILD, sozusagen, kann man Kritik drehen oder wenden wie man will; auch ach so am Rande, oberflächlich, sozusagen.“
22. Juli 2015, 22:22 Uhr

„… einfach, auf etwas zu vertrauen, was doch so nah, aber doch nicht fern dran genug ist. Auch für Datenunfälle sollte man im Vorfeld Vorsorge treffen.“
22. Juli 2015, 22:23 Uhr

von Jens T. Hinrichs

No. 7 // Social Media ist …! von Jens T. Hinrichs

Social Media ist …!

„… die gespaltene Persönlichkeit dank Profilierung!“
6. Juli 2015, 13:41 Uhr

„… alles besingen und nicht besinnen, bis zum Kotzen äh zum Trotze.
6. Juli 2015, 13:45 Uhr

„… gemeines Verlangen nach einem Internet-Caddy-Check.
6. Juli 2015, 13:46 Uhr

von Jens T. Hinrichs

No. 7 // Social Media ist …! von Jens T. Hinrichs

Social Media ist …!

„…, die IP-Telefonie macht Deine IP-Adresse zum zweiten Wohnsitz.
2. Juli 2015, 0:55 Uhr

„…, wer möchte schon mit ansehen wie die eigene Echtzeit abläuft. Um sie leichter zu ertragen, braucht man nur eine App am Handgelenk zu (er)tragen.
2. Juli 2015, 1:41 Uhr

„… vollkommen, sobald wir für den B_reitbandausbau nach Strom_t_r_assen verlangen.
2. Juli 2015, 13:44 Uhr

von Jens T. Hinrichs

No. 7 // Social Media ist …! von Jens T. Hinrichs

Social Media ist …!

… auch der Nonsens aus der gläsernen Reportagenkiste! Die Ergebnisse werden durch die Tatsache verfälscht, dass der Propand weiß, dass er „ausspioniert“ wird. Man sollte dagegen häufiger simulieren, mit welcher Proportionalität Daten gesammelt werden müssen, um daraus repräsentative Aussagen verdichten zu können und mit welchen Methoden dies geschieht. Die gläserne Reportagenkiste könnte sich von der Vorratsdatenspeicherung eine Scheibe abschneiden oder lebt die Unterhaltung bereits davon.  Fatal an 24/7 Feldstudien ist letzten Endes auch der Einzelfall, der durch ein Einzelfall entkräftet werden kann. Unterm Strich verdient das Anschauungsbeispiel eine 08/15 und trifft wieder mal damit den sozialen Querschnitt des Fernsehzuschauers, der wahrscheinlich nicht einmal die einschlägigen, sozialen Brennpunkte des Internets kennt, die uns als Nutzer angreifbar machen. Mal abgesehen von der Tatsache, dass vielen Menschen nicht bewusst ist, dass ihnen  – ohne weiteres hinzutun – bereits ein Cyberort sicher ist. Fragt mal euren Nachbarn, eure Mitschüler oder Urlaubsbekanntschaften. Ihr werdet überrascht sein. Prekärer wird die Lage des Einzelnen noch, wenn er noch nie im Internet gewesen ist – auch diese Menschen haben ein Recht auf Privatsphäre und das Recht am eigenen Bild. Gläserner Kiste hin oder her, einen neuen „Big Brother“-Unterhaltungsmehrwert brauchen wir nicht. Mal abgesehen davon, finde ich Schleichwerbung zum Kotzen. Schon gut, das ist mein galileisches Weltbild.
22. Juli 2014, 0:36:12 Uhr

von Jens T. Hinrichs