Stolz und die Vorurteile in der Geschichte und die Frage nach der Identität

NeUes10 // Postings gegen das Vergessen

Stolz und die Vorurteile in der Geschichte und die Frage nach der Identität

Heimsuchungen

von Johann Gottstein und Jens T. Hinrichs

Alles begann mit einer Videoblende,
die Unschuldige in ihre dunklen Zirkel zog.
Und ihren Frust umgarnte.
Rezitate spendeten ihnen Trost.
Trost in sanften Stichelleien verpackt.
Den funken Menschenverstand zu hacken,
dessen sie flügge geworden sind;
um sie durch die Mauser zu bringen.

Beischlaf mit Stoßgebeten, Belohnungen winken zahlreich.
Aber die Zahl der Keuschen doch endlich ist; geteilt durch die Ewigkeit.
Die Genauigkeit misst man nach Ermessen.
Keuschheiten sich erneuern müssen, oder …
die Minderheit sich in Enthaltsamkeit üben muss; geteilt durch die Ewigkeit.
Und werden sie dort gefallene Engel gebähren.

One-Way-Ticket von dort auch zum Nulltarif.
Man nimmersatte Wonneproppen nur noch konditionieren muss,
um resistent zu werden, gegen jeden Antikörper.
Gehirnwäsche nicht mehr rückgängig machen kann, bedauerlicherweise.
Die Seele ist von Dauer imprägniert.
Heimsuchende sind therapierbar, aber unheilbar, bedauerlicherwaise.

Die Spätfolgen wiegen schwerer als das Joch,
das sie sich aufgeladen hatten, bedauerlicherweise.
Müssen Abschreckungsbeispiel sein, für die Heimgesuchten.
Eine Menschenbürde, die es zu ertragen gilt.

Man darf nur jetzt nicht die Rosinen aus den Granat-Äpfeln picken.
Das bittere Süßholzgeraspel sie vermutlich entschärfen kann.
Wie wir wissen, sind Waffen leicht wieder scharf zu machen.
Nervenzusammenbrüche sind die neuen Auslöser.
Das Corpus Delicti ist bestens konditioniert.

Bei immateriellen Zündern, braucht man nur den ideologischen Buzzer drücken.
Und Schlafwandelnde aus dem Zornröschenschlaf explodieren können.
Von Albträumen und Depressionen zerfetzt,
kein schönes Vorbild, aber eine gute Blaupause.
Heimsuchende sind zwar ehrlich, geläutert, aber entbehrlich.
Posttraumatischer Stress ist das Kanonenfutter.
Und Kanonen Hunger leiden, als Kollateralschaden einkalkuliert ist.

Man muss den Bogen schon noch überspannen,
wenn man über das eigentliche Ziel hinausschießen will.
Sie vor ihren eigenen Haustüren fegen zu lassen, ist mir zu wenig.
Auch vor ihren eigenen Haustüren (ein)kehren, wo sie Fegefeuer legen,
keine Saubermänner oder Putzfrauen zu finden sind.

Sie dürsteten wie Machttrunkene.
Auch geringere Dosis auf Dauer lebensgefährlich sein kann.
Und wem es nicht mehr gefiel, kehrte Heim, wie von selbst, therapiert.
Geläutert, um ein Expertendasein zu führen.
Sie so ihre trügerische Genugtuung bekamen.

Diese Mattscheibe würde ich ihnen nicht polieren, weder bohnern noch wachsen lassen.

Mein Kurzhaar sträubt sich.
Welcher Ansporn zog sie ins Morgenland?
Sei es Jugend forsch, die da auf verblasste Spuren früherer Zivilisation pisst,
mithilfe ihrer Urinstinkte ein Mahnmal setzt.
Beispiele an eine alternative Welt zu staub zu malen, wie Rezitate Widerworte zermürben.
Und auf diesen kargen Nährboden werden sie Asche aufbringen,
um auf ihm eine religiöse Subkultur zu säen.

