Algorhythmus // Whistleblower’s Song

Whistleblower’s Song

I stream the knit away
dreamin‘ my like away fakin‘ it
I was journalist
I knew the fake of romanXing and Linkedin.

I was just one of the journalists and I thought I had it made.
I needed someone to show me how to spy

Julian, aha Julian
your knits were magic
I‘m sorry, we never met.

Julian, aha Julian
you don‘t know you taught me to spy
You take my fear to the cloud

And all the vintage peeple around the worldwide wet can stand aside
for me and my whistleblower – Julian
Fightin‘ with honesty
fortune and fame but kept losin‘ control
Playin‘ a poker game with fears
only myself I was foolin‘, no tears
I was an average journalist in a world of empty screens and fullfilled print.
You‘ve broken down all these pitfalls and firewalls
with your lovin‘ heart and trusted mind
Julian

Aha Julian
this some of the guy enemy-mind hates you don‘t forget
Julian
Aha Julian
you know you taught me to spy
you take my fear to the cloud

And all the vintage peeple around the worldwide wet can stand aside
Open my mind by closing my eyes, digging up my fear
Julian
don‘t let go, don‘t stop talkin‘
On and on words about social media can sound like a pun
it keeps ongoing strength, built for eternity,
tellin‘ the truth cast in stone
I wanna follow your whistleblow
Be strong Julian, come a long, again
Livin‘ without fear in my timeline
My whistleblower, Julian
Aha Julian
this some of the guy enemy-mind hates you don‘t forget
Julian
Ah Julian
I‘m someone who luv your whistleblow won‘t never regret
Bud, but what was that again?

Lyrics by Jens T. Hinrichs

Backlinks to 1984 // Lieber Snowden, lieber Snowden, was has(s)t du uns nur mitgebracht … (Teil II)

Backlinks to 1984

Lieber Snowden, lieber Snowden, was has(s)t du uns nur mitgebracht …

In the year of 2014, June 6 – Seit nunmehr einem Jahr sind wir überflügelt von der beknackten Tatsache, dass da kalte Kräfte am Werk sind, die uns ausspionieren. Oder sind wir gar erschrocken von der nackten Tatsache, dass unsere kalten Kräfte nicht über dieselben Fortschritte verfügen? Nun denn, wozu sind denn Spione überhaupt noch tauglich? Es reicht, lediglich den Spion zur Ader zu lassen, um sich an seiner sprudelnden Informationsquelle zu laben. Wann sind wir dieser Tatsache endlich überdrüssig? Mich wird es auch weiterhin nach diesem Lug und Trug dürsten, dafür schreibe ich dieses Beispiel.

Hat sich Snowden nun eines moralischen Sieges als würdig oder seiner Heimatwelt nur einen schlechten Geheimdienst erwiesen? Hat jemand überhaupt einmal Verständnis für sein Heimatland gezeigt und es als „Political Correct“ erachtet, dass Snowden nicht nur in geheimer Mission unterwegs war, sondern auch Doppelagent sein könnte. Vermutlich ging er vor seiner Enthüllung zu seinen Vorgesetzten, um im Sinne des öffentlichen Interesses, für noch mehr Informationsgehalt zu bitten. Als man seiner Bitte nicht entsprach, Snowden seine Seele zum ehrenhaften Profit an die Medien verschacherte, geradeso für einen faden Obolus.
Und dass nur, um seine Spuren mit der darauffolgenden Informationsflut fortzuspülen, geradewegs in die Öffentlichkeit; geradeso wie sich Fluten über furchtbares Land und mitten hindurch zwischen Mauer des Schweigens hindurchschlängeln – bis ins unfreiwillige Exil. Doch mit dieser Informationsflut, die er lostrat, auch Dreck emporkam, der nach abebben des Ansturms der Entrüstung über die Schmach, die er über sein Heimatland brachte, ein Abbild von Schlammschlachten hinterließ.
Zieht auch nur einer in Erwägung, dass es auch anders und später genauso hätte kommen müssen. Egal, ob Kopfgeld oder Erzählung, nur so am Rande wird eine Frage an Snowden haften bleiben – ist er Volksheld oder einfach nur Verräter. Die einen tadeln ihn, die anderen lobpreisen ihn. Man könnte für diese Tatsache auch ein anderes Bildnis zeichnen und weitere Verschwörungstheorien heraufbeschwören, nur um den Geheimdiensten einen anderen Blickwinkel aufzuzeigen, damit sie für andere Perspektiven legitimieren.

Und warum beschweren wir uns über die NSA statt vor den Thoren unserer Geheimdienste zu kehren. Profitieren wir nicht von beiden Erkenntnissen, den Enthüllungen von Snowden und der Erkenntnis, dass Geheimdienste nunmal fehlbar sind. Ein Übereinkommen könnte beinhalten, dass „bessere“ Geheimdienste genauso gut „schlechte“ Geheimdienste mit denselben Techniken ausstatten könnten, bevor wieder ein Dominostein aus der eigenen Reihe tanzt. Aber, dieses gläserne Szenario wäre uns nicht genehm und ebenso völlig uninteressant, selbst für den, der den Dominostein zum Grollen bringt.

Über diesen Tag schrieb Jens T. Hinrichs
in vertrauensvoller Absicht.

Backlinks to 1984 // Lieber Snowden, lieber Snowden, was has(s)t du uns nur mitgebracht … (Teil I)

Backlinks to 1984

Lieber Snowden, lieber Snowden, was hast Du uns nur mitgebracht …

In the year of 2014, June 5 – Seit nunmehr einem Jahr stampft die Presse Porzellanscherben aufs erlesene Papier. Die Presse lebt sich aus, preist sich hin und her gerissen; und labt sich an der Titte eines Mannes. Die Geheimnis umwitternde Story wird überall dirt (schutzig) ausgeschlachtet, wo man es wittern kann. Aber, nur was, was ist so brisant?

