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Welle 2.0 User-Wordschatz

Homo Stereotypus Maxime

Automatische bis autonome Stereotypen bzw. Sozialcharaktere, die sich durch den Einfluss sozialer Unterhaltungsphänomene oder sozialer Netzwerke manifestierten (vergl. -> Homo Oeconomicus). Begriff aus der Interaktionstheorie von Jens T. Hinrichs.

  • Astroturfer: gewollte Manipulierer, Produktfetische;
  • Internetpunks: Mann und Frau mit wenig Scham und Behaarung, gelegentlich wandelndes Tattoo-Studio oder mit farbiger Irokesen-Schnittstelle.
  • Kamerakindle: Die ersten Nutzer eines Kindle mit Kamerafunktion. Nachfahre des Kamerakinds, das zuvor nur hinter der Kamera anzutreffen war. Ein Kamerakindle mutiert zum festen Bestandteil des Internetprogramms.
  • Muskeltiere: Cookies unter Testosteron
  • Robotic(k)s: vor Wut rasende Reporter oder Emporkömmlinge aus der Seppelkiste des Sabbelns und des Zappelns.
  • Internetgurus: Menschen mit Rastalocken; manchmal dickbäuchig, trotzdem gelegentlich Vegetarier oder Veggie; unvorteilhaft gekleidet; lange Bärte, statt langer Gesichter; Rumpelstilzchen-Lachen

  • Silver Surfer: Senioren, die das Internet entdecken.
  • Snapper: Fotofetische und Selfiemacher
  • Prosumenten: Konsumenten, die selbst Inhalte produzieren.
  • Blogger: Menschen mit periodischer Internetpublikationen
  • Gutmenschen: Bystander – Menschen, die für Argumente nur noch Symphatien übrig haben, aber dann doch dem breiten Meinstream folgen und bedauerlicherweise Opferlaien desselben sind; Internettrolle – Menschen mit einem steifen Däumling, die anfällig auf Likes reagieren und daher insbesondere auf den Meinstream gedrillt werden können. Anfällig für klassische Mitläuferkultur und Wutbürgerstreiche.
  • recorded: 18. Januar 2016, 2:08 Uhr

    Autor: en bloc thesis

    Jens T. Hinrichs, Journalist, a.D. (außer Dienst) und Selbstverlag (dauerhaft geschlossen). Glaube fest an den Grundsatz “The answer how to question something is whistleblowing. The rest will be killed by free speech.”