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Welle 2.0 User-Wordschatz

Bürgerrechte

Deafinition: Reine Bürgerrechte sind so formuliert, dass man es wörtlich nehmen kann. Um Unreine Bürgerrechte handelt es sich, wenn sie zumeist durch Rechtsvorschrift eingeschränkt werden können. Im zeitgenössischen Kontext werden Bürgerrechte durch Außenhandel und komparative Vorteile über die Grenzen des nationales Rechtsraums eines Herkunftslandes verwässert oder durch wirtschaftliche Unsitte außer Kraft gesetzt; und deshalb als „unrein“ klassifiziert werden sollten. Verunreinigte Bürgerrechte sind solche Grundrechte, die missbraucht oder leicht missverstanden werden; zum Beispiel: Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit; Zwangsarbeit und Gleichberechtigung. In ihrer historischen Bedeutung werden sie nur von aufgeklärten Bürgern verstanden und von Menschen „gelebt“, anerkannt und dann als Selbstverständlichkeit empfunden. Für Menschen mit sog. Migrationshintergrund sind sie übersetzungsbedingt nur schwer vermittelbar. Von totalitären Persönlichkeiten oder von Unrechtsregimen wurden diese Bürgerrechte durch Reformen ins Gegenteil verkehrt oder sind sehr stark vom ursprünglichen Wertvorstellungen abgerückt, wie das in jüngster Zeit offensichtlich in teilen Europas der Fall zu sein scheint.
Ungeschriebene, a.n.d. (anderweitig näher zu definierende): Lesen und Schreiben, gute Sitten, Treu und Glauben, Demokratie, Flucht, Klimaschutz, Wahlrecht, Würde und Unversehrtheit, „Fair Trade“ oder Mindestlöhne.
Tripp: Im Tatort Internet tritt das verunreinigte Bürgerrecht in Zusammenhang mit sozialen Netzwerken auf, wo das missbrauchte Grundrecht „Meinungsfreiheit“ oder der Zusatzartikel der Verfassung, von Bürgern am rechten Rand der Gesellschaft eingesetzt werden, und frigiden Wählerschichten, die unter Medienstarre-Syndrom leiden, gleichgeschaltete Meinungsbilder zu vermitteln, wie etwa Unmögliches – deren Worten nach von der „Lügenpresse“ oder der „Pinochiccopresse“ – zu verlangen, dass gedruckte oder privat- und öffentlich-rechtliche Presseerzeugnisse das vollständige Meinungsbild und politische Geschehen einer Gesellschaft abzubilden hätten; und wenn sie es nicht täten, den Bürgern den Aberglauben einzutrichtern oder unter Mithilfe der Agitation weiszumachen, ihnen würde dadurch die Wahrheit vorenthalten. Im Idealfall der gleichgeschalteten Meinungsbildung müssen Vorurteile und Verallgemeinerung unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit verbreitet werden, sofern sie vollständig von den Pressevertretern abgebildet sind, andernfalls wird argumentiert, dass man den Bürgern die Meinungen vorenthält.recorded: 3. Januar 2016, 1:42 Uhr

Autor: hieronymus

Ich bin zutiefst gekränkt von einem Idealbild des Internets. Meine Blickwinkel sind aber auch auf die zeitgenössische Tyrannei gerichtet und richte über jene, die selbst wie ich unsichtbar, aber dennoch teil unserer Wirklichkeit und Wahrnehmung sind. Meine Scheuklappen sind sperrangelweit offen für den Tellerrand, der die Mitte der Gesellschaft verwässert und die lokale Atmosphäre verdunkeln will.