Kolumne // Apropos persönlicher Angriff

Kolumne // Apropos … Daumen!

Apropos Persönlicher Angriff

von Jens T. Hinrichs

Jedes hervorgebrachte Phänomen des Internets – sei es noch so einzigartig, allgemeingültig oder individuell – wird sich wi_derholen. Und dafür bedarf es keiner tieferen Logik oder einen Blick in die Privatsphäre anderer zu versuchen. Für mich ist es schlicht unbegreiflich, warum uns erst ein Whistleblower auf die Gefahren des Internets aufmerksam machen muss. Für meine sozio-ökonomische Forensik war jedenfalls kein Verrat nötig. Ich will doch nur Mahnwache stehen für kommende User-Teilchen, die sich jedem phänomenalen eDingsda hingeben. Wer will dagegen schon „offline“ sein und Patron stehen für laienhafte Selbstverherrlichung? Dem gesunden Menschenverstand will ich eine chronologische Anleitung hinterlassen, auch auf die Gefahr hin, dass ich den Opferlaien auf den Leim gehe und sie gemeiner Masche entrinnen.

Kolumne // Apropos Reinkarnation!

Kolumne // Apropos … Daumen!

Apropos Reinkarnation!

von Jens T. Hinrichs

Wissen Sie, was eine wirklich fürsorgliche Kultivierung und Datenbankpflege für den Nutzer ausmacht? Diese Frage stelle ich mir immer wieder.

So schwierig es auch für Internet_pioniere sein muss, anfangs einen geeigneten Partner zu finden, um die Cloud aufzublähen, umso schwerer dürfte es sein, die Nutzer bei der Stange zu halten, ohne dabei seine Internet-Blase unkontrolliert entleeren zu müssen. Das richtige Unterhaltungsallheilmittel zu finden oder später dann die Appleger in die Selbstständigkeit zu entlassen, dürfte dabei auch eine bedürftige Unterhaltungsrolle spielen.

In diesem Sinne werden ständig Sonderanreize geboten und als Hilfestellung für die Verbesserung des Nutzerinhalte angepriesen, um ihren Downtimes ein wenig auf die Sprünge zu helfen – statt sie einfach aus der Datenfalle zu befreien. In der Tat – so einfach ist es, immer eine Fußnote im Internet zu belassen, um im Bedarfsfall die Reinkarnation des Nutzers einzuleiten.

Angesichts der Mühen des Alltags wollen uns soziale Netzwerke gerade nicht nur in der Freizeit, sondern auch während der Arbeitszeit, die eine oder andere Entspannung und Wohltat gönnen. Soziale Netzwerke empfehlen uns, wenigstens ein TAG für … oder interessante Orte auf der IP-Umgebung zu markieren oder die Such(t)maschine mit einem Rat zu entdeckten.

Zwischendurch lohne es sich, das eine oder andere Veto einzulegen oder in nahegelegenen Freundeskreisen einzukehren, während man über die eigene Schönheit des Selfies und angrenzender Fakes sinnieren kann. Und wer weiß, vielleicht juckt Nutzer der Appzugsfinger, mit dem ihm ein guter Schnappschuss gelingt. Dann sollten sie unbedingt an einem initiierten Interaktionsimpuls, zum Beispiel an einem „Stigmatisiere-mein Interesse“-Wettbewerb teilnehmen! Das soziale Netz freut sich auf unsere Pinup-Versuche und wünscht uns eine schöne lange Weile Zeit und viel Spaß beim Liken neuerer Wiederbelebungsversuche!

Kolumne // Gemeiner Astroturf versus Apropos selbstironisches Lippenbekenntnis

Kolumne // Apropos … Daumen!

Gemeiner Astroturf versus Apropos selbstironisches Lippenbekenntnis

von Jens T. Hinrichs

Mir, dem Autoren, Jens T. Hinrichs, dieser Machenschaften muss man einmal die Leviten lesen. Nur mir selbst mag es gelingen, seine Botschaften zu transportieren und zu verstehen. Ich, der Autor, hätte sich doch besser einen Lektor genommen, gerade weil es mein erstes Buch ist. Das nächste Mal täte ich besser daran, mir einen Verlag zu nehmen. Ich zweifele jedoch daran, dass ich einen finden wird – bei dieser komplexen Sachlage. So tragisch es auch für mich sein mag, das Social Web kommt eben doch nicht um ein Lektorat herum. Ich spreche da aus Erfahrung. Ich will mir aber meinen Fleiß zugute halten. Aber auf den zensierten Blick, wäre mir mit deutlich mehr Engagement eine bessere Sprache und Schreibstil gelungen. Ist mein Potential erkennbar? Meine ach so verblümte und machmal rosige Sprache hätte man mir zu einer Menge von Straußen binden können. Mit ein wenig mehr Geduld wäre mir auch zum vorherigen Satz ein aussagekräftiges Selbstbildnis geglückt. Nur weiter so. Einfachheit halber sollte ich verständlichere Phrasen wählen und nicht oft wiederholte Sätze. Deshalb ist die Botschaft nicht so eindeutig, wie ich anfangs noch dachte. Zurecht streue ich nun längere Geschichten oder Dichtungen mit ein. Dabei sollte ich mich aber vergewissern, ob ich nicht lieber Sachbücher statt Belletristik schreiben möchte. Wie ich von mir selbst sage, stelle ich die Sache, also die Botschaft, über den kommerziellen Erfolg. Der Wechsel in das Genre Sachbuch könnte mir zu einem breiteren Leserpublikum verhelfen. Garantiert ist das zwar nicht, doch ein Versuch wert, denn die Grenzen zwischen einem Sachbuch und der Belletristik sind in Bezug auf die Literatur über das Internet sehr fließend. Internet-Satire gibt es zumal kaum und selbst mit einer noch so ausgefeilten Mundart bleibt mir das kritische Publikum verschlossen. Ich bin aber zuversichtlich, dass eines Tages reifere Worte aus meiner eigensinnigen Feder stammen werden. Vielleicht versuche ich es mal als Verleger, aber das weise ich von mir; denn sonst komme ich weniger zum Schreiben. Bei meinen künftigen Blitzgedanken sei ein wenig mehr Obacht angebracht.

Kolumne // Apropos Surfen auf der Welle 2.0

Kolumne // Apropos … Daumen!

Apropos Surfen auf der Welle 2.0

von Jens T. Hinrichs

Meiner Ansicht nach scheint eine Enzyklopedia genau das Richtige zu sein, um die nötigen Einblicke zu verraten, die den Zugriff auf das Internet erleichtern sollen.
Am Anfang war das Internet nichts womit die b_reite Masse etwas anzufangen wusste. Ohne ein Bewusstsein zu haben, war es sozusagen unentschlossen. Die Frage „Soll ich mich in irgendeinem Masse überhaupt der breiten Öffentlichkeit stellen?“ existierte nicht und war Nebensache.

In seinen ersten Versuchen öffnete es sich nur spärlich, gab nur Dinge preis, mit denen nur elitäre Kreise etwas anzufangen wussten. Sowohl das Maß als auch die Masse beschränkte sich auf das Notwendigste. Gegen diese schöne Welt hatte man kaum Vorbehalte. Darüber äußerte und veräußerte man sich nur selten.
Seinen vermeintlichen Boom verdankte es der dann später geplatzten Internetblase; allerdings reagierten seine sozio-ökonomischen User-Teilchen mit einem Evolutionssprung, dem Webzwonull. Als auch diese rezessive Ernüchterung nichts half, tat sich das Social Web als ein schier unendlicher Rettungsversuch hervor. Leider krochen mit ihm auch die Datenkraken empor. Vor diesem und kommenden Unheil soll nun mein Aberglaube schützen; den ich, geliked nach Briefen, prophezeienden Katastrophen und Glaubensbekenntnissen in wissenfiltr für die Nachwelt hinterlasse. Diese Methoden sind erforderlich, denn „neuerdings“ 1) wird ja auch gecloud.

1) Der Begriff „cloud“ wurde bereits im Oktober 2002 von der Harvard Business School in der urheberrechtlich geschützten RSS 0.92 Spezifikation verwendet. Quelle: http://backend.userland.com/rss092

Kolumne // Apropos Astroturf

Kolumne // Apropos … Daumen!

Apropos Astroturf

von Jens T. Hinrichs

Neulich sprach man mich auf meine Motive an und unterstellte mir, dass meine Ansichten zu oberflächlich und subjektiv seien. „Ist das Social Media etwa nicht?“, entgegnete ich.
Liebe Astroturfer, meine Lektüren und Anekdoten sind keine Speichelleckereien; sie sind tiefgründiger als man im ersten Antlitz vermuten kann. Laien und Experten müssen meine Zeitreise mit gelegentlichen Zeitschleifen erst einmal überdauern, bevor sie vorschnell urteilen und damit meine Ansichten zu Sternenstaub zermalmen. Überle_en Sie gut.
Für mich habe ich den Entschluss gefasst, so lange darüber zu sinnieren, bis mich etwas Außerirdisches stoppt. Bis dahin dürft ihr mit mir ein Leben lang streiten und auf meinen Sprüchen herumreiten.
Wem ist das nicht genug, dem sei gesagt, Motive gibt es auch in Form von Bildern. Und da es sich um eine Zeitreise handelt, nenne ich meine Motive auch Karikat(o)uren – insbesondere für diejenigen, die weder lesen können noch schreiben wollen.