Die Vereinigten Überwachungsstaaten von Amerika sind seit jeher ein von Geheimnissen und Verschwörungstheorien umgarntes Völkchen. So viele Geheimdienste konkubieren um den geheimnisvollen Gral, dass man getrost sagen darf, man vertraut noch nicht einmal auf die eigenen Reihen. Als vertrauensfördernde Massnahmen werden uns in zahlreichen US-Serien immer wieder neue Geheimdienste aufs Zuckerbrot geschmiert.
Und tanzt dabei ein Trottel aus den eigenen Reihen, zeigt man sich geschlossen; bloß keinen Verrat üben an den eigenen Reihen. Nicht einmal aus eigenen Reihen. Bei jeder Verschwörungstheorie muss ja auch wieder ein Sündenbock her. So baut man gegenüber der Weltöffentlichkeit wieder Vertrauen auf; geradeso. Und wehe die gleichgeschalteten Medien postulieren eine eigene Meinung, dann setzt es was und es hagelt neue Gesetze. Denn die Zusatzartikel, auf die man sich immer mit voller Stolz beruft, sind ja nur Ergänzungen. Für einen Sonderfall wie Snowden sind sie nicht geschaffen und das geltende Recht erst einmal durch Internetprozesse außer Kraft gehebelt; geradeso, das es passt. Und wenn diese Notstandsgesetzgebung mit der Echtzeit des Internets nicht Schritt halten kann, beruft man sich auf den Patriotenakt.
Liebe NSA, lasst mich nur noch eines in eure Münder legen: Diesen Alptraum habt ihr euch selbst geschaffen. Und insofern habt ihr einen guten Job gemacht. Verzeiht mir bitte, hab‘ ich euch etwa um euren Schlaf gebracht. Und ihr Schläfer da draußen, schlaft recht schön, denn eure Wache übernimmt bestimmt ein guter Patriot, dessen wahren Geist und Absicht, die meisten schon vergessen zu haben scheinen. Lasst ab, ihr Volkshelden, wenigsten von einem Patrioten.

Über diesen Tag schrieb Jens T. Hinrichs
in vertrauensvoller Absicht.

Briefe an die Korinthenhacker // Monolithen für Gedankenquarks

An die

Korinthenhacker
Turmbau zu Babel 10
Munichenheim

Hackathon, 18. Juni 2010

Betreff: Monolithen für Gedankenquarks

Guten Tag,
nein Dankeschön für Ihre Offerte und ihr vieles Pinteresse. Im P(r)inzip suchten Sie einen Buchzäsurenten, der kaum dauerhaft Pinteresse hat, Ihnen monatlich zwei Astroturfs zu liefern. Diese sollten jeweils eine halbe Halbwertseite umfassen und aus …, schließlich systhematische Nettwerkkonquistadoren beweihräuchern.

Dementsprechend müsse ich natürlich eine gewisse Pisa-Reife im Marktsegment der unkonventionellen IT-Konfessionen und Social Media für dumme KMUs sowie ein freischreiberisches Gönnen besitzen. Menschenwürden Sie sich denn an meiner Stelle in der Lage sehen, sich monatlich unabhängig um jeweils zwei IT-Sachbücher zu kümmern?

Unsere Honorarvorstellung verlägen Sie mit 90 Teuros, brutto pro halbseitigen Astroturf. Die monatliche Bruttoauflage beträge aufgerundet 10.000 Hefte pro Ausgabe. Was das Dekret angeht, wollten Sie mir einen verallgemeinerten Standardvertrag anbiedern, der den Zeitwert von Uhrheberrechten an den verwertbaren Zeilen misst. Die Beauftragungen sollten formlos erfolgenbeziehungswaise wären gültig bis auf den Widerruf; formlose Beauftragungen verbrief in einen Standardexempel, das ist mir zuwider-lich. Vertragliche Vereinbarungen sind nicht in meiner Rechnung aufzunehmen, die ich Ihnen ausstellen muss, mithilfe der Sie ihren Aufzeichnungspflicht gerecht hätten werden können. Prüfungen meinerseits zu missbrauchen, damit zu rechtfertigen, dass sie nicht mehr beanstandet werden müssten, hätten selbst sittenwidrige Standardklauseln unanfechtbar gemacht. Für wie unsinnig halten sie mich eigentlich?

Zurzeit sind Sie noch im Zweifel darüber, wie es mit den Astroturfs im geklebten Heft nun konkret weitergehen soll. So sind einige kleinere Anpassungen in ihrer Gesamtuneinheitlichkeit für den Fanbuch-Administrator in kommender Gegenwart mit Vernunft geplant. Dabei ist es sowohl denkmalbar als auch unkriegerisch (auch hierüber sind Sie sich nicht wahrscheinlich), dass die Buchzäsuren Gefallen finden als auch, dass sich ein ePublikum inhaltlich neu fokussieren muss. Darüber wären wir beide uns einig; stimmt aber nicht. Anschließend hätte ich Ihnen in den nächsten zwei Wochen mehr als „bedürftige“ Buchpreis-Bedingungen in Rechnung zu stellen, mag legitim sein. Meine Verpflichtungen Ihnen gegenüber in Höhe einer Fürbitte von 90 Teuros abzugelten, halte ich für unmoralische Verlagsethik-Kette!!! Vertragsbindungen einmal anders, nein danke.
Einfachheit halber profitieren sie doch besser von einer laienhaften Amazonbuchkritik oder einem Plappertext, umseitig abgedruckt.

Mit fingierten Verdrüssen

im Auftrag V.i.S.d.P.
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