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Welle 2.0 User-Wordschatz

Klebtomanie

Satyrisch für Kleptomanie, bei der selbst sekundäre Quellen kopiert und die ursprünglichen Werke/Ergebnisse moralisch missbraucht werden. Und um den begangenen (Internet-)Missbrauch zu vertuschen als Urheberrecht ethikettiert (satyrisch abgeleitet von Ethik, nicht vergleichbar mit dem Werb „etikettieren“). Die Klebtomanie kann leicht zur pathologischen Internetsucht werden. Textpassagen aus den verschiedensten fremden Werken werden untrennbar „verklebt“ und als neues Werk bezeichnet. Quellenverweise und indirekte Rede werden mitunter völlig eliminiert. Früheren Autoren wird in keiner Weise Rechnung getragen. Die optimale Verzerrung des Urheberrechts liegt immer im Auge des Proklamierenden. Unternehmensplanspiel: Papierwerke wickelt Urgesteine. Schereholder (Wellish: Teilhaber) schlagen Druckwerke. Urgestein bricht mit Schereholder (engl. Shareholder). recorded: 7. Januar 2016, 0:21 Uhr

Autor: hieronymus

Ich bin zutiefst gekränkt von einem Idealbild des Internets. Meine Blickwinkel sind aber auch auf die zeitgenössische Tyrannei gerichtet und richte über jene, die selbst wie ich unsichtbar, aber dennoch teil unserer Wirklichkeit und Wahrnehmung sind. Meine Scheuklappen sind sperrangelweit offen für den Tellerrand, der die Mitte der Gesellschaft verwässert und die lokale Atmosphäre verdunkeln will.