Die Straße der Autopiloten // Auf Kreuzfahrt

Geschichten vom Herrn Hinrichs

Die Straße der Autopiloten // Auf Kreuzfahrt

von Johann Gottstein

Herr H. steht an der Reling. Er spricht mit seinem Chronometer. Geradeso konnte er noch die letzten Kotzbrocken herunterwürgen. Und betet für ein Wecke Interesse: „Haben sie die Pille vergessen, Herr H.“. Kaum eine Stunde später rauscht aus weiter Ferne eine to-post-Drohne heran, on board seine Pillen gegen Seekrankheit und das kommentierte Zeitungsabo von der Allgemeinen für Deutschland, auf das Herr H. während seiner Kreuzfahrt nicht Verzicht üben wollte. Gut, dass er die goldene SIM-Karte von Amazon Prime seinen Besitz nennen darf. Soeben wurde Herr H. für sein Engagement mit dem Platin-Status ausgezeichnet. „Eines Tages, so werde ich es versprechen, wird man nur noch an seinem Unvermögen gemessen“, schrie Herr H. aufs offene MEHR hinaus. Er denkt fortschrittlich, den Rückschritt zum Tauschhandel gäbe es ja schon – harte Währung gegen virtuelle Bitcoins.

No. 5 // Social Media ist …! von Jens T. Hinrichs

Social Media ist …!

„… das Wehklagen über die eigenen Innovationen von Lieferheros, weil ihre noch impotenten Drohnen in manchen Ländern das NachSehen haben, die meisten sind sogar mit einem blinden Handycap gesegnet und können nicht einmal ihre Umwelt erkennen. Und müssen die Evolution genauso nachvollziehen wie der Mensch. Um die eigene Evolution begreifen zu können, sich nunmal Forscher damit auseinandersetzen müssen.“
Dienstag, 10. Mai 2016, 18:00 Uhr

von Jens T. Hinrichs

No. 4 // Social Media ist …! von Jens T. Hinrichs

Social Media ist …!

„… das Selfie, das ich nun auch mit nem Bluefinger machen kann. Freihändig geht dieses Social Media nicht, denn worin halte ich das Handy, richtig, mit der anderen Hand. Das ist Drahtlosigkeit in seiner pursten Appartigkeit! Und wieder einmal der Beweis wie appgesteuert die Menschheit heutzutage ist.“
Dienstag, 26. April 2016, 19:35 Uhr

„… der Fluch der Phoenix-Asche. Drohnen können nun auch no-flight-Zonen erkennen. Wo kann ich meine Privatsphäre als no-go-Area anmelden. Wahrscheinlich brauch‘ ich auch eine Erlaubnis, um Drohnen abzuschießen. Eine no-flight-Zone soll man ja eigentlich nicht erkennnen, das kann man allerdings, sobald die Drohne vor einer unsichtbaren Barriere halt macht. Warum gibt es keine Identifizierungskennzeichnungen wie bei Raumschiff Enterprise. Wer sich nicht identifiziert oder was sich nicht identifizieren lässt wird abgeschossen. Mal sehn‘ wie viel Zeit Drohnen für das Erlangen kognitiver Fertigkeiten benötigen und wie oft man eine Drohne abschießen muss, bis sie diese Fertigkeiten erlangt. Nur vorschnell vorstellbar, haha!“
Dienstag, 26. April 2016, 19:43 Uhr

von Jens T. Hinrichs

Welle 2.0 / User-Wordschatz / Drohnengebärden

Welle 2.0 User-Wordschatz

Drohnengebärden

NOUN. Sinnestäuschung; die Manie, das unbemannte Flugobjekte den Alltag verschönern. In der Schattenwelt des Überalls auch als „Dunkle Bedrohnung“ bezeichnet. Krankheitsbild aus der pathologischen Internetsucht. recorded: 6. Januar 2016, 22:36 Uhr

Welle 2.0 / User-Wordschatz / pathologische Internetsucht

Welle 2.0 User-Wordschatz

pathologische Internetsucht

Fälschlicherweise und undifferenziert als Online- oder Internetsucht verallgemeinert.
Satyrische Übersetzung: Gefangensein (engl. LIS, locked-in syndrom) im Internet; Wellish: logged-internet syndrom
Identifizierung: Man versucht zunächst eine dysfunktionale Störung (zum Beispiel: Ruhelosigkeit, Konzentrationsstörung, Depression) auszumachen, die die Realbeziehung zwischen dem Betroffenen und seinem sozialen/familiären Umfeld beeinträchtigt. Was geschieht, sobald das Suchtmittel entzogen wird und wenn der Betroffene in der Ausübung seines „Computeralltags“ empfindlich gestört wird, wird entscheidende Hinweise für die Diagnose liefern. Verstärkende Wirkung kann das soziale Umfeld des Heranwachsenden haben. Manchmal spricht sogar eine genetische Veranlagung dafür, die dazu führt, dass der Betroffene auf sensible Reize plötzlich mit Aggression reagiert.
Siehe auch Instinct Particle „Gefangensein im Internet“ vom 14. Februar 2014

