Heide-Wendland-Filmklappe // Sonderpreisverleihung

LOL-LYWOOD / Schülerfilmwettbewerb

Heide-Wendland-Filmklappe: Sonderpreisverleihung

In der Stadthalle Aurich wurden am 5. Februar die Gewinner des niedersächsischen Filmwettbewerb „Niedersachsen Filmklappe“ gekürt. Der Film „Fahrplant“ der Gruppe rund um die freie Schule Hitzacker, unter Leitung der freien Performance-Künstlerin Ursula Pehlke und vom Schüler Till Timmermann, konnten sich einen Sonderpreis für den Bereich Kreativität sichern. Die launige Satire der Gruppe über die teils abenteuerlichen Verkehrsverhältnisse im Raum Lüchow-Dannenberg wurde für ihren überragend kreativen Einsatz von Witz, Idee und Dreh- & Schnitttechnik geehrt. Der Film konnte im Oktober letzten Jahres einen ersten Platz bei der Heide-Wendland-Filmklappe in der Kategorie „Sekundarstufe II & BBS“ entgegen nehmen.

Der Gewinnerfilm wird auf dem Videoportal „LZ-Play“ online gezeigt: http://www.heide-wendland-filmklappe.de


Über die Heide Wendland Filmklappe
Die Schülerfilmwettbewerb wird im Jahr 2014/2015 zum dritten Mal von den Landkreisen Harburg, Uelzen, Lüneburg und Lüchow-Dannenberg ausgerichtet. Einsendeschluss der Schülerfilme ist der 15. September 2015. Informationen über den Wettbewerb und die Rahmenbedingungen bekommen Interessierte auf der Internetseite http://www.heide-wendland-filmklappe.de

Resümeé: Die heimlichen Gewinner der Heide-Wendland-Filmklappe 2013/2014

LOL–LYWOOD / Schülerfilmwettbewerb

Resumeé: Die heimlichen Gewinner der
Heide-Wendland-Filmklappe 2013/2014

Frühzeitig hatten die Organisatoren kräftig die Werbetrommel gerührt. Zwischenzeitig wurde eine hochkarätige Jury einberufen. Das ambitionierte Ziel, das Interesse am regionalen Filmwettbewerb zu steigern, war von Erfolg gekrönt.

Die zahlreichen Einsendung zeigen indes das facettenreiche Filmgenre vielversprechender Amateure. Unter ihrem Können verbergen sich sowohl unterhaltsame Zurschaustellung als auch eigenwillige Interpretationen. Nur wenige griffen kritische Fragestellungen auf. Den Zeitgeist hätte man durchaus mit einer besseren Platzierung honorieren können.

Insbesondere der Film auf Platz 2: Mediensucht (http://www.lzplay.de/v/2634) / Lessing- & Herzog-Ernst Gymnasium Uelzen, Jannik von Hoersten, aus der Kategorie Sekundarstufe I – Klasse 5-7, hat mein persönliches Lob verdient.
Ein schwieriges Thema, das die „kleinen“ Akteure da auf den Punkt gebracht haben, ohne mit komplexen Zusammenhängen und Fachbegriffen um sich zu schmeißen. Das ist eine laienhafte Meisterleistung, die mit ein wenig Änderungen Vorlage für eine Skripted Doku liefern könnte. Wer genau hinschaut wird die Symptome der Mediensucht erkennen. Die Anstrengungen mögen vielleicht verniedlicht worden sein; scheinen aber zumindest das erste Mittel für Freundeskreis und Erziehungsberechtigte zu sein, Betroffene wachzurütteln. Die Mediensucht mag die einzige Sucht sein, bei der ein kalter Entzug hilft.

Der Kurzfilm Spurwechsel (http://www.lzplay.de/v/2603) der Hauptschule Düvelshöpen und Mobired Lüneburg, aus der Kategorie Sekundarstufe I – Klasse 8-10, landet nur auf einen beachtlichen Platz 2. Der Zuschauer muss sich nicht großartig anstrengen, um der Handlung zu folgen. Der Beitrag ist so kurz wie er für ein breites Publikum geschaffen sein muss. Als Stilmittel wurde ein Wortspiel in einem Episodenfilm eingeflochten. Sehr gelungen wie ich finde und nicht nur ausgesprochen sehenswert.
Niveauvoll und präzise vermittelt er eine gesellschaftspolitische Botschaft an die Menschen dieser Tage, die zwischen Toleranz und dem Dreck auf der Straße nicht unterscheiden können.
Deshalb gehört es eigentlich schon nicht mehr in die Rubrik LoL-LYWOOD.