Sie schmückten sich mit fremden Federkleid.
Nur ihr Anlitz war verborgen, vor aller Welt und Augenschein.
Ein Horkrux, der selbst den Kuckuck überlistet hätte.

Sie waren tüchtig mit ihrem Herumgefuchtel.
Übten sich darin und im Führen der Feuerstäbe und Donnerbüchsen.
Schärfen die Linsen vom getrübten Augenschein.

Barbiere übten sich im Köpfe sharen.
Ein erhobenes Haupt zu kürzen, gefällt.
Ab mit ihrem Kopf, um ihre Zivilisation auszurufen, um der westlichen Ättitude widerwillen.

Ihr geläutertes Haupt, den Opfern noch ins Gesicht schlagen soll;
das gerade ihnen eingetrichtet ward.
Vergeben ja, vergessen jain.
Vermutlich vergessen vor aller Augenschein zum Trotze;
das gerade ihnen eingetrichtert ward.
Gerade so, für dümmer halten sie uns.

Heimsuchende sich von Tag zu Tag aufs Neue Buße tun müssen,
wenn ihr geläutertes Anlitz der öffentliche Attitüde standhalten soll.
Dem Ansporn zu widerstehen, eine Lebensaufgabe sein kann.
Um ihre Schuld vor der Zivilisation abzutragen, zwar mit einem Geständnis beginnen kann.
Die Läuterung aber nicht mit Buße tun und Vergebung endet.

Corpus Delicti ist immer noch immateriell und bestens konditioniert.
Modus Operandi: Trickserei, Tag für Tag, birgt Sicherheitsrisiko.
Horkrux vor aller Augen, um das mesolimbische Belohnungssystem in tiefe Depression zu vergraben; birgt auch neue Gefahren.
Depressionen sich wie eine Gehirnwäsche ins Gedächtnis brennen.

Die Läuterung wird genossen, wie ein Bad in schmutziger Wäsche.
Die Hetze auf die Heimgesuchten so beginnen kann.
Gesicht zu zeigen, ungleich mit Größe zu vergleichen ist und umgekehrt.
Hätten doch bloß alle eine Plattform, hinter der sie sich verschanzen können.
Manche nutzen ihr zweites Gesicht.

Ein Indiz für die Hinterlistigkeit der Parteien.
Heimsuchende therapierbar, aber nicht geheilt werden können.
Man sollte nicht mit heißen Kohlen spielen,
dessen Flöze brennen bis in alle Ewigkeit.
Eine Menschenbürde, die es zu ertragen gilt.
Man muss schon noch den Bogen überspannen dürfen,
wenn man die eigentlichen Risiken nicht verfehlen will.
Sie über ihren Schatten springen zu lassen, ist ungenügend.

Denn ihre Schatten selbst verharren noch im Modus Operandi,
ihnen zugeneigt, bis in alle Ewigkeit.
Twist mit Windmühlen sich so nie mit dem Wind der Wende dreht.
Selbst eine schöne Welt in Erdöl gepinselt, wird noch den Krieg erhellen,
der von eben diesen Schatten gezeichnet ward.
Corpus Delicti wird auch vom Frieden scharf gemacht.
Und einen Horkrux verbirgt man am besten unter vielen Horkruxen.
Aber man wird ja noch den Bogen überspannen dürfen.

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Postings gegen das Vergessen

365 Tage mehr oder weniger Jahre Furcht und Elend in Europa in schrecklicher Tradition

von Cybrfunkr und Jens T. Hinrichs

Demokratie extrakarg in Extralarge

Der siebente August des sechzehnten Jahres nach Y2K hat Geschichte geschrieben und sich so für die Zukunft hinterlassen. Die Exumierung der Todesstrafe im Himmelreich auf Erden Erdogans rückt näher. Kann er doch auf das Veto der Opposition vertrauen. Bei einer Propagandaschau vor nur hundertausenden „Teilnehmern“ spricht er von Vorurteilen gegen seine Autokratie.