Symptome und begünstigende Umwelteinflüsse / Indizien aus der Sozioökonomie von Jens T. Hinrichs:

– empirisch nicht belegt –

  • au.to.play / au.to.pilot
  • Digitalis
  • Drohnen gebärden
  • Flatline
  • Inkogni.to.d
  • iPotenz
  • IPS – Internet-Parkingsson-Syndrom
  • Klaut Kompudding
  • Klebtomanie
  • passiver Daumen
  • Phonophobia / Handycapp
  • Profilneurosen
  • SMS – Sensomotorisches Medienstarre-Syndrom
  • Suchtmaschine
  • Tablet(ten)-Sucht
  • WANsinn
  • recorded: 6. Januar 2016, 21:29 Uhr

    No. 11 // Social Media ist …! von Jens T. Hinrichs

    Social Media ist …!

    „… unvollkommen, sobald die Straße nur noch voller Autopiloten und mobiler Zuhälter ist und Drohnen Abgase per Post verteilen.“
    Samstag, 14. November 2015, 19:23 Uhr

    „… unvollkommen, sobald soziale Netzwerke Sozialdienste anbieten, denn auch hier gibt es jede Menge an Daten zu generieren. Das versteht man also unter Medizintechnik!“
    Samstag, 14. November 2015, 19:28 Uhr

    „… vollkommen, sobald mobiles Geld via Maschine gewaschen äh geschaffen wird. Mir derart Gedanken zu machen ist geradezu kriminell.“
    Samstag, 14. November 2015, 19:33 Uhr

    von Jens T. Hinrichs

    Backlinks to 1984 // Nerds auf Hoverboards

    Backlinks to 1984

    Nerds auf Hoverboards

    In the year of 2015, October 21– Marty McFly, gespielt von Michael J. Fox, hebt in der Sci-Fi-Komödie „Zurück in die Zukunft II“ aus dem Jahr 1989 auf einem Hoverboard ab. Seither kommen Nerds nicht mehr aus der Traumwelt heraus. Sie machen sich das Hacken von Mythen zur Lebensaufgabe, wollen Teil der Lösung dieses Rätsels sein. Einige Nerds haben sich wagemutig herangewagt und sind der Wirklichkeit einem Schritt nähergekommen.

    Manche Nerds versuchen es mit Magnetfeldern, um mit den Hoverboards große Lasten zu heben. Durch Selbstinduktion werden auf den leitenden, zumeist metallenen Oberflächen, gleich starke Magnetfelder aufgebaut. Beide Felder müssen einander abstoßen, damit das Hoverboard, nach dem Prinzip des Lenz‘sches Gesetz, schwebt.
    Andere Nerds versuchen es mit senkrecht startenden Turbinen oder Propellern.
    Erste Testflüge über Wasser scheitern womöglich an der fehlenden Oberflächenspannung des Wasser, da ein zu langer Schwebezustand die Oberflächenspannung aufwirbelt, womit der Auftrieb an Intensität verliert. Ein Laie muss sich die Oberfläche wie eine elastische, aber gespannte Folie vorstellen. Auf die Oberfläche wirkende Verwirbelungen verändern den stabilen Molekularzustand des Wassers. Der Schwebezustand kann nur solange aufrechterhalten werden, wie entgegen gerichtete Kräfte synchron bleiben.

    Andere Nerds wiederum könnten es mit einer schwimmenden Plattform versuchen, die mithilfe von Abstandssensoren die kontinuierliche, drahtlose Distanz zum Hoverboard aufrechterhält. Wichtig für die Stabilität ist neben dem Balanceakt des Piloten auch die ruhende Oberfläche. Bei sich-veränderten Neigungswinkeln während des „schwebenden“ Flugs muss sich auch die Ausrichtung von Turbinen oder Propellern automatisch korrigieren.
    Andere Nerds packen einfach Räder dran und haben kommerziellen Erfolg. So ein Hovertrax oder ein Sidekick waren anfangs nur für den Indoor-Bereich geeignet und werden künftig die zivile Elektromobilität für den Nerd entscheidend mit gestalten. Für mich stellt sich allerdings die Frage, worin besteht der Unterschied zwischen Schweben und Fliegen? Außerdem war das größte bisher gebaute Hoverboard, nämlich der Transrapid ein beträchtlicher Flop – zumindest im Land seines geistigen Erfinders.
    Eine geringe Reichweite und die hohen Entwicklungskosten werden alle Hoverboard-Konstruktionen oder Prototypen gemeinsam haben. Die genaue Lösung wird ein von Geheimnissen umwittertes Rätsel bleiben. Letzten Endes will man der Konkurrenz stets einen Schritt voraus sein oder vorauseilen. Nerds scheuen keine Vorlage, schrecken nicht einmal vor … zurück und „klauen“ selbst bei Hollywood.

