Backlinks to 1984 // Hommage an das ePapyrus

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Eine Hommage an das ePapyrus

In the year of 2053 before Kindle (November 2007) steckten die Bürger von Alexandria ihre berühmte Bibliothek in Brand. Und so waren die wichtigsten Wortschätze, das antike Big Data menschliches Fassungsvermögens bis dahin zusammengetragen, auf immer verloren. Unter den … befanden sich Schriften von …. und wurde von Abertausenden vergessen.

Am 10. Mai 1933 legten keine Analphabeten Bücher in Schutt und Asche. Mit einem Phönix hatten sie nicht gerechnet. Weltweit erinnert die ISBN und hierzulande eine Buchpreisdoktrin an verb(r)annte Werke. Im Internet archive.org und das Projekt Gutenberg. In anderen Teilen der zivilisierten, freien Welt kontaminiert der Kreationismus die Wissenschaft, die Propaganda torpediert die Demokratie. Anderswo geht die konservierte Rezitation vehement runter wie Rizinusöl und ist nicht einmal in Datengold aufzuwiegen.
Mit dem Internet wäre es unmöglich alles Wissen mit einem Streichholz zu verbrennen oder in einem Staatsstreich zu verlieren. Und mithilfe der Cloud besteht keine Gefahr, unseren globalen, intellektuellen Datenbestand in einem Unglück beziehungswaise1) Dislike zu verlieren.
Heutzutage wir der Kummer über verb(r)annte Wortschätze durch innovative Frustrationen ersetzt, die aus dem Unmöglichen resultiert, durch ein MEHR von Halbwissen zu navigieren – „googln“ zu müssen, das in den neu(e)n Jahren, die seit dem Branding des elektronischen Papyrus vergangen sind; angehäuft, aggregiert und synchronisiert wurde.
Das Leidwesen des Homo Socio Oeconomicus mitsamt seiner stereotypischen Sozialcharaktere stammt vermutlich aus seiner Unfähigkeit, alles Gepostete, Rekommentierte, Getwitterte und „Gefälltes“ und sogar Bedrucktes und Beeindrucktes und von vielen als naiv oder wesentlich Betrachtetes zu lesen.

Das vernünftige / künftige Internet bietet (be)zahLose(,) Gelegenheiten unser Wasser / Wissen zu versüssen / vergrössern. Mit anderen Worten: die Überfülle an Informationen verstärkt das U(n)ser Gefühl / „Gefällt, mir!“ der Hilflosigkeit des geschätzten und kultivierten Überfordertseins … wendet sich in Echtzeit an Eingebildete / Halbwissende mitMenschen, Internetgeeks, Jugendsprachler, Anglizismenproduzenten und Linkfabriken im Überall und postuliert: „Kommt, testet und bewertet“ – und im selben Atemzug: „Kommentiert, schrei(b)t, verwässert oder liquidiert und verdient euch Euren IP-Platz in dieser lautlosen Enzyklopädie!“

Diesen Trend kommentierte Jens T. Hinrichs am 29. April 2016.

1) das Wort beziehungswaise steht hier für die Abwertung eines Zusammenhanges

Backlinks to 1984 // Nerds auf Hoverboards

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Nerds auf Hoverboards

In the year of 2015, October 21– Marty McFly, gespielt von Michael J. Fox, hebt in der Sci-Fi-Komödie „Zurück in die Zukunft II“ aus dem Jahr 1989 auf einem Hoverboard ab. Seither kommen Nerds nicht mehr aus der Traumwelt heraus. Sie machen sich das Hacken von Mythen zur Lebensaufgabe, wollen Teil der Lösung dieses Rätsels sein. Einige Nerds haben sich wagemutig herangewagt und sind der Wirklichkeit einem Schritt nähergekommen.

Manche Nerds versuchen es mit Magnetfeldern, um mit den Hoverboards große Lasten zu heben. Durch Selbstinduktion werden auf den leitenden, zumeist metallenen Oberflächen, gleich starke Magnetfelder aufgebaut. Beide Felder müssen einander abstoßen, damit das Hoverboard, nach dem Prinzip des Lenz‘sches Gesetz, schwebt.
Andere Nerds versuchen es mit senkrecht startenden Turbinen oder Propellern.
Erste Testflüge über Wasser scheitern womöglich an der fehlenden Oberflächenspannung des Wasser, da ein zu langer Schwebezustand die Oberflächenspannung aufwirbelt, womit der Auftrieb an Intensität verliert. Ein Laie muss sich die Oberfläche wie eine elastische, aber gespannte Folie vorstellen. Auf die Oberfläche wirkende Verwirbelungen verändern den stabilen Molekularzustand des Wassers. Der Schwebezustand kann nur solange aufrechterhalten werden, wie entgegen gerichtete Kräfte synchron bleiben.

Andere Nerds wiederum könnten es mit einer schwimmenden Plattform versuchen, die mithilfe von Abstandssensoren die kontinuierliche, drahtlose Distanz zum Hoverboard aufrechterhält. Wichtig für die Stabilität ist neben dem Balanceakt des Piloten auch die ruhende Oberfläche. Bei sich-veränderten Neigungswinkeln während des „schwebenden“ Flugs muss sich auch die Ausrichtung von Turbinen oder Propellern automatisch korrigieren.
Andere Nerds packen einfach Räder dran und haben kommerziellen Erfolg. So ein Hovertrax oder ein Sidekick waren anfangs nur für den Indoor-Bereich geeignet und werden künftig die zivile Elektromobilität für den Nerd entscheidend mit gestalten. Für mich stellt sich allerdings die Frage, worin besteht der Unterschied zwischen Schweben und Fliegen? Außerdem war das größte bisher gebaute Hoverboard, nämlich der Transrapid ein beträchtlicher Flop – zumindest im Land seines geistigen Erfinders.
Eine geringe Reichweite und die hohen Entwicklungskosten werden alle Hoverboard-Konstruktionen oder Prototypen gemeinsam haben. Die genaue Lösung wird ein von Geheimnissen umwittertes Rätsel bleiben. Letzten Endes will man der Konkurrenz stets einen Schritt voraus sein oder vorauseilen. Nerds scheuen keine Vorlage, schrecken nicht einmal vor … zurück und „klauen“ selbst bei Hollywood.

Über diesen Tag schrieb Cybrfunkr am 28. April 2016.

Backlinks to 1984 // G is for Genius – Ein Konzern erforscht das MEHR

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G is for Genius – Ein Konzern erforscht das MEHR

In the year 2015, August 11 – Das ABC geht neu in die Geschichtsbücher ein und bildet eine geschlossene Menge an Buchstaben, die sich selbst neu erfinden dürfen. Dieses Konstrukt wird fälschlicherwaise mit der des Mischkonzerns General Electric verglichen; gibt es doch ein passenderes Beispiel, nämlich die Zerschlagung des Konzerns Bell Systems zwischen 1982 bis 1984.
Hatte Google nicht unlängst die Aufmerksamkeit der Wettbewerbshüter auf sich gezogen? Kann es sich so der wachsenden Einflussnahme von Aufsichtsbehörden entziehen und allen Kritikern mitsamt Datenschützern zum Trotze ein Schnippchen schlagen?
Angesichts der Tatsache können viele Google Babys als Alphabet-Killer auf die Finanzplätze dieser Welt losgelassen werden. Gelingt es dem Konzern, dann glückt ihm der wohl fast perfekte Börsengang; nicht auszuschließen wäre zum Beispiel, dass der Suchmaschinenanbieter Google Inc. selbst und auch andere Tochterfirmen noch x-mal erneut an die Börse gehen. Ich wage mal einfach die utopische These.

Mögen Sie Banana-Splitt? Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Ableger mit dem Buchstaben A wie Adsense und Adwords als eigenständige Werbeagenturen unterwegs sein werden und den Werbemarkt erneut aufmischen. Und man vergesse nicht die Neuvermessung aller irdischen und außerirdischen Welten unter einem Kartenbanner. Was die Nachrichtensender nicht auf ihren Navigationsradar hatten, waren das Technologieunternehmen Motorola Solutions, das Businessportal LinkedIn oder die Photogrammetrie-Technologie für 3D.
Noch lachen die vermeintlichen Konkurrenzunternehmen wie Microsoft; allerdings werden sich auch andere Platzhirsche in der Welt von Übermorgen positionieren müssen, spätestens dann, wenn man einmal an die Unternehmensnachfolge der Kindeskinder denkt; sind sie der Welt von Übermorgen gewachsen oder begnügen sie sich mit dem güldenen Löffel oder reiten sie die Hinterlassenschaft ihrer Vorfahren geradewegs in den Appgrund. An einem halte ich aber nach wie vor fest, dass Suchmaschinen zuletzt sterben und nun auch die Topics von A wie Alphabet bis Z wie Zahl in den Internetrankings vereinnahmen.

Über diesen Tag schrieb Jens T. Hinrichs am 11. August 2015

Backlinks to 1984 // Nochmal Glück gehabt – Vom Journalismus in Gewahrsam

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Nochmal Glück gehabt – Vom Journalismus in Gewahrsam

In the year 2015, July 24 – Der Generalbundesanwalt hat ein Vermittlungsproblem mit seinem vorgesetzten Innenminister. Er sieht die Verfassungsfeinde vor lauter Aufgebäumten nicht. Netzrebellen yelpen, dagegen kommentiere ich so:

Es geht doch nicht um die gesellschaftliche Akzeptanz, weil sich das gemeine Volk nur zu gerne einen neuen Verfassungsschutz leisten würde, nur um besser mit ihm interagieren zu können. Vielmehr sollte man sich darauf besinnen, was uns lieber wäre: ein untauglicher Verfassungsschutz, der unterwandert wird oder ein Verfassungsschutz der den Willen hat, sich zum Schutz der Verfassung zu verbessern; was ja letzten Endes auch seine Aufgabe ist, für die er mit Finanzmitteln und neuerdings mit länderübergreifenden Meldepflichten ausgestattet werden sollte. Schluss, sage ich, Schluss mit dieser Informationsverwässerung.

Ist es daher redselig, die Bemühungen per se im Keim zu ersticken oder sie in einer dem Staat dienlichen Propagandawelle zu tauchen. Dagegen sollte man doch besser abwarten, wie sich die neue Organisationsform bewährt, egal mit welchen Inkompetenzen sie einhergeht. Obgleich man den beinahe Inhaftierten zugute heißen muss, dass sie darüber berichteten; hätten sie doch bloß zuvor den untauglichen Verwaltungstrakt von innen heraus unters Endoskop nehmen sollen. Vielleicht dauert es aber auch nicht mehr lange und der Verfassungsschutz bremst sich durch Datenschutzvorschriften selbst aus.
Nur zu gerne hätte ich mir in unserem sozialen Rechtsstaat den einen oder anderen Dissidenten herbeigewisht. Das wäre doch mal eine Schlagzeile wert gewesen. Beide Seiten täten gut daran, es nicht zuzulassen.

Andererseits würde ich aber nicht so weit gehen, die ach so prekären Dokumente als so geheim einzustufen, dass sie eines Landesverrats würdig sind. Noch gleicht das Dokument einem undurchschaubaren Verwaltungsakt, der indes wahrscheinlich schon zum Scheitern verurteilt ist, sobald sich ein verantwortungsvoller Dominostein aus der Reihe schlängelt, weil er die Würde des Menschen nicht zu ertragen bereit oder sein Rückrat einfach zu schmal beschaffen ist; wie ein Streichholz, das trotz Reibungsverlusten entzündlich ist, aber doch sehr schnell unter falscher Handhabung zerbersten muss.

Überall dort, wo der Staat von Bürokratieabbau spricht, er damit seine Informationspflichten gegenüber dem Bürger meint und nicht, sich selbst eine Schlankheitskür zu verpassen. Mir ist dagegen ein wenig wohler zumute, wenn ich weiß, mit was ich es zu tun bekomme und mich nicht überrascht zeige, dass es da draussen Verfassungsschützer gibt, die nicht nur Kaffee trinken.
Derweil lege ich mein Gesuch auf Wiedervorlage; und damit auch die Dokumente und die Berichte, die da und dort in der vermeintlichen Öffentlichkeit zirkulieren – bis wieder einmal die Feder aus mir spricht: Wäre es nicht mal Zeit für einen Dissidenten?

Aka „The Bitch“ Bote schrieb über diesen TAG am 1. August 2015

Backlinks to 1984 // Hello „Usenet“

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Hello „Usenet“

Es ist an der Zeit zu einer philosophischen Diskussion über das Internet ohne Grenzen aufzufordern.
Ort und Zeit: das Internet – würde man meinen.
Dort wo Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft denselben Ort im Zeitraum einnehmen.
Noch kann man meine „Mythologik vom Überall“ nicht begreifen – oder mein Glaubensbekenntnis daran, sondern nur durchsuchen.
Beides erfordert Initiative und kulturellen Austausch.
Aber am besten trifft man sich doch lieber persönlich, nicht wahr.

Bin bald zurück an dieser Stelle.
Jens T. Hinrichs

Backlinks to 1984 // Lieber Snowden, lieber Snowden, was has(s)t du uns nur mitgebracht … (Teil II)

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Lieber Snowden, lieber Snowden, was has(s)t du uns nur mitgebracht …

In the year of 2014, June 6 – Seit nunmehr einem Jahr sind wir überflügelt von der beknackten Tatsache, dass da kalte Kräfte am Werk sind, die uns ausspionieren. Oder sind wir gar erschrocken von der nackten Tatsache, dass unsere kalten Kräfte nicht über dieselben Fortschritte verfügen? Nun denn, wozu sind denn Spione überhaupt noch tauglich? Es reicht, lediglich den Spion zur Ader zu lassen, um sich an seiner sprudelnden Informationsquelle zu laben. Wann sind wir dieser Tatsache endlich überdrüssig? Mich wird es auch weiterhin nach diesem Lug und Trug dürsten, dafür schreibe ich dieses Beispiel.

Hat sich Snowden nun eines moralischen Sieges als würdig oder seiner Heimatwelt nur einen schlechten Geheimdienst erwiesen? Hat jemand überhaupt einmal Verständnis für sein Heimatland gezeigt und es als „Political Correct“ erachtet, dass Snowden nicht nur in geheimer Mission unterwegs war, sondern auch Doppelagent sein könnte. Vermutlich ging er vor seiner Enthüllung zu seinen Vorgesetzten, um im Sinne des öffentlichen Interesses, für noch mehr Informationsgehalt zu bitten. Als man seiner Bitte nicht entsprach, Snowden seine Seele zum ehrenhaften Profit an die Medien verschacherte, geradeso für einen faden Obolus.
Und dass nur, um seine Spuren mit der darauffolgenden Informationsflut fortzuspülen, geradewegs in die Öffentlichkeit; geradeso wie sich Fluten über furchtbares Land und mitten hindurch zwischen Mauer des Schweigens hindurchschlängeln – bis ins unfreiwillige Exil. Doch mit dieser Informationsflut, die er lostrat, auch Dreck emporkam, der nach abebben des Ansturms der Entrüstung über die Schmach, die er über sein Heimatland brachte, ein Abbild von Schlammschlachten hinterließ.
Zieht auch nur einer in Erwägung, dass es auch anders und später genauso hätte kommen müssen. Egal, ob Kopfgeld oder Erzählung, nur so am Rande wird eine Frage an Snowden haften bleiben – ist er Volksheld oder einfach nur Verräter. Die einen tadeln ihn, die anderen lobpreisen ihn. Man könnte für diese Tatsache auch ein anderes Bildnis zeichnen und weitere Verschwörungstheorien heraufbeschwören, nur um den Geheimdiensten einen anderen Blickwinkel aufzuzeigen, damit sie für andere Perspektiven legitimieren.

Und warum beschweren wir uns über die NSA statt vor den Thoren unserer Geheimdienste zu kehren. Profitieren wir nicht von beiden Erkenntnissen, den Enthüllungen von Snowden und der Erkenntnis, dass Geheimdienste nunmal fehlbar sind. Ein Übereinkommen könnte beinhalten, dass „bessere“ Geheimdienste genauso gut „schlechte“ Geheimdienste mit denselben Techniken ausstatten könnten, bevor wieder ein Dominostein aus der eigenen Reihe tanzt. Aber, dieses gläserne Szenario wäre uns nicht genehm und ebenso völlig uninteressant, selbst für den, der den Dominostein zum Grollen bringt.

Über diesen Tag schrieb Jens T. Hinrichs
in vertrauensvoller Absicht.