Türkische Demokratie ausgedünnt nach Gutdünken.
Eine himmlische Sache ward herabgefallen.
Ein Mann allein hatte sie sich auf die Stirn geschrieben.
Die apokalyptische Strafe dem Volk ans Bein gebunden,
seinen Bruder in die Knie gezwungen hat.
Aber er hat recht, man spricht relativ viel über die Futscher
und weniger über die gefallenen Bürger.
Der Westen spricht nicht gerne über Märtyrer.

Ihn, dem Mann nicht dasselbe Schicksal ereilt,
wenn er die Todesstrafe per Dekret noch als Majestäts-Beleidigung deklarieren kann.
Er getrost die Guillotinen schärfen kann.
Nur eine Abschreckung, ein Déjà-vu. Kein Grund zur Sorge.

Wer die getürkte Demokratie nicht gewähren lässt,
der könne auch nicht Freund von ihm, dem Mann sein.
Der Mann hat in der Tat recht, mit ihm wollen nur wenige befreundet sein.
Seine demokratische Weltanschauung; nun denn,
Willkür wollen wir es mal nicht küren – eher eine Demontage.
Seinem Marschallsstab fehlt es lediglich an Größe.

Andere halten es für eine türkische Inquisition.
Und Jubel-Osmanen den türkischen Honig versalzen.
Den starken Staat Extralarge als Paradies zu zeichnen, in dem türkischer Honig fließt.
Ein wenig Meersalz nur den faden Beigeschmack versüsst.
Zu öffentlichen Schauprozessen reicht man nun Raki und çay.
Der heiße Draht füllt sich mit milchiger Trübsahl.
Vor und hinter den Kulissen sitzt man auf Schleudersitzen.
Oder sind es Folterbanken? Der heiße Draht makelt hin und her.

Politische Gefangene in Flüchtlingslagern interniert.
Es sind doch nur ein paar Zehntausende.
Zurschaugestellt ein liberales Guantanamo, Vorbilder gibt es ja noch viele.
Bloß nicht dieses Szenario.
In eisernen Vorhängen aus Nato-Draht geschmiedet, herausgepresst aus EU-Geldern.

Politische Geißelnahme kennt man sonst nur von Putschisten und Terroristen.
Eine getürkte Demokratie, die buchstäblich sprachlos macht.
Das Zünglein an der Waage nun keine Lippenbekenntnisse mehr äußern kann.
Eine dunkle Macht, die einem die Stimme verschlägt,
da die politische Scharia der Opposition die Zungen abzuschlagen gedenkt.
Aber selbst Menschen mit Knebeln haben noch Widerworte.
Und die Hydra zeigt sich ungeniert, alle ihre Oberhäupter gen Volke streckt.
Eine dunkle Macht, die keine Archillesversen hat oder gar braucht,
wenn man die Trojaner zu ficken weiß. Das gilt für jeden Spielverderber.

In der Übersetzung heißt es bald, Devisen seien nur die Mehrzahl von Devise.
In der Übersetzung heißt es bald, Guillotine seien nur geschärfte Routinen.
Braucht die EU eine solche Brise?
Nicht anzuzweifeln hat, sondern hinterfragen muss.
Die Diplomatie im Gleichschritt den Müßiggang zelebriert.

Die Tücken der Demokratie selbst fürchten, wir und sie, erlernen müssen,
damit sich die Diplomatie nicht von selbst ins Messer stürzt.
Veto-Staaten hätten viel mehr Macht,
aber solche Macht gönne man Staaten über die man eine Resolution verhängt eh’ nicht.
Das schon jetzt kein Unterschied mehr auszumachen ist, kümmert nur wenige.
Deshalb haben es Bürger-Rechte und Hyper-Linke auch so leicht, europaweit.

Der Mann eine weitere Resolution auf die Schultern seines Volkes lädt.
Kommt aus der Tiefe, um sie zu verschlingen.
Das Bewußtsein, das kein Gewissen hat.
Nur er selbst heraufbeschwören und bändigen könne.
Denn wer anderen in der Demokratie eine Opposition abgräbt,
der stolziert selbst in seine ungewisse Zukunft.

