Gemeiner Astroturf

Gemeiner Astroturf

Anfangs war es so schier und einfach – rein mit dem Stecker und schon ist man drin. Raus mit dem Stecker und schon ist die Verbindung unterbrochen. Von Beginn des sozialen Medienzeitalters an, stellte niemand Fragen, niemand hörte auf Kritik. Alle erlagen der Gier nach MEHR.
Sind heutige Kritiker wie Jens T. Hinrichs nur neuzeitliche Don Quijotes, die einfach nur zu viel in die hinterlassene Internetlektüre hinein interpretieren? Wie vermag es uns gelingen, Ursache und Auswirkungen sozialer Medien und seinen unartigen Verwandten auf reale Menschen richtig zu erforschen und für die Menschheit zu erfassen?
Anfangs dachte Jens T. Hinrichs, man müsse neue Untersuchungsmaßstäbe ansetzen – so außergewöhnlich ist es dann aber doch nicht. Um es begreifbar zu machen, nutzt Jens T. Hinrichs einfach die Physik und leitet daraus sozio-ökomomische Theorien ab.
Man stelle sich nur vor, was Sir Isaac Newton gedacht und getan hätte, wäre ihm statt eines Apfels ein Apple auf den Kopf gefallen. Sein Projekt tritt außerdem den Beweis an, das der elektrische Widerstand als Indikator für die soziale Akzeptanz von Inhalten dienlich sein kann. Er gibt zu, die alten Physiker hatten anderes im Sinne, aber auch sie hätten ihm angesichts der sozialen Abgründe beigepflichtet.
Allerdings will es Jens T. Hinrichs auch Nicht-Mathematikern, Musikern und Analphabeten verständlich machen. Dazu hat er sich zu einer Langzeitbeobachtung entschlossen, um für den Einzelfall, die geeignete Unterhaltungsmethodik herauszufinden und die geeignete Erziehungsmaßnahme zu entwickeln. Ob das soziale Netz dafür bereit ist oder ob wir einen Moment lang dabei alle OFFLINE sind, ist völlig unerheblich und das macht sein Projekt so einzigartig.

Autor: en bloc thesis

Jens T. Hinrichs, Journalist, a.D. (außer Dienst) und Selbstverlag (dauerhaft geschlossen). Glaube fest an den Grundsatz “The answer how to question something is whistleblowing. The rest will be killed by free speech.”