Alle offiziellen Gewinner der Heide-Wendland-Filmklappe 2013/2014 finden man hier:
http://www.heide-wendland-filmklappe.de/gewinner-der-heide-wendland-filmklappe-2014/

[Quelle: www.heide-wendland-filmklappe.de;
Videonachweis: LZonline/www.landeszeitung.de]

von Jens T. Hinrichs

Fernsehfilm // „APP“ – der Film

TViCh24 / Fernsehfilm

„APP“ – der Film

Der niederländische Spielfilm „APP“ dokumentiert die fiktive Geschichte der 21-jährigen Psychologie-Studentin Anna (Hannah Hoekstra), die urplötzlich eine sogenannte IRIS-App auf ihrem Smartphone findet. Was zunächst mit einem freundlichen „Hallo, mein Name ist IRIS“ beginnt, wird schon bald Annas alltägliches Leben auf den Kopf stellen. Ein wirklich sehenswerter Alptraum, dessen Nervenkitzel sich der Zuschauer nicht entgehen lassen sollte.

Die synchronisierte Fassung dieses Spielfilms wurde erstmals am 26. Mai 2014 im ZDF ausgestrahlt und war damals teil der Sonderreihe „Die digitale Gefahr“.

DAS ÜBERWACHUNGSEXPERIMENT

„APP“ ist der erste Second Screen Film überhaupt. Mithilfe einer App wird der Zuschauer während des Film zur Interaktion aufgefordert und kann den Nervenkitzel hautnah miterleben. Sie war kostenlos unter dem Begriff „APP – der Film“ sowohl im Apple App Store als auch im Google Play Store zu finden. Nach erfolgreicher Installation musste das Mikrofon des Second Screens freigehalten und der Filmton laut genug eingestellt werden, da die App auf Signale im Filmsound reagierte. Die Inhalte der App kündigten sich mittels Vibration an. Und wer dann nicht wusste, ob er auf sein Smartphone oder den Fernsehschirm schauen sollte – nun ja, das war Mittel zum Zweck. Auch ohne Second Screen war „APP“ ein sehenswertes Vergnügen. Noch nicht genug? Dann einfach die DVD holen und versuchen, ob sich der einmalige Albtraum wiederholen lässt.

DIE MACHER
  • regie: BOBBY BOERMANS
  • screenplay: ROBERT A. JANSEN
  • director of photography: EZRA REVERDA
  • production design: PAULA LOOS
  • editing: BRIAN ENT
  • sound design: MICHAËL SAUVAGE / costume design: MARION BOOT, MARIAN VAN NIEUWENHUYZEN
  • casting: KEMNA CASTING BETTY POST, HOUDIJN BEEKHUIS
  • 2nd screen technology: SERVICE2MEDIA & CIVOLUTION
  • visual effects & online: STORM POSTPRODUCTION
  • executive producer: EDVARD VAN ’T WOUT / line producer FELICE BAKKER
  • co-producer: ERIC DE GROOT / producers: ROBIN DE LEVITA, KEES ABRAHAMS, EDVARD VAN ’T WOUT
  • [Videonachweis: © 22 Oktober 2013 appdefilm.nl]

    Heide-Wendland-Filmklappe // 5-köpfige Jury komplett

    LOL–LYWOOD / Schülerfilmwettbewerb

    Heide-Wendland-Filmklappe: Schauspieler, Regisseure, Drehbuchautoren und Medienpädagogen entscheiden gemeinsam über die Gewinner

    „Die hochkarätige Jury unseres regionalen Kurzfilmwettbewerbs für Kinder und Jugendliche ist nun komplett!“, freut sich Ekkehard Brüggemann, medienpädagogischer Berater am Kreismedienzentrum des Landkreises Harburg.

    Nach diesen Worten richtet sich nun der Blick auf die Teilnehmer, die mit der Zusammenstellung der Jury eine fachkundige wie faire Beurteilung erwarten dürfen. Das Fachkomitee kann nach Einsendeschluss der Filme am 15. September die Arbeit aufnehmen und gemeinsam die Filme bewerten. Ausgewählt werden die Gewinner nach den Kriterien

    • Originalität der Filmidee,
    • schauspielerisch-kreative Umsetzung
    • und Einsatz filmgestalterischer Mittel.
    Burkhard Schmeer Schauspieler und Musiker
    Burkhard Schmeer
    Schauspieler und Musiker

    Burkhard Schmeer ist ausgebildeter Schauspieler, Musiker und Autor. Neben seinen diversen Fernsehauftritten ist er auch mit seinen anarchistischen Weihnachtsmärchen überregional bekannt. Burkhard Schmeer lebt in Lüneburg.

    Kai Schepers Kreisjugendpfleger Landkreis Harburg
    Kai Schepers
    Kreisjugendpfleger Landkreis Harburg

    Der studierte Sozialpädagoge Kai Schepers ist Kreisjugendpfleger des Landkreises Harburg und in dieser Tätigkeit auch als Medienkoordinator tätig. Hierbei vernetzt er landkreisweit und überregional medienpädagogisch arbeitende Menschen miteinander und ist hier einer der ersten Ansprechpartner für Medienfragen im Bereich der Jugendarbeit.