Sie kommt auf leisen Sohlen. Die Ermutigung zur Volksverhetzung. Flotte Demokratie ist radical chic. Fahnen zu schwenken ist nun wirklich nicht schwer. Ihm nicht zuzuwinken nicht korrekt. Man den Erdogan Salute nur einzustudieren hat. Man gar passende Antworten nur zu rezitieren braucht. Letzteres kommt mir irgendwie bekannt vor. Die getürkten Demokratie nur zu liken braucht. Das Liken einer Zäsur gleicht. Bystanding hack the democrazy.

213 Kalenderblätter abgerissen und round about 15 Tage,
Köln ist oft Schauplatz, miesmal türkischer Kundgebungen.
Türkische Demokratie im Galopp.
Der stattliche Buschfunk wird ihm verweigert.
Hätten trotz brilliantem Makeln kein einziges Wort verstanden.
Die Propagandakanonen zündeln lichterloh, die türkische Laola-Welle ist immerscharf.
Das politische Minarett hört man noch in den weitentferntesten Enklaven.
Um sein politisches Kalifat auszurufen.
Um letzten Zweifel den Erdboden gleichzumachen.
Um auch den Frevler ein Stigma aufzunähen.
Doppelte Staatsbürgerschaft entpuppt sich als Trojaner.
Sie in Protokollen zu führen, so wie nur Gauleiter diese Rasterfahndung zu masturbieren wissen.
Und dann Finish der Trojanischen Pferde, würden für ihn im Hahnenkampfe sterben.

Nur Führer verführen Frauen zur außerordentliche Regel.
Männer wie Frauen haften an diesem Führerkult.
Das kommt mir irgendwie bekannt vor.
Solange Rückgrat nur genügend Rückenwind bekommt.
Auch das ein Bewußtsein zu haben scheint, das kein Gewissen braucht.

In einer getürkten Demokratie nunmal die Hydra die Verantwortung auf das Volk verabschiedet.
Die Verantwortung, so hübsch, gehackt, sei eines Tages in einer Resolution verpackt.
Die geschnürten Schlingen nur Keiner im Volk entfesseln will.
Vom Volk verschlossen, das noch nicht weiß, das es neues Bewußtsein haben wird.
Die neugeborene Oppositionen erst noch viele Makel gebähren muss,
um über dieses Kalifat zu richten.
Denn Gegenwart will nicht darüber sprechen. Erst wenn Vergangenheit gülden ist.
Bis dahin, Schweigen ist Salbei und Reden tut man über das Alibi – eine Pipeline zum Beispiel.

Die türkische Inquisition hüllt sich in eine Wahrheitskommission.
Bloß nicht dieses Szenario.
Darauf folgt die türkische Oligarchie nach russischem Götzenbild, oder was?
Ein brüllender Löwe muss halt auch mit Mäusen jonglieren können.
Zwangsenteignung putscht die Staatsbilanzen.
Um auch die liberale Wirtschaft in den Würgegriff zu kriegen.
Ein verordneter Staatsstreich kann glücken, nur so und nicht anders.
Das kommt mir irgendwie bekannt vor.

26 Tage sind gezählt. Als tückische Revolluzer zu sehen waren, so weit der Augenschein reicht. Social Software dies mitzuverdanken war. Den Unterschied zwischen den Revoluzzern man bald nicht mehr unterscheiden kann. Kaum zu ertragen das gemakel ist. Sein Hilferuf ward nicht durch Pressefreiheit gestört. schade eigentlich. Die Revolluzer hätten es bestimmt auch ohne ihn geschafft. Dann hätten wir von der Demokratie ein klareres Face. Wer wäret er, wenn Revolluzer nur mehr Time gehabt hätten.

