PROLOG // Urknall einer Interaktionstheorie

„Social Media ist (k)ein gescheiter(ter) Blitzgedanke über sozialen Raum und unendliche Zeit!“.

PROLOG // Urknall einer Interaktionstheorie

Dieser Autor ist nicht ganz dicht, werden User oder Fetische behaupten. Dieser Autor hatte Mut, stünde
auf seinem Grabstein. Zu seinen Lebzeiten hielten sie ihn einfach nur für dumm. Seine Kritiker verspotteten ihn und konnten dennoch seiner Lektüren nicht widerstehen – zu großartig war einfach die Versuchung.Getrieben von purer Habgier nach sozialer Anerkennung und aller Neider zum Trotz, bin ich von Geburtsstunde des ersten Buchstabens dieses Mach(t)werkzeuges, bis hin zu meinem letzten irdischen Atemzug auf Kritik gefasst. Möge man mich mit Wehklagen begraben und Unworten erschlagen – seid auch auf weitere Kritik von mir gefasst. Beide Seiten begehen ja damit nicht gleich ein Verbrechen.
Beide Seiten haben es so gewollt.
Die Kritik zu ignorieren oder es einfach dabei zu belassen, wäre für Befürworter von „Social Media“ unverantwortlich. Eine sachliche Auseinandersetzung werde hoffentlich mit sachlichen Worten geführt und nicht gleich der Keim mit der Justiz erstickt.
Nur eine Seite kann die Kritik der Befürworter ignorieren, ich will es aber nicht. Mundtod machen, könnte man sowieso Kritiker nicht, dass würde dem Internet widersprechen. Dieser Tage gibt es noch zu wenige Kritiker. Aber, wo ein einzelner Wille ist, ist auch ein Anfang gefunden.
Um es auf den Urknall eines Erklärungsversuches zu bringen – nun ja, Ihr müsst schon genauer recherchieren, habe ich eine Realitivitätstheorie entwickelt.
Fördert die Wissenschaft Beweise für den MitmachImpuls und die Expansion des Internets zutage oder bleibt sie völlig außen vor? Oder bedarf es etwa neurophysiologischer Forensik.
Ich weiß es nicht. Haltet mich für durchgeknallt oder besser nennt mich von nun an einfach einen Nerd. Manchmal bedarf es einfach nur ein wenig mehr Zeit, bis sich eine Theorie durchsetzt oder widerlegt wird. Ich beginne einfach mal mit meinen Chroniken.
Jedem steht frei, es mir ungefähr gleichzutun. Lasst uns darüber austauschen, im Internetz, von mir aus, auch nicht.
Egal, wer am Ende Recht behalten wird oder das Recht für sich in Anspruch nimmt, dass maße ich noch nicht vorherzusagen, aber ausschließen tue ich es nicht. Wer in der Antwort einen Anfang finden will, der könne seine sozialen Zirkel oder Such(t)-Orakel befragen, aber wie mir scheint, ist uns Eins über „Social Media“ ganz sicher: ein geistiger Horizont ist bislang noch nicht in Sicht.
Zu Risiken und Nebenwirkungen braucht man nur weitere Chroniken über „Social Media ist …!“ heraufzubeschwören – deuten und hinterfragen, müssen Leserinnen und Leser das Kleingedruckte schon selbst.
Schon jetzt verspüre ich einen inbrünstigen Frust äh Lust, mehr, viel mehr noch zu tun.

von Jens T. Hinrichs

No. 7 // Social Media ist …! von Jens T. Hinrichs

Social Media ist …!

„… (k)ein gescheiterter Blitzgedanke über sozialen Raum und unendliche Zeit!“
17. Juli 2010, 2:00 Uhr

„… eine unendlich fabelhafte Geschichte mit leibhaftig paralleler Zeitrechnung!“
17. Juli 2010, 21:02:24 Uhr

von Jens T. Hinrichs

Kolumne // Apropos anno domini

Kolumne // Apropos … Daumen!

Apropos anno domini

von Jens T. Hinrichs

Um es auf den Urknall eines Erklärungsversuches zu bringen – nun ja, man sollte schon genauer hinschauen – transformierte ich zu Beginn meiner unendlich-fabelhaften Geschichte aus der Relativitätstheorie die Realitivitätstheorie. Ich befragte mich immer wieder auf Neue, ob die Wissenschaft Beweise für den Mitmach-Impuls und die Expansion des Internets zutage fördert. Oder bleibt sie etwa völlig außen vor? Bedarf es stattdessen neuro-physiologischer Forensik. Ich weiß wirklich nicht. Ich stolpere gerne unendlich – zumindest bis an mein Lebensende – durch das dunkle Internetnichts auf der Suche nach einem Sternenfunken Hoffnung. Solange ich mich der Blindheit entziehen und dem Aberglauben trotzen kann, dient mir mein Biss-chen an gesunder Menschenstand und kognitives Gewissen als Kompass. Haltet mich für durchgeknallt oder für besser. Nennt mich von nun an einfach einen Nerd, wie die in der bekannten Fernsehserie „Big-Bang-Theory“. Manchmal bedarf es einfach nur ein wenig mehr Zeit, bis ich „Social Media ist …!“ als Theorie betiteln darf, die durch langlebige Experimente bestätigt oder widerlegt wird. Instinktiv bin ich aber schon jetzt davon überzeugt, dass ich von Zeit zu Zeit und durch ständig wiederholte Experimente widersprüchliche Ergebnisse akzeptieren muss. Wer aber Antworten sucht und finden will und einen Erklärungsansatz benötigt, der könne ebenso seine sozialen Zirkel oder Such(t)-Orakel befragen. Aber, wie mir scheint, ist uns über Social Media bereits eine Erkenntnis ganz sicher: ein geistiger Horizont ist bislang noch nicht in Sicht. Zu Risiken und Nebenwirkungen braucht man nur weitere Chroniken über Social Media ist …! heraufzubeschwören – deuten und hinterfragen, müssen Leserinnen und Leser das Kleingedruckte schon selbst.

Gemeiner Astroturf // Moral der unendlichen Geschichte 1

Gemeiner Astroturf // Moral der unendlichen Geschichte 1

DIE CHRONIKEN über Social Media ist …! widme ich meinem Neffen, M. F. und meiner Nichte, I. C.. Ihre Geburten markierten anfangs Beginn und Ende der ersten Chroniken über „Social Media ist…!“
Ihre bloße Existenz bestimmt teilweise auch die turnusgemäße Erscheinungsweise weiterer Fortsetzungen gleichnamiger „wissensfiltr“.
Mögen Euch die darin enthaltenen Anmerkungen und Schlussfolgerungen als sozialer Kompass nützen. Ich bin guter Hoffnung, dass sich beide einen Augenblick lang mit dieser kritischen Lektüre befassen, bevor beide alt genug werden, sich vom sozialen Netzwerken verführen zu lassen und Teil oder, schlimmer noch, Eins werden mit dem User- Generated Content. Werdet keine blöden Blogger und spart nicht auf Datenbanken, wie viele andere vor Euch.
Opfert dafür keine freie Zeit, genießt die Zeit anstelle von Flatrates. Gebt mehr Acht auf kritische Stimmen. Zu meiner Zeit gab es konstruktive Kritik in dieser Form noch nicht. Aber seid gewarnt, früher oder später packt Euch die Versuchung doch. Ich hoffe, Ihr findet einen sozialverträglicheren Lösungsweg für zeitgenössische Fragen und könnt auch den Such(t)maschinen widerstehen.

Algorhythmus // Datenwolkenlied

Algorhythmus

Datenwolkenlied

Hinter den Datenwolken,
dort wo die Freiheit wohl grenzenlos zu sein scheint,
alle Sorgen, sagt man, kann ich mir, von dir ausborgen, denkt man,
überall dort, wo es richtig erscheint,
Datenschutz nichtig, Privatsphäre klein.

Über den Datenwolken,
dort wo die Freiheit wohl grenzenlos zu sein scheint,
alle Sorgen, sagt man, kann ich vor dir verbergen, denkt man,
überall dort, wo es richtig erscheint,
statt geben und nehmen, kämpft um euer User-Leben.

In den Datenwolken, dort wo die Freiheit, uns einst entzweien könnte,
alle Sprüche, sagt man, die ich noch für euch erfinden werde, gedenkt man,
überall dort, wo es richtig erscheint, meine Unworte zu verbieten.

Unter den Datenwolken,
dort wo die Freiheit, einfach ist und unentschlossen sein kann,
alle Sprüche, sagt man, die ich für euch einst erfand, gedenkt man,
überall dort, wo es richtig erscheint, meine Mundart feilzubieten.

Lyrik von Jens T. Hinrichs

Briefe an die Korinthenhacker // Monolithen für Gedankenquarks

An die

Korinthenhacker
Turmbau zu Babel 10
Munichenheim

Hackathon, 18. Juni 2010

Betreff: Monolithen für Gedankenquarks

Guten Tag,
nein Dankeschön für Ihre Offerte und ihr vieles Pinteresse. Im P(r)inzip suchten Sie einen Buchzäsurenten, der kaum dauerhaft Pinteresse hat, Ihnen monatlich zwei Astroturfs zu liefern. Diese sollten jeweils eine halbe Halbwertseite umfassen und aus …, schließlich systhematische Nettwerkkonquistadoren beweihräuchern.

Dementsprechend müsse ich natürlich eine gewisse Pisa-Reife im Marktsegment der unkonventionellen IT-Konfessionen und Social Media für dumme KMUs sowie ein freischreiberisches Gönnen besitzen. Menschenwürden Sie sich denn an meiner Stelle in der Lage sehen, sich monatlich unabhängig um jeweils zwei IT-Sachbücher zu kümmern?

Unsere Honorarvorstellung verlägen Sie mit 90 Teuros, brutto pro halbseitigen Astroturf. Die monatliche Bruttoauflage beträge aufgerundet 10.000 Hefte pro Ausgabe. Was das Dekret angeht, wollten Sie mir einen verallgemeinerten Standardvertrag anbiedern, der den Zeitwert von Uhrheberrechten an den verwertbaren Zeilen misst. Die Beauftragungen sollten formlos erfolgenbeziehungswaise wären gültig bis auf den Widerruf; formlose Beauftragungen verbrief in einen Standardexempel, das ist mir zuwider-lich. Vertragliche Vereinbarungen sind nicht in meiner Rechnung aufzunehmen, die ich Ihnen ausstellen muss, mithilfe der Sie ihren Aufzeichnungspflicht gerecht hätten werden können. Prüfungen meinerseits zu missbrauchen, damit zu rechtfertigen, dass sie nicht mehr beanstandet werden müssten, hätten selbst sittenwidrige Standardklauseln unanfechtbar gemacht. Für wie unsinnig halten sie mich eigentlich?

Zurzeit sind Sie noch im Zweifel darüber, wie es mit den Astroturfs im geklebten Heft nun konkret weitergehen soll. So sind einige kleinere Anpassungen in ihrer Gesamtuneinheitlichkeit für den Fanbuch-Administrator in kommender Gegenwart mit Vernunft geplant. Dabei ist es sowohl denkmalbar als auch unkriegerisch (auch hierüber sind Sie sich nicht wahrscheinlich), dass die Buchzäsuren Gefallen finden als auch, dass sich ein ePublikum inhaltlich neu fokussieren muss. Darüber wären wir beide uns einig; stimmt aber nicht. Anschließend hätte ich Ihnen in den nächsten zwei Wochen mehr als „bedürftige“ Buchpreis-Bedingungen in Rechnung zu stellen, mag legitim sein. Meine Verpflichtungen Ihnen gegenüber in Höhe einer Fürbitte von 90 Teuros abzugelten, halte ich für unmoralische Verlagsethik-Kette!!! Vertragsbindungen einmal anders, nein danke.
Einfachheit halber profitieren sie doch besser von einer laienhaften Amazonbuchkritik oder einem Plappertext, umseitig abgedruckt.

Mit fingierten Verdrüssen

im Auftrag V.i.S.d.P.
Ed Event

Backlinks to 1984 // Lesenswert – iPhone OS Webentwicklung

Backlinks to 1984

Lesenswert: Professionelle Applikationen für WebKit-Browser

Die lückenfreie und sogleich schrittweise Schilderung der recht komplexen Materie deuten zweifelsohne auf eine lange Erfahrung des Autors hin.
Seine Zuneigung zum iPhone und zu den damit verbundenen Entwicklungstechnologien sind unverkennbar – Vorsicht Ansteckungsgefahr.
Die fachlich präzisen Ausführungen sind ein gelungenes Zusammenspiel mit seinem Freund und Autorenkollegen, Alexander Ebner.
Das Buch richtet sich an jene, die Standardisierungen lieb gewonnen haben, aber Hypertext Markup Language (HTML) und Cascading Stylesheet (CSS) für ausgereift hielten oder wegen mangelhafter Alternativen scheitern mussten.
Eine nicht unwesentliche Quintessenz des Buches: Tabus werden gebrochen. Displays verlieren ihre Unberührtheit und konservative Anwender dürfen sich auf bewegte Bilder freuen.
Getrieben vom Open Source Gedanken werden nun neue Anforderungen vorgestellt und sukzessive erfüllt. Sich für den Open Source Press Verlag entschieden zu haben, dürfte daher keine Überraschung sein.
Selbst Entwickler namenhafter konkurrierender Technologien kommen so auf den Geschmack. Lange Zeit dürstete es auch Amateuren nach mehr. Mit diesem Buch kann definitiv der Anfang auf professionelles Terrain glücken.
Aufgrund einer Vielzahl von Kapiteln können Webdesigner das Buch als Anleitungslektüre begreifen, auch wenn ihnen wenige Passagen fremd und unerschlossen bleiben. Idealerweise dient das Buch als anregende Anleitung, Programmierinterfaces und Programmieransätze auszuprobieren sowie Tipps und Tricks kennenzulernen.
Querverweise sollten Leser daher unverzüglich nutzen. Folgen sie den Programmier- und Installationsanleitungen, wenn sie den roten Faden nicht verlieren und nahtlos an ihr eigenes Projekt anknüpfen wollen.
Überspringen sie Kapitel nur dann, wenn sie einschlägige Erfahrungen im Umgang mit Javascript und CSS mitbringen.
Der Autor Patrick Lobacher bringt zurecht seine Projektkompetenz ein. Nutzen auch sie die Konfrontation mit vergangenem Wissen, denn als kleiner Projektleitfaden ist dieses Buch unverzichtbar und hilft ihnen den Methodenwechsel zu meistern.
Trotz Unerfahrenheit in der Programmierung und fachüblicher Anglizismen kommen Leser ohne Referenz-Literatur aus. Schwermütigen fehlt es womöglich an einer CD. Jedoch wird der Leser entsprechende Verweise auf Internet-Quellen und Installationsanleitungen keinesfalls vermissen.
Bei diesem Buch ist Interaktion gefragt, wie sie es von einem mobilen Endgerät erwarten würden – zeigen sie sich experimentierfreudig.
Der Anteil pessimistischer Leseratten wird trotz schnelllebiger Entwicklungstendenzen verschwindet gering sein.

Buch gelesen und rezensiert von Jens T. Hinrichs

Quellenangabe:

Autor: Patrick Lobacher
ISBN-13: 978-3937514864
Erscheinungstermin: 26. Juni 2009
Broschiert: 316 Seiten
Verlag: www.opensourcepress.de

Backlinks to 1984 // Feedback: RIA World 2009

Backlinks to 1984

Feedback: The Rich Internet Application World 2009

The RIA World 2009, in Munich, was a great experience for me. I recognized new principles and practises of script languages and programming techniques. HTML 5 and CSS3 are made for developer dummies. I fall in love with event handler and find my luck in magic beans. Nonetheless, it is a lot work to bring programming, design and content into an orchestral balance. In doing so, I cannot believe in specialists. The ongoing success of an better internet is a question of OpenSource, e.g. Webkits, and collaborative Workflow between competitives and decision makers in hoping they won‘t forget the users, because innovative techniques are nothing without acceptance.
I point out and this is not quite new there is just one web or we have to understand the whole internet as one maschine.
The mobile phone in our hand is just a link to it.
Anyway, after RIA World I believe in developing widgets, mobile optimization of conservative websites and whatsoever, e.g. maybe payable content itself and co-existence between advertisement and video streaming, animated and entertainment interfaces.
I think that the end of every static pages and TV as we know is near. It is up to us to discover and adapt these opportunities – stay tuned.

from Jens T. Hinrichs

Kolumne // Apropos tafelfertig – Großes Phishing, kleine Fische

Kolumne // Apropos … Daumen!

Apropos tafelfertig – Großes Phishing, kleine Fische

von Jens T. Hinrichs

„Das Internet ist wüst und seine Oasen müssen kultiviert werden“, sprach einst vermutlich ein Journalist, der nun keiner mehr sein wollte, weil er vor kurzem seine Unabhängigkeit erklärte und mit diesen Worten zur Revolte aufschrie. Dieses idyllische Refugium schuf er sich, weil er Erkenntnis und Lebenselexir zu seinen erleuchteten Verbündeten aufblühen lies, um mit ihnen dem Sand der Zeit und dem Zenit der Sonne zu trotzen. War es ihm bewusst, dass ihm eine gläserne Zukunft auflauerte. Dennoch hat weder ihn noch jemand seine Worte mit einer noch besserer Feder besiegt – was er mit wiederlicher Schwafelei kundtut.

Irgendwann, ein Mal, müssen sich Prosumenten mit den fruchtbaren Lenden ihrer Sämereien aufwiegen lassen. Dieses Ende ist aber noch lange nicht in Guckweite. Eben dieses Ende ist nur das Allheilmittel zum Zweck, das den Wissenhunger und die Alltagsdürre zu stillen vermag. Irgendwann, zwei Mal, sucht uns die Blütezeit heim, aber nur kurz. Davor und danach oder bis zum nächsten Mal können nur Nomaden, Karawanen und Wüstentiere – also reine Spezialisten – der trügerischen Überlebensraum etwas Sündhaftes abgewinnen.

Fernab dieser gläsernen Idylle gleicht es einer liquiden Oberflächlichkeit auf dem Schiffer segeln. Die Pracht, die sie auf ihre Schultern luden, wird eine in Maschen gewobene Unzahl kleiner Fische sein. Die Schiffer sind auf Fahrt immer Obacht, dass ihre Pracht auch ja nicht vertilgt den übernächsten Hafen erreicht. Was sie aber dabei aus den Maschen verloren, auch noch unverdorbene Fische sind, die noch viel kleiner sind als die, die sie beim letzten Hafen mit in ihre Maschen zogen. Doch was sie vergassen, war es die Maschen enger zu ziehen und sie wieder kleinere Fische verloren und mitunter größere Fische verdarben. Sie wussten um ihr Handwerkszeug, doch das es bei all der Pracht und der Überfahrten zu anderen Häfen, auch das Leben selbst einen Zyklus hat, hatten sie schlicht aus ihrer Erkenntnis gelöscht. Auch ein Bei-Fang von größeren Fischen nützt an dem reich gedeckten Überbleibsel nix.
Doch was außerdem vergassen, das einzelne Fische in einem Schwarm gegen Raubzüge dieser reif überlegten Tafel noch viel bessere Überlebenschancen haben. Und wir wollen auch nicht vergessen, was uns der Chaosmos lehrt: Die Natur findet immer immer einen Weg. Und deshalb werden noch so kleine Fische dem Maschen entwischen. Und bei all der reif überlegten Tafel sollten große Schiffer und kleine Fische nicht auf den kommerziellen Quotenfang setzen. Ihr glaubt es nicht? Was hat der Journalist denn vergessen, etwas das Quotenfang verderblicher sind als keimende Sämereien, also nix anderes sind als Sprossen. Daran sollte sich Fische immer wiederlich erinnern. Warum sollte man es nicht mit einer Revolte versuchen und in unbekannte Untiefen flüchten. Selbst dort lebende Gemeinschaften sind autark und erhalten Besuch von der liquiden Oberflächlichkeit.
Insbesondere noch so neue Pracht auf neuere Schiffe zu laden (oder zu löschen), müssen die Allmacht an Verantwortung in Balance halten. Bevor es zu spät ist und die Pracht auf Überfahrten zu kentern droht oder verloren geht. Kann man die Havarie denn überhaupt nicht überwinden und verloren Gegangenes (ver)bergen? Aber vielleicht strandet das Vergangene in den besagten Untiefen, so die Hoffnung des versagten Journalisten.
Aber die Kapitäne und die Hafenmeister glauben noch an die Pracht, die sie auf sich nehmen. Ist der Hafen, ein drittes Mal, erreicht, wird die Pracht ohnehin gelöscht, ohne wirklich zu verschwinden. Und damit es um der Wahrheit willen auch kein zähes Ende nimmt, wartet auch schon wiederlich eine neue Pracht, mit der das Schiff beladen auf Überfahrt gehen soll. In etwa verhält es sich mit Webinhalten. Werden Webseiten mit Content ungleich beladen, so droht das Schiff samt Pracht abzusaufen. Um Himmelswillen sollte man seine Pracht auch gleich auf ein ganze Flotte verteilen. Dadurch scheint die Pracht ganz besonders sicher zu sein, denn es gilt dann nur noch mit jeder Art von Seemannsgarn die Havarie der gesamten Flotte zu vermeiden. Geteiltes Leid ist dann halbes Leid. „Halbes Leid“ ? Je nach dem viele Schiffer an der Reederei beteiligt sind, ist das viel weniger. Entspricht eher einer Allokation der Wertschöpfungsprozesskette, ohne zu wissen wie viel diese in Maschen gefangenen Fische wert sind. Auch Schiffbrüchigen und blinden Passagieren will man mit dieser Maschenformat zu einer sicheren Überfahrt verhelfen.

Aus gutem Grund zählen Piraten und Meuterer oder geläuterte Journalisten nicht dazu. Warum das so ist, davon muss man sich erst einmal im Praxistest überzeugen. Aber auch noch so jede bunt-gemischte Mannschaft kann durch Küstenwache, Lotsen und Epidemien gestoppt werden. Nicht selten auch durch ein falsches Zusammenspiel, das man dem menschliches Versagen zuspricht. Selbst wenn ein viertes Mal ein Schiff in der Flotte einer versammelten Reederei verloren zu sein scheint, kann die Pracht leichter geborgen werden, denn trotz Risiken und Abenteurer auf hoher Überfahrt, wartet immer wieder eine neue Pracht oder ein Geisterschiff wird gerade ausgemacht oder gerade ein noch viel schöneres Schiff vom Stapel gelassen oder ein überholtes Schiff aus der Werft entlassen oder ein vermeintlich moderneres Schiff empfängt eine neue Taufe.
Befürchtet man, dem Durst zu erliegen oder gehört man zu denjenigen Bedrohten, die Fressen oder gefressen werden oder zu Letzteren, die weder Lebensmüh‘ noch Zeitnot scheuen oder gar unerschrocken sind?
Unentschlossenen sei gesagt, die Antwort kann noch durch eine Fata Morgana und einen Tiefenrausch verschwommen oder an Unbehaglichkeit übertroffen werden. Dennoch ist bereits unstrittig: Konsumenten produzieren selbst und Produzenten lassen ihre Schiffe steuern! Nicht einmal muss man beides wollen – fusionieren tun beide Seiten durch ihre Präferenzen, ist doch klar. Aber müssen wir weitere Häfen und Ladezeiten billigen, wenn es doch reicht die Route zu präzisieren? Lasst uns doch mit dem Gedanken spielen und dem Schiffe versenken zusehen. Revoluzzer lehnen sich derweilen zurück, sie haben ohnehin nix von der Reederei, sondern nur fragwürdige Schiffsbeteiligungen.