Gemeiner Astroturf

Gemeiner Astroturf

Mit jeder Menge Such(t)potenzial hat Jens T. Hinrichs versucht, seine eifrige Suche nach sozialer Anerkennung mit standardisierten Worten wie „Social Media ist …!“ zu umschreiben. Seine ersten Erklärungsversuche haben sich in einer Chronik manifestiert, die so unfassbar wie auch zweifelsfrei belegt, was dem Nutzer schon lange auf der Seele brennt – wohin nur mit all unserem Frust? Viele Akteure, so scheint es eine „Langeweile“ jedenfalls, haben da wohl etwas missverstanden: Sie wollten nur die Realität vom Frust befreien und laden den Müll einfach ins internationale Netz. Dieses Buch ist eine unendliche Abrechnung mit solchen Individuen und soll auch unberührten Individuen als Manifest dienen, denn einem gescheiterten Selbstversuch folgt bloß noch mehr Verdruss – dafür gibt es sogar naturwissenschaftliche Beweise.

von Eve Calendar

Gemeiner Astroturf

Gemeiner Astroturf

Dem Autor war sehr wohl bewusst wie ein Satz ausschauen sollte. Herausgekommen ist aber etwas völlig anderes.
So tragisch es auch ist, niemand hätte es besser auszudrücken vermocht, denn das Web kam bisher auch ohne Lektorat ganz gut aus. Nicht wünschenswert, nicht wahr?

Dieser wissensfiltr und ebenso impulsive Blitzgedanken, die einer unzensierten Mundart aus der Feder gleichen, wurden mit „Social Media ist …!“ in satirische Zitate gepresst. Nun könnten sich ALLE darin widerspiegeln.

Für die b(e)reite Masse sollte das Niveau ausreichen. Die noch relativ unberührte Umwelt erfasse das Phänomen „Social Media“ bitte mithilfe einer sozio-ökonomischen Physik.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ed Event

Gemeiner Astroturf // Verlog_en verboten!

Gemeiner Astroturf

Verlog_en verboten!

Dieses Kapitel widme ich meiner Cousine M.C., die ich nur wenig kenne. Verwandtschaftsgrade waren bis dato nicht so mein Ding. Aber dies tut weder jetzt noch im sozialen Verwandtschaftskreisen etwas zur Sache. Ups, und schon wi_der ist es passiert und steht im Internet. So sehr auch soziale Netzwerke in der Lage sind automatisch verloggen und frohloggen können, seinen Nächsten und Übernächsten noch ein wenig mehr kennenzulernen – tue ich es auf diese Weise, nicht! Ihr Vater sprach neulich darüber, wie unbegreiflich es ihm ist, wie man sich in sozialen Netzwerken „zu treffen“ vermag und sich gleichzeitig darauf versteht, sich direkt aber aus dem Wege zu gehen. Wo wir schon mal beim Treffen sind, machen wir uns nicht zu leichtfertig zur Zielscheibe? Worüber beschweren wir uns, etwa über den Angriff auf unsere Daten oder wollen wir diesen Intimitätsverlust?
All die Jahre habe ich mich wortkarg gegeben und meinen Wortschatz in diese Zeilen ergossen. So habe ich die Notwendigkeit des sozialen Netzwerkens auf meine verlogene Weise überwunden. Die Entwöhnung wäre eine würdige Chronik wert gewesen. Das ist eine unbequeme Wahrheit, die man sehr sensibel häppchenweise herunterschlingen sollte, wenn man nicht an dieser schweren Kost pro Einheit ersticken will.

von Jens T. Hinrichs

PROLOG // K_ampf mit Windmühlen

„Social Media ist ein K(r)ampf mit Windmühlen! Und es will nur (k)einer wissen, wohin mit den Halbwertzeilen.“

PROLOG // Krampf mit Windmühlen oder …

Anfangs war alles so schier und einfach – rein mit dem Stecker und schon ist man drin. Niemand stellte Fragen, niemand hörte auf Kritik. Alle erlagen der Gier nach MEHR.
Eines Tages werden mich Befürworter von „Social Media“ für einen neuzeitlichen Don Quijote halten,
der einfach zu viel in die ihm hinterlassene Internetlektüre hinein interpretierte und sich in ihr
manifestierte.
Meine lieben Mitmach-Mitmenschen und meine schwerfälligen Wegbegleiter, es gibt einen Unterschied
zwischen sozialer Relativität bzw. Realitivität und Internetkultur, von dem ihr noch nicht ergriffen
seid. Auch ich vermochte es sehr spät erkennen.
Eine Langeweile lang wird man noch U(n)ser-Müllberge kaschieren können und die Urheberrechtsabtretung als Allheilmittel anerkennen.
Welchem K(r)ampf erliegen wir wirklich? Etwa der Stromversorgung oder der Verseuchung des sozialen
Gedankenguts.
Mir reicht es einfach aus, mein Hirn einzuschalten, um den kognitiven Verfall vorzubeugen – einen
anderen Impuls brauch‘ ich nicht, um die Internetmaschine vor dem Gau zu retten.

von Jens T. Hinrichs

Gemeiner Astroturf

Gemeiner Astroturf

Die (un)artigste Buchreihe über (un)soziales Netzwerken und U(n)ser-Generated Content beginnt erst einmal mit den Chroniken von Jens T. Hinrichs. Er sieht die Buchreihe als sozialen Kompass sowohl für Heranwachsende als auch für Erwachsene. Mit dieser Lektüre können Leserinnen und Leser in seinen fast schizophrenen Verstand vordringen und hinterlässt uns einen annähernden Vorgeschmack auf seine späteren Machenschaften und Karikat(o)uren. Diesem Mach(t)werk darf sich kein Mensch entziehen, ansonsten hält der Autor den K(r)rampf um den gesunden Menschenverstand an das (un)soziale Internetz für verloren.

von Eve Calendar