Die Straße der Autopiloten // Auf Kreuzfahrt

Geschichten vom Herrn Hinrichs

Die Straße der Autopiloten // Auf Kreuzfahrt

von Johann Gottstein

Herr H. steht an der Reling. Er spricht mit seinem Chronometer. Geradeso konnte er noch die letzten Kotzbrocken herunterwürgen. Und betet für ein Wecke Interesse: „Haben sie die Pille vergessen, Herr H.“. Kaum eine Stunde später rauscht aus weiter Ferne eine to-post-Drohne heran, on board seine Pillen gegen Seekrankheit und das kommentierte Zeitungsabo von der Allgemeinen für Deutschland, auf das Herr H. während seiner Kreuzfahrt nicht Verzicht üben wollte. Gut, dass er die goldene SIM-Karte von Amazon Prime seinen Besitz nennen darf. Soeben wurde Herr H. für sein Engagement mit dem Platin-Status ausgezeichnet. „Eines Tages, so werde ich es versprechen, wird man nur noch an seinem Unvermögen gemessen“, schrie Herr H. aufs offene MEHR hinaus. Er denkt fortschrittlich, den Rückschritt zum Tauschhandel gäbe es ja schon – harte Währung gegen virtuelle Bitcoins.

Backlinks to 1984 // Rätsel um Bitcoin-Erfinder gehackt – Ist er es oder ist er es nicht?

Backlinks to 1984

Rätsel um Bitcoin-Erfinder gehackt – Ist er es oder ist er es nicht?

In the year of 2016, May 7th – Es wäre die größte Entschlüsselung des Internets, ja sogar der größte Clou der freien Welt. Craig Steven Wright, ein Homo Socio Oeconomicus par excellence, wie er „im Internet steht“ und seit 2008 den Planeten Google betreten hat, lässt sich vom öffentlich-rechtlichen Sender BBC und der Zeitschrift The Economist als Bitcoin-Erfinder chauffieren.
Bis dato tauchte er nur als Pseudonym Satoshi Nakamoto auf oder unter. Sein Bitcoin-Vermögen liegt im einstelligen Millionenbereich. In den vergangenen Tagen sickerten vermeintliche „erste“ Hinweise auf dem Blog-Portal Reddit durch, dass es sich beim Erfinder um den aus Australien stammenden Computerexperten handeln würde. Zuletzt im Dezember als Satoshi Nakamoto ankündigte, er würde eine Bank für den Bitcoin planen.
The Economist schrieb “But on May 5th he wrote on his blog that he did not have the strength to continue trying to prove his identity, prompting most to add his name to the long list of false leads in the hunt for Mr Nakamoto.“, was grob so viel heißt, er wolle nicht immer wieder versuchen seine Identität zu bestätigen, nur um sich in die lange Liste derer einzureihen, die man für Mr. Nakamoto hält.
Mag schon sein, dass er deshalb die Öffentlichkeit so lange mied, aber irgendwann müsse er es tun, um die Sache ein für alle mal klarzustellen.
The Economist zweifelt jedoch an der Echtheit der Enthüllung und betitelt „Wrights wrongs“ und schreibt noch von ANOTHER; berechtigterweise, da ihm noch niemand persönlich begegnet ist. Im April 2011 hieß es noch, Nakamoto wolle sich mit anderen Dingen beschäftigen. Selbst Newsweek hatte im Jahr 2014 angebliche Enthüllungen dementierten müssen. Andere wiederum fänden es plausibel, dass ein ganzes Team dahinterstecken könnte.
Der Bitcoin war vermutlich als stiller Aufschrei und Protest auf die Finanzkrise entworfen worden. Hatte die Finanzkrise dem vermeintlichen Erfinder etwa schlaflose Nächte bereitet, dass er sich zähneknirschend im Bett wälzen musste, hin und her gerissen von einer digitale Währung – oder sollte man besser sagen, grenzenloses Wechselgeld? Mythen ranken sich, auch jetzt noch.
Ein tatsächliches Outing könnte Ungeliebte auf den Plan rufen, vor der sich Bitcoin-Millionäre mit einem Pseudonym leichter verbergen können oder wollen: Den Ehefrauen und dem Fiskus.

