No. 10 // Social Media ist …! von Jens T. Hinrichs

Social Media ist …!

… Google ist keine Marke mit der man sich schmücken wollte, geschweigedenn identifizieren möchte. Der Erfolg des Androids und des Google Phone ist nur das künstliche Wachstum für die Werbeumsätze, da die Channelreichweite ausgebaut wird. Ein gesundes Wachstum oder Fortschritt ist das nicht, sondern Schubladendenken. Aber es funktioniert. Wie lange werden die Menschen noch ertragen wollen, der wer online ist, Erfolg haben will, diesen nicht verdient, sondern bezahlen muss und zwar mit astronomischen Werbeetats auf neuen Channels und Sendefrequenzen. Wer Erfolg so misst, der hat den realen Verlust auch gefälligst mitzuertragen; oder solle man Google zerschlagen, geht ja nicht, denn es ist nur noch ein Teil des Alphabets und vergleichbar mit einem Superpräparat eines Pharmaunternehmens, von dem die Patienten Abhängig sind oder sehnlichst eine Heilung erwarten.
Dienstag, 11. Oktober 2016, 1:37 Uhr

… Appotheker entwickeln regelgerecht(e) „konforme“ Schwindelgefühle. Oder man bekommt einfach nur zu wenig Sauerstoff unter der Brille.
Mittwoch, 12. Oktober 2016, 4:03 Uhr

… wer (ver)wünscht sich schon, wer würd’ so / schon gern’… wieviele würden sich in der Realität zu etwas bekennen wozu sich im Internet bekannt haben. Lebt das soziale Netz nicht von Feigheit und Intolleranzen oder Spekulationen um die Fragen „Wer war ’s, was soll das? – uns doch egal. In der Realität braucht man Eier und das Internet nicht noch mehr Muschis. Zwischen Pussy und Katze besteht nur ein optischer Unterschied.
Mittwoch 19. Oktober 2016, 17:00 Uhr

… die Fleischwerdung von der Unkörperlichkeit von Langeweile. Unterhaltung ist also nichts als Ausdruck von Langeweile. Und die Realität die Unterdrückung von Inhalten, die doch besser hinter verschlossene Türen gehören und nicht ins Internet klatschen sollte. Langeweile also, auszudrücken, aber etwas geistreiches zu posten, bedeutet nicht, dass es auch von einer guten Seele stammt.
Mittwoch, 19. Oktober 2016, 17:11 Uhr

… für die Liquidation eines Intenetunternehmens such’ ich mir einen Terminator. Dolmetscher werden zu Sprach-Assistenzen, den die haben wir im Alltag bitter nötig, weil niemand mehr den anderen verstehen will und deshalb anworten lässt. Tiefgründig oder oberflächlich?
Mittwoch, 19. Oktober 2016, 17:41 Uhr

… Industrie 4.0 ist eine logische Konsequenz, ein evolutorischer Schritt, der notwendig ist, da sonst Unternehmen, den Anschluss ans und im Internet verlieren. Dadurch werden sie aber angreifbarer und können von Internetkartellen oder Linkfabriken leichter kannibalisiert oder geschluckt werden.
Mittwoch, 19. Oktober 2016, 17:48 Uhr

… sobald soziale Netzwerke die Zensur zurückdrehen ist ihnen vergeben. Reale Personen müssten sich vor einem Gericht verantworten; und zwar gegen den Verstoß von Grundrechten. Schnell verzeihen und schon wird der Skandal zur Bagatelle und künftige Fahrlässigkeit legitemiert. Und schon hat das social engineering, das Bewußtsein für richtig oder falsch zugunsten der Internetkartelle umgedreht und den informierten Menschen in seinem elementaren Fundamenten erschüttert und umprogrammiert, so schnell schnippst (knippst) man in die Finger. Gegen diesen Stürm könnten nur Millarden von Schmetterlinge dagegenhalten, nur denen wird in Nanosekunden die Flügel gestutz. Ohnmacht dieser freien Welt des Internets ohne Grenzen nicht wünschenswert. Keiner macht sich Sorgen, dass User sich instrumentalisieren lassen.
Samstag, 22. Oktober 2016, 17:21 Uhr

von Jens T. Hinrichs

Autor: en bloc thesis

Journalist, a.D. (außer Dienst). Ich bin gezeichnet und gleichsam entkräftet, mobilisiere nun meine Kontakte aus alten Tagen. Ich bin immer noch vom Journalismus überzeugt, auch wenn ich selbst nicht viel Glück damit hatte. Womöglich hatte ich mich zu sehr auf meinen Grundsatz “The answer how to question something is whistleblowing. The rest will be killed by free speech.” verlassen und deshalb keinen Stich gelandet. Welch' Ironie des Schicksals.