Backlinks to 1984 // Lieber Snowden, lieber Snowden, was has(s)t du uns nur mitgebracht … (Teil I)

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Lieber Snowden, lieber Snowden, was hast Du uns nur mitgebracht …

In the year of 2014, June 5 – Seit nunmehr einem Jahr stampft die Presse Porzellanscherben aufs erlesene Papier. Die Presse lebt sich aus, preist sich hin und her gerissen; und labt sich an der Titte eines Mannes. Die Geheimnis umwitternde Story wird überall dirt (schutzig) ausgeschlachtet, wo man es wittern kann. Aber, nur was, was ist so brisant?

Die Vereinigten Überwachungsstaaten von Amerika sind seit jeher ein von Geheimnissen und Verschwörungstheorien umgarntes Völkchen. So viele Geheimdienste konkubieren um den geheimnisvollen Gral, dass man getrost sagen darf, man vertraut noch nicht einmal auf die eigenen Reihen. Als vertrauensfördernde Massnahmen werden uns in zahlreichen US-Serien immer wieder neue Geheimdienste aufs Zuckerbrot geschmiert.
Und tanzt dabei ein Trottel aus den eigenen Reihen, zeigt man sich geschlossen; bloß keinen Verrat üben an den eigenen Reihen. Nicht einmal aus eigenen Reihen. Bei jeder Verschwörungstheorie muss ja auch wieder ein Sündenbock her. So baut man gegenüber der Weltöffentlichkeit wieder Vertrauen auf; geradeso. Und wehe die gleichgeschalteten Medien postulieren eine eigene Meinung, dann setzt es was und es hagelt neue Gesetze. Denn die Zusatzartikel, auf die man sich immer mit voller Stolz beruft, sind ja nur Ergänzungen. Für einen Sonderfall wie Snowden sind sie nicht geschaffen und das geltende Recht erst einmal durch Internetprozesse außer Kraft gehebelt; geradeso, das es passt. Und wenn diese Notstandsgesetzgebung mit der Echtzeit des Internets nicht Schritt halten kann, beruft man sich auf den Patriotenakt.
Liebe NSA, lasst mich nur noch eines in eure Münder legen: Diesen Alptraum habt ihr euch selbst geschaffen. Und insofern habt ihr einen guten Job gemacht. Verzeiht mir bitte, hab‘ ich euch etwa um euren Schlaf gebracht. Und ihr Schläfer da draußen, schlaft recht schön, denn eure Wache übernimmt bestimmt ein guter Patriot, dessen wahren Geist und Absicht, die meisten schon vergessen zu haben scheinen. Lasst ab, ihr Volkshelden, wenigsten von einem Patrioten.

Über diesen Tag schrieb Jens T. Hinrichs
in vertrauensvoller Absicht.

Backlinks to 1984 // Bring backlinks to 1984 ‑ Die P-Artikel der sozialen Antipathie

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Bring backlinks to 1984 ‑ Die P-Artikel der sozialen Antipathie

Partikel 1

(1)Die Bürde des Menschen im Internet ist antastbarer als seine Würde, die zu verletzen ein Privileg aller anderen ist; was auch eine Bürde ist, die es zu ertragen gilt.
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(3) Die nachfolgenden Partikel binden alle User-Teilchen an unzüchtiges Benehmen, digitale Selbstverstümmelung, Selbststraffreizügigkeit und Urheberrechtsverletzung als unmittelbar geltende Vendetta. Für jene User-Teilchen, die den Absatz (3) Satz 1 befolgen, gilt ebenso diese Vendetta. Die Strafe wird willkürlich durch wenigstens eines der User-Teilchen mittelbar vollzogen.

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Partikel 3

(1) Alle User-Teilchen sind menschlich und im Internet gleich zu behandeln. Zuwiderhandlungen sind legalisierbar. Spuren müssen im Internet verbleiben, sobald sie im Sinne des öffentlichen Interesses sind. Sind User-Teilchen durch einen Löschantrag betroffen, dürfen sie nicht durch einen erneuten Suchmaschineneintrag – egal in welcher Form – gleich lautende Inhalte aufs Neue beleben. Die Wiederbelebung würde dem Löschantrag widersprechen, dessen Widerspruchsfrist bereits abgelaufen ist.
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Partikel 11

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(1) Alle User-Teilchen geniessen Freizügigkeit im Internet und auch darüber hinaus. Die Surf-Geschwindigkeitsbegrenzung kann durch ein Pyramiden-Modell beschränkt sein.
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Partikel 12

(3) Die Zwangsarbeit ist freiwillig, seine Billigung eine Notwendigkeit, dessen Vergütung eine Frage des unwillkürlichen Ermessens. Die Abschaffung der Zwangsarbeit und die Resozialisierung eines User-Teilchens sind nicht beabsichtigt. Die sozialen Netzwerke im Internet wären sonst in ihrer Funktion erheblich geschwächt. Allen ist das unbewusst, aber für alle auch irgendwie selbstverständlich.

Fortsetzung folgt.

Backlinks to 1984 // Lesenswert – FBML Essentials

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Lesenswert: Facebook Markup Language Fundamentals

Das englischsprachige Buch vermittelt ein grundlegendes Verständnis für den Umgang mit der Anwendungsentwicklung auf Basis einer firmen-eigenen Auszeichnungssprache oder mit Hilfe fremder API (Application Programming Interface) für Javascript und PHP.
Für fast jeden Einsatz von Medienformaten, wie Shockwave-Flash (.swf) und GIF-Images werden ausreichend verständliche Anschauungsbeispiele geboten. Die Illustration von Anwendungsbeispielen wird in komplementärer Hinsicht durch die Verwendung nativer Funktionen sinnvoll unterstützt. In diesem Fall handelt es sich bei nativen Funktionen um integrierte Basis-Anwendungen, die Facebook selbst zur Gestaltung von Profilseiten entwickelt hat und seinen Nutzern zur individuellen Gestaltung überlässt.
Der Zugang zur umfangreichen Anwendungsentwicklung wird detailliert beschrieben und steht kostenfrei zur Verfügung. Die Vorbereitungen werden in nur drei Schritten abgeschlossen. Facebook-Anfänger brauchen nur ein wenig mehr Geduld und sollten mit einfachen Applikationen beginnen.
Mit diesem unüblichen Schritten ebnen sie sich den Weg zur viel versprechenden App-Entwicklung: Es wird mit der Installation eines PHP-Skriptes begonnen, für dass ein Webspace erforderlich ist. Bei ihrer späteren Facebook-Applikation handelt es sich, dem Grunde nach, nur um einen Webseiten-Ableger, der anderen Server-Umgebungen anzupassen ist. Dieser Ableger muss jederzeit über ihre Domain-Adresse erreichbar sein.
Es ist nicht erforderlich sämtliche FBML-Befehle vorab zu kennen und anzuwenden. Sie müssen nur wissen, welche Tags und Attribute mit FBML harmonieren. Lassen sie sich nicht entmutigen, sie dürfen in beliebigem Umfang testen. Ziehen sie dafür die Facebook-Testkonsole heran. Die Implementierung auf die Facebook-Umgebung geschieht dann fast von selbst.
Der Autor greift unterschiedlichste Anwendungsfälle auf und verdeutlicht anhand fertiger Applikationen (Top-Down-Ansatz), wann der Einsatz von FBML oder einer API erfolgen sollte. Ihm gelingt es, seine langjährigen Erfahrungen als einer der erfolgreichsten Applikationsentwickler und Social-Media-Berater strukturiert und präzise zu vermitteln.
Machen sie sich auf eine unbewusste Konfrontation gefasst, denn nicht jede Applikationen auf einer Canvas-Seite (der Anwendungsseite als solche) kann als Reiter (Tab) inmitten einer Profil- oder Fanseite dargestellt (sog. „rendering“) werden. Sie müssen Abstriche bei Inline-Frames und indirekter Cascading-Stylesheet-Referenzierung machen. Flash-Widgets lassen sich nur dann darstellen, wenn sie Zugriff auf die absolute URL der .swf-Datei haben.
Der Autor empfiehlt für den interdisziplinären Praxis-Einsatz aktuellere und gegebenenfalls auf den Einzelfall spezifische Dokumentationen heranzuziehen.
Das Buch ist zwar als Grundlagenwerk zu verstehen, dennoch nur für fortgeschrittene Leser und Programmierer geeignet. Dennoch steht die Facebook-Plattform anhand dieser fundierten Anweisungen einem breiterem Publikum offen und stößt vielleicht auch auf ihr Interesse.

Buch gelesen und rezensiert von Jens T. Hinrichs

Quellenangabe:

Autor: Jesse Stay
ISBN-13: 978-0596519186
Erscheinungstermin: 1. August 2008
Taschenbuch: 165 Seiten
Verlag: O’Reilly Media