Backlinks to 1984 // Rätsel um Bitcoin-Erfinder gehackt – Ist er es oder ist er es nicht?

Backlinks to 1984

Rätsel um Bitcoin-Erfinder gehackt – Ist er es oder ist er es nicht?

In the year of 2016, May 7th – Es wäre die größte Entschlüsselung des Internets, ja sogar der größte Clou der freien Welt. Craig Steven Wright, ein Homo Socio Oeconomicus par excellence, wie er „im Internet steht“ und seit 2008 den Planeten Google betreten hat, lässt sich vom öffentlich-rechtlichen Sender BBC und der Zeitschrift The Economist als Bitcoin-Erfinder chauffieren.
Bis dato tauchte er nur als Pseudonym Satoshi Nakamoto auf oder unter. Sein Bitcoin-Vermögen liegt im einstelligen Millionenbereich. In den vergangenen Tagen sickerten vermeintliche „erste“ Hinweise auf dem Blog-Portal Reddit durch, dass es sich beim Erfinder um den aus Australien stammenden Computerexperten handeln würde. Zuletzt im Dezember als Satoshi Nakamoto ankündigte, er würde eine Bank für den Bitcoin planen.
The Economist schrieb “But on May 5th he wrote on his blog that he did not have the strength to continue trying to prove his identity, prompting most to add his name to the long list of false leads in the hunt for Mr Nakamoto.“, was grob so viel heißt, er wolle nicht immer wieder versuchen seine Identität zu bestätigen, nur um sich in die lange Liste derer einzureihen, die man für Mr. Nakamoto hält.
Mag schon sein, dass er deshalb die Öffentlichkeit so lange mied, aber irgendwann müsse er es tun, um die Sache ein für alle mal klarzustellen.
The Economist zweifelt jedoch an der Echtheit der Enthüllung und betitelt „Wrights wrongs“ und schreibt noch von ANOTHER; berechtigterweise, da ihm noch niemand persönlich begegnet ist. Im April 2011 hieß es noch, Nakamoto wolle sich mit anderen Dingen beschäftigen. Selbst Newsweek hatte im Jahr 2014 angebliche Enthüllungen dementierten müssen. Andere wiederum fänden es plausibel, dass ein ganzes Team dahinterstecken könnte.
Der Bitcoin war vermutlich als stiller Aufschrei und Protest auf die Finanzkrise entworfen worden. Hatte die Finanzkrise dem vermeintlichen Erfinder etwa schlaflose Nächte bereitet, dass er sich zähneknirschend im Bett wälzen musste, hin und her gerissen von einer digitale Währung – oder sollte man besser sagen, grenzenloses Wechselgeld? Mythen ranken sich, auch jetzt noch.
Ein tatsächliches Outing könnte Ungeliebte auf den Plan rufen, vor der sich Bitcoin-Millionäre mit einem Pseudonym leichter verbergen können oder wollen: Den Ehefrauen und dem Fiskus.

Cyberfunkr schrieb über diesen Tag am 10. Mai 2016

Über den Bitcoin
Bitcoins (engl.: digitale Münzen) sind als dezentrales Zahlungssystem auf Basis einer kryptografische Geldeinheit – von Staaten, Zentralbanken und anderen Finanzinstituten unabhängige Währung – aufzufassen. Bitcoins werden mithilfe einer OpenSource-Software und eines spezifischen Internet-Protokolls auf Heimcomputer über mobile Onlinedienste oder Webserver („Bitcoin Core“) generiert. Teilnehmen kann jeder mit einem Internet-Zugang. Alle Transaktionen werden im Peer-to-Peer-Netzwerk aufgebaut und mithilfe von Protokollen verschlüsselt. Die Bitcoin-Lösung verspricht anonyme Transaktionen.
Das Guthaben muss zu Beginn erst einmal „aufgeladen“ werden, also zunächst in einer realen Währung gekauft werden. Maximal sollen weltweit nicht mehr als 21 Millionen Bitcoins generiert werden können. Im Jahr 2008 wurde der Bitcoin erstmals in einem White Paper von Satoshi Nakamoto beschrieben.

Quellennachweis:
1) Seite „Bitcoin“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 7. Mai 2016, 15:15 UTC. URL:https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bitcoin&oldid=154171452 (Abgerufen: 10. Mai 2016, 09:41 UTC)
2) The Economist online, May 7th 2016, „Wright’s wrongs“ from the print edition: Finance and ecomomics http://www.economist.com/news/finance-and-economics/21698294-quest-find-satoshi-nakamoto-continues-wrightu2019s-wrongs
3) The long search for Satoshi Nakamoto,May 2nd 2016, http://www.bbc.com/news/technology-36168864

Autor: Cybrfunkr

Cybrfunkr was formerly known as Aka "The Bitch" Bote. In his recent years at Sciencefiltr.com he started as the official postbot for "Backlinks to 1984". Today it is beyond him and look over the rim of the cup of "coffeepress". He can't be bought, but is in his right mind.

3 Gedanken zu „Backlinks to 1984 // Rätsel um Bitcoin-Erfinder gehackt – Ist er es oder ist er es nicht?“

  1. Meinetwegen, denn immerhin handelt es sich um eine Währungsreserve, die man bei Bedarf in reale beziehungswaise „harte“ Währung eintauschen kann. Aber, vielleicht dient es den künftigen Daten-Banken als Ressource erneuerbarer Synergie oder Offshore-Oase/-Blase oder als designiertes Suchtmittel, das sich Geheimdienste durch die Spion-Nasen ziehen – wer weiß das schon so genau, wer nimmt es, sozusagen, für bare Münze. Niemand würde so was ablehnen.

  2. Was Blogger und Hacker so genau zutage fördern und mit Auslese verschusselter E-Mails und Müllpapieren beweisen oder bezwecken wollen, wissen sie selbst wohl nicht so genau; die stichhaltige Beweisführung überlassen sie gerne anderen, vor allen Dingen richtigen Journalisten. Vielleicht wollte man auch wieder nur das Interesse an dem Thema wiederbeleben. Die Anspielung auf ungeliebte Ehefrauen finde ich süss, geradezu schön zuckerbergewaise übertrieben.

  3. Wäre ich, Jens T. Hinrichs, meines Zeichens Journalist a. D. an seiner Stelle gewesen; ich hätte mich wohl eher mit kontroverseren Fragen beschäftigt: „Warum sollte man sich nicht auch dann noch Geld beschaffen können, wenn keines mehr zur Verfügung gestellt werden kann? Warum sollte man sich nicht auch ohne Bonität noch Geld beschaffen können? Warum sollte man nicht auch noch auf eine Bankrotterklärung eine Hypothek aufnehmen können? Wenn man schon auf Aktien Leerverkäufe tätigen kann, warum nicht auch auf eine Bankrotterklärung eine Anleihe ausgeben, um diese anschließend als Sicherheit anzugeben? Und so weiter und so weiter.“

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