    Christine Mersiowsky Lehrerin und Medienpädagogin
    Christine Mersiowsky
    Lehrerin und Medienpädagogin

    Christine Mersiowsky ist im Auftrag des Niedersächsischen Landesinstituts für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) leidenschaftliche Filmlehrerin für den nordöstlichen Teil Niedersachsens und in dieser Tätigkeit für Schulen im Bereich Filmbildung eine der ersten Ansprechpartnerinnen. Zudem ist sie als Schulbuchautorin im Bereich Filmbildung für den Schoeningh Verlag tätig.

    Thomas Draeger Regisseur und Drehbuchautor
    Thomas Draeger
    Regisseur und Drehbuchautor

    Thomas Draeger war lange Jahre als Produzent, Drehbuchautor und Regisseur tätig. Unter anderem führte er bei der Serie „Neues aus Uhlenbusch“ Regie und schrieb diverse Drehbücher. Für seine Arbeit an dem mehrfach ausgezeichneten Film „Metin“ erhielt er den Adolf-Grimme-Preis mit Gold.

    Peter Bauhaus Regisseur und Drehbuchautor
    Peter Bauhaus
    Regisseur und Drehbuchautor

    Als langjähriger Drehbuchautor für ARD und ZDF schrieb Peter Bauhaus unter anderem Episoden für die Serien „Nicht von schlechten Eltern“ und „Großstadtrevier“. Außerdem erhielt Bauhaus zahlreiche Preise und Nominierungen für seine Kinderfilme. Vor drei Jahren gründete er zusammen mit TheaterkollegInnen die „Freie Bühne Wendland“, für die er sich als Autor, Regisseur und Schauspieler engagiert.

    Quelle/Fotos: Presseinformation der HWFK vom 10. Juni 2014. Weitere Informationen hierzu:
    www.heide-wendland-filmklappe.de/presse/

    Lesenswert // Fukushima 360°

    I can ReaCh! / Lesenswert

    Das atomgespaltene Leben
    der Opfer vom 11. März 2011:
    44 Foto-Reportagen von Alexander Neureuter

    Fukushima 360º (trailer, English) from Alexander Neureuter on Vimeo.

    Brauchen wir noch ein Fukushima-Buch?

    Ich denke, dieses ja, denn dem Autor geht es in erster Linie nicht um noch mehr Zahlen zum Unglück in Japan oder Bilder einer qualmenden Reaktorruine, obwohl auch derjenige, der gut recherchierte Fakten und Hintergrundberichte sucht, diese findet.
    Leise und behutsam hat Alexander Neureuter die Schicksale der betroffenen Menschen in den Vordergrund gestellt. Menschen, die ohne eigenes Verschulden alles verloren haben und zudem um ihre Gesundheit und Zukunft fürchten müssen.
    Was wissen, was erfahren wir denn überhaupt noch aus Japan? Niemand scheint wirklich daran interessiert zu sein, dass bekannt wird, welche Ausmaße die Dreifachkatastrophe von Fukushima hatte.
    Im Buch werden 44 Menschen porträtiert, die zwischen Hoffnung und Resignation ihren Alltag bewältigen: Der Leser kann auf eine fast unglaubliche Reise gehen und lernt das trostlose Leben der Menschen kennen, die aus der evakuierten Zone nichts, außer sich selbst retten konnten.
    Doch die Strahlung hält sich nicht an menschgemachte Evakuierungszonen. Es gibt Orte in der Präfektur Fukushima, die deutlich radioaktiv verstrahlt sind, aber nie evakuiert wurden. Auch zu den dort lebenden Menschen nimmt Alexander Neureuter den Leser mit und lässt ihn, auch durch wunderschöne, großformatige Bilder, an ihrem Leben teilhaben.
    Eines haben sie alle gemeinsam, den unerfüllbare Wunsch, dass es wieder so werde wie vor dem 11. März 2011 und der Leser kommt nicht umhin, am Ende des Buches zu fragen, was wäre wenn hier in Europa ein Atommeiler havariert.

    von Jens T. Hinrichs

    Quellennachweis

    Autor: Alexander Neureuter
    ISBN-13: 978-3000447334
    Erscheinungsdaten: 10. Februar 2014, 1. Auflage 2/2014
    Preis: 29,90 Euro, 2 Euro vom Erlös werden gespendet
    Sprache: Deutsch
    Umfang: 209 Seiten
    Format: broschiert, 29,8 x 26,4 x 1,6 cm
    Verlag: Alexander Neureuter, www.neureuters.de