Cyberfunkr schrieb über diesen Tag am 10. Mai 2016

Über den Bitcoin
Bitcoins (engl.: digitale Münzen) sind als dezentrales Zahlungssystem auf Basis einer kryptografische Geldeinheit – von Staaten, Zentralbanken und anderen Finanzinstituten unabhängige Währung – aufzufassen. Bitcoins werden mithilfe einer OpenSource-Software und eines spezifischen Internet-Protokolls auf Heimcomputer über mobile Onlinedienste oder Webserver („Bitcoin Core“) generiert. Teilnehmen kann jeder mit einem Internet-Zugang. Alle Transaktionen werden im Peer-to-Peer-Netzwerk aufgebaut und mithilfe von Protokollen verschlüsselt. Die Bitcoin-Lösung verspricht anonyme Transaktionen.
Das Guthaben muss zu Beginn erst einmal „aufgeladen“ werden, also zunächst in einer realen Währung gekauft werden. Maximal sollen weltweit nicht mehr als 21 Millionen Bitcoins generiert werden können. Im Jahr 2008 wurde der Bitcoin erstmals in einem White Paper von Satoshi Nakamoto beschrieben.

Quellennachweis:
1) Seite „Bitcoin“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 7. Mai 2016, 15:15 UTC. URL:https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bitcoin&oldid=154171452 (Abgerufen: 10. Mai 2016, 09:41 UTC)
2) The Economist online, May 7th 2016, „Wright’s wrongs“ from the print edition: Finance and ecomomics http://www.economist.com/news/finance-and-economics/21698294-quest-find-satoshi-nakamoto-continues-wrightu2019s-wrongs
3) The long search for Satoshi Nakamoto,May 2nd 2016, http://www.bbc.com/news/technology-36168864

Welle 2.0 / User-Wordschatz / Flatline

Welle 2.0 User-Wordschatz

Flatline

Wellish Grenzwert der Interaktion eines Menschen im Internet tendiert gegen null (klinischer Profilkollaps). Die Verweildauer eines Unique-Visitors liegt nahezu bei null (Höchste Downtime-Rate). Kein Zustand infolge pathologischer Internetsucht bei dem nur noch Delphibrillatoren bzw. Defibrillatoren (Schockgeber: Flat-Rate, Delphi-Apps, „IT“-Clowns, Ice Water Boarding Challenges) helfen. Tendiert der Grenzwert der Interaktion gegen Null, dann ist der Patient zwar „trocken“, aber nicht geheilt. Mitunter ein Zustand, den sich soziale Netzwerke nicht wünschen und immer wieder den Versuch unternehmen, den Patienten bzw. das Profil zu reinkarnieren. recorded: 7. Januar 2016, 0:07 Uhr

Welle 2.0 / User-Wordschatz / Feeport

Welle 2.0 User-Wordschatz

Feeport

Wellish Satyrisch-Übersetzung: Implementierte Gebühren-, Steuer- oder Bezahl- oder Abgabenschnittstelle. Überall dort anzutreffen, wo Finanztechnologien (FinTec) oder ePayment-Mythoden Einzug halten. Siehe auch Instinct Particle “The Coming Collapse“ vom 24. September 2015. Im Zuge der grenzüberschreitenden Besteuerung und zahlreicher Start-Ups/-Apps wie Groupon, Square, SumUp, Paypal u.s.w. hat die Bedeutung dieses Begriffes noch zugenommen. Der Nutzer soll gezielt überfordert werden, womit er künftig bezahlen will oder welchen Zinssatz für Konsumentenkredite er zu zahlen bereit ist. recorded: 6. Januar 2016, 18:33 Uhr

The Coming Collapse

Last night I found out something weird to let you know.
FinTech has gotten dangerously close.
Right now, we‘re literally one step from having banks knock down our screens.
Almost all the steps leading to FinTech are now completed.
All it takes is an App to ignite the disaster.
Now, if naked sales and grabbing for Big Data weren‘t enough,
FinTech will really make your blood freeze.
Everything‘s been planned and implemented in your banking account or tax declaration
with banking charges and its services.
FinTech forced you to build a niche for them.
Possibly to give them a tool to hack your account.
And here‘s the result: Loosing bank secrecy and private sphere.
So don‘t miss the warning before it might be too late for you and your money.
Bank‘s done a lot of stupid investments so far, but FinTech will only be the tip.
Found governments the best financial place
to convert camouflaged inflation and create balanced budgets.
Everyone‘s been trying hard to earn his money and keep it from tax and auditing.
But here‘s another warning: The effects of FinTech‘s actions will hit you – sooner or later.
And who will have to pay for this betrayal – you, with your money.
And FinTech will hit you life nothing you‘ve ever seen before.
From the moment on FinTech come to light there‘s no protection against.
This morning I found out, it was a dream.