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Welle 2.0 User-Wordschatz

Gemeiner Astroturf

Gemeiner As/tro/turf [Maskieren von Bewertungen], Satyrisch-Übersetzung: Sternenstaub sammeln im Über-All], Wellish-Übersetzung: Praying for sponsors in a marketing-driven cyberspace

Deafinition: Politisch korrekt bezeichnet ist es das hoch-frequentierte Public-Relation von Vergleichs- und Bewertungsportalen. In der Tat, ist es jedoch eine propagandistische Form der Kommentierung von Weberträgen. Resultate sind meistens nicht repräsentative Bewertungen. Hierbei wird explizit und in ekzessiver Form künstlich-intelligenter Web-Traffic verursacht, der zu einer deutlich besseren Platzierung in Such(t)maschinen führen soll. Dem Nutzer wird die wahre Interaktion vorgetäuscht.
Anbieter beugen damit auch schwachen Besuchszeiten (vgl. Downtimes) vor; man setzt auf den Machmit-Domina-Effekt und „schraubt“ die Interaktion absichtlich, aber regelgerecht, in neue Umsatzhöhen.

Eine vermeintliche Begleiterscheinung (vgl. Internetparkinson–Syndrom) ist das Performance-Marketing, mit dessen Hilfe bessere Such(t)maschinenplätzchen (vgl. Cookie-Monster) „gewollt“ manipuliert werden, um dem Nutzer immer häufiger Produktpräferenzen feilbieten zu können.

Tripp: Der künstliche Traffic wird durch die Erlaubnis von Arbeitgebern begünstigt, wäh-rend der Arbeitszeit „online“ sein zu dürfen.
Das gilt nachweislich auch insbesondere für Arbeitgeber, die solche Bewertungsportale betreiben, da Arbeitnehmer dann als Unique-Visitor gezählt werden, aber „gewollte“ Fake-Bewertungen erzeugen, ohne gefakte Profile kreieren zu müssen.
recorded: 1. September 2012, 21:10 Uhr

Autor: en bloc thesis

Jens T. Hinrichs, Journalist, a.D. (außer Dienst) und Selbstverlag (dauerhaft geschlossen). Glaube fest an den Grundsatz “The answer how to question something is whistleblowing. The rest will be killed by free speech.”