Menschenrechte braucht man nicht anzuerkennen.
Denn man will sie für den Export deklarieren.
Die Mißachtung füllt auch die Staatskassen.
Eine türkische Hand wäscht die russische Hand.
Ein Schulterschluss zum neuen Ostblock schmeckt wie
Abschreckung, die nach Kaltem Kriege lechzt.
Sind stabile Bananenrepubliken etwa die langersehnte Lösung?
Bringen Oligarchien die nötige Geldstabilität?

Dem Kollaps man mit einen Klaps begegnen muss,
damit die Ohnmacht das Bewußtsein wiedererlangen kann.
Das Bewußtsein, das keine Gewissensbisse hat, nur nach Hungerspielen dürstet.
Küsst man Klassenfeinden die Füße oder hält man ihm die andere Wange hin?
Beide, seinesgleichen, vergleichen einander.
Einem Ei wie dem anderen, aus dem nur Kampfhähne schlüpfen.
Bloß nicht dieses Szenario.

Europa braucht noch mehr Zugeständnisse für die organisierte Deportation.
Flüchtlinge und Waffen sich nunmal leicht verschieben lassen.
Flüchtlinge an den Grenzen verrecken, wo Waffen keinen Halt machen.
Wer hat sie vertrieben, war es ein oller Schurke oder gar eine tolle Waffen.
Waffen sollen ja auch schon mal verrecken, das geschieht nur seltener.
Das schon jetzt kein Unterschied mehr auszumachen ist, kümmert nur wenige.

Sollten wir stattdessen doch besser Konflikte
auf `nem Schachbrett austragen; wäre nur zu bequem.
Demokratieberserker würden sich selbst hinterm Schachbrett verschanzen,
selbst mit stumpfen Barbiermessern und Dönerspießen im Anschlag.
Könnte ja sein, das der Gegenspieler zuviel Köpfchen hat.
Spielverderber á la créme de la créme wollen immer gewinnen.

Kein Platz für Remis in der türkischen Demokratie.
Der Augenschein strahlt heller als der Mond, die Fahne braucht mehr Kontrast.
Wie wärs mit schwarzem Mond und Morgenstern auf weißem Kopftuch in Granatapfel getränkt.
Schon jetzt schmücken solche Farben europaweit und unterstreichen das radical chic.
Das schon jetzt kein Unterschied mehr auszumachen ist, kümmert nur wenige.

Aber nur verbranntes Erbe verheißt gemeinsames Zusammenschweißen.
Alles auf Anfang, aber nur dann, auf verbranntem Erbe aufblühen kann.

Und fleißig üben, den Erdogan Salute.
Die Gleichschaltung verschafft eurem Rückgrat neuen Aufwind der Wende.
Ihm solche Flügel zu verleihen, dass er mit nur einem Ausfallschritt über den Bosporus übersetzen kann;
um seine Fühler auszustrecken, ja sogar bis hinüber zum russischen Brückenkopf der Krim.
Falls es euch mal zu eng wird im Süden, braucht ihr nur zu flie_en.

Bis dahin, alles auf Ende und gutes Gelingen.

No. 7 // Social Media ist …! von Jens T. Hinrichs

Social Media ist …!

„… das Internet, das dank UFO-Technologie selbst den letzten Winkel der Welt erblickt, in der Hoffnung, dass auch der letzte Arsch etwas mitzuteilen hat.“
Freitag, 22. Juli 2016, 15:59 Uhr

von Jens T. Hinrichs

Artwork: Cookiemons

DAS COOKIEMON

und seine Freunde

Cookiemonster sind Untiere der Mythologik des Überalls. Sie dienen zur Visualisierung der kleinen Programme, die Benutzerinformationen über Internetbrowser sammeln und auf einem Zugangsgerät speichern.

Die Texturen der Keksemonster sind echten Lebensmitteln nachempfunden. Bitte fühlen Sie sich nicht von Ihrer Anwesenheit persönlich verletzt. Cookiemon(ster) sind eine Idee von Jens T. Hinrichs, Journalist a. D.. Per Definition nicht das blaue Krümelmonster oder ein Pokemon, sondern das satyrische Appbild von cookies, den teuflischen Programmen, die zur Sammlung von Informationen bei Internