Welle 2.0 / User-Wordschatz / Wahlhalla

Welle 2.0 User-Wordschatz

Wahlhalla

Satyrisch; von Wahl und Walhalla.
Soziale Deafinition: Das beinahe utopische Diesseits einer demontierten Demokratie, das sich rechts-populistische Parteien herbeiwünschen. Finale Schauplätze der Welle 2.0 und optimaler Wahlausgang. Parteiziele sind so formuliert, dass wahre Zielsetzungen nicht erkennbar sind, als da wären:

  • Ausnutzung weiterer Direktmandate in einer direkten Demokratie, womit Erststimmen wichtiger werden als Zweitstimmen und damit auch Einzelpersonen wichtiger werden als innerparteilicher Konsens/Fraktionszwang und damit auch Einzelpersonen mit zu vielen Befugnissen auszustatten;
  • provozierte Ernüchterung von Wechselwählerschichten, mit dem Ziel das relative Verhältnis treuen Wähler am absoluten Wähleraufkommen zugunsten eigener Reihen zu stärken;
  • politische Einflussnahme ziviler, aber intoleranter Nichtregierungsoppositionen;
  • Missbrauch der Versammlungsfreiheit mit dem Ziel die Ordnungskräfte zu lähmen und illegale Aktionen für die Augen der Bürokratie der verschiedenen Geschwindigkeiten unsichtbar zu machen;
  • public dementi der öffentlichen Vertreter oder des populistischen Organs, sich vom Mob zu distanzieren, obwohl sie ebenso vom Meinungsstream (sog. Meinstream) des Mobs profitieren; an den offiziellen Vertretern haftet ein sichtbarer Mob – ungewollt, aber geduldet; gewollt, aber öffentlich dementiert.
  • recorded: 18. Januar 2016, 23:45 Uhr

    Autor: hieronymus

    Ich bin zutiefst gekränkt von einem Idealbild des Internets. Meine Blickwinkel sind aber auch auf die zeitgenössische Tyrannei gerichtet und richte über jene, die selbst wie ich unsichtbar, aber dennoch teil unserer Wirklichkeit und Wahrnehmung sind. Meine Scheuklappen sind sperrangelweit offen für den Tellerrand, der die Mitte der Gesellschaft verwässert und die lokale Atmosphäre verdunkeln will.