    Über diesen Tag schrieb Cybrfunkr am 28. April 2016.

    No. 6 // Social Media ist …! von Jens T. Hinrichs

    Social Media ist …!

    „… jede Unmenge an Seiten-Rauben-Spinner, die uns mit einen analphabytischen (Synonym: anaphylaktisch) Schocks torpedieren.“
    25. Juni 2015, 10:58:21 Uhr

    „…, wenn man zukünftig im Onlinegeschäft Erfolg haben will, muss säen und Agrarwirtschaft studieren oder sich das Saatgut patentieren lassen. Und was sollte man tun, wenn ein Appleger (Synonym: Setzlinge) mal aufs falsche Markenfeld gelangt, dann ist Produkthaftung und Rückruf ausgeschlossen, denn die Haftung trägt ein anderer Webseitenerbauer mitsamt seiner Serverfarm. Ansonsten schleifen wir den Webseitenerbauer quermarkenfeldein auf die Datenautobahn, geradewegs in die Hall-of-Fame des Ruins. Irgendwann wird sich die Spreu vom Geiz schon noch trennen.“
    25. Juni 2015, 10:59:32 Uhr

    „…, ich halte Taxi-Apps für uberflüssig. Steig‘ ich aus dem Zug oder aus dem Flugzeug brauche ich doch nur ein paar Schritte laufen. Und brauche ich ein Taxi vor Ort, dann brauche ich die Nummer nur von der Quittung abzulesen. Und auch für die sonnigen Seiten muss ich halt lesen können. Und um ein Taxi zu bestellen, ich nur meinen Mund aufzumachen brauche. Und an der Hotelrezeption kann ich mir einen Vertragsanbieter vorfahren lassen. Aber in Indien kann ich mir das gut vorstellen, da gibt es ja auch fahrende Kasten und in China müssen viele Taxifahrer den Weg auch noch zu Fuß beschreiten. Und in diesen Ländern erreicht man nur ein Patt, statt Motorisierung heißt es Monetisierung. Nasowas, da seid ihr matt.“
    25. Juni 2015, 11:00:25 Uhr

    „…, schonungslose Freihandelsappkommen über alle Grenzen hinweg zu setzen. Warum sollten TTIPs nicht in einer Kunstart und Weisheit funktionieren, was nicht schon TRIMS und TRIPS verpatzt haben.“
    25. Juni 2015, 13:40 Uhr

    „…, teilen tut ja gar nicht weh, aber Verbindungen zu trennen, dagegen schon. Aber buchstäblich kann man nun auch Scheidungsprozessen aus dem Wege gehen. Das heißt dann wohl Ehe-App.“
    25. Juni 2015, 13:49 Uhr

    „…, Euch rechtzeitig appzufangen will gelernt sein, noch bevor ihr über die Maschen, über die ihr stolpert, auf die Klappe fliegt. Man setzt auf den verbrauchten, aber kontrollierten Appsturz.“
    25. Juni 2015, 13:52 Uhr

    „…, wenn man Drohnen dringend nötig hat, weil man zu Satelliten nicht immer den Sichtkontakt hat. Und ein Zeppelin wäre nun wirklich nicht mehr zeitgemäß, böte aber eine ausreichende Werbefläche. Wie wäre es stattdessen mit stationären Wetterballons. Aber eines bleibt unstrittig, Internetblasen, die zerplatzen, können nichts MEHR übertragen; aber solange sie noch interaktiv sind …!“
    25. Juni 2015, 13:55 Uhr

    von Jens T. Hinrichs

    No. 4 // Social Media ist …! von Jens T. Hinrichs

    Social Media ist …!

    „… ein volkswirtschaftliches Axiom, um neue Alibis erfinden: Umsatz rauf, Kosten runter; Produktivitätsfortschritte mit unbezahlten Überstunden vergelten; tarifliche Entgelte nach Vereinbarung; Honorare abrechnen, zu denen man genötigt wird; Journalisten müssen Spenden sammeln, die nicht absetzbar sind; der Konsument muss seine Produkte selbst herstellen, damit andere ihn damit umbewerben, und dass er diese als Produkt in Anspruch nehmen muss usw.“
    15. April 2015, 2:00:23 Uhr

    „…, bald kommen unbemannte Flugobjekte mit Passagieren in meine Funkreichweite, mal sehen, welche unverschlüsselte SSID in Reichweite kommt, mit der ich sie höflich zum Zwischnstopp zwingen kann, denn ich muss unbedingt zum nächsten Drohnenhafen! Und dank dieser Mobilität braucht man vielleicht auch keinen stationären Breitbandausbau mehr.“
    15. April 2015, 2:00:54 Uhr

    von Jens T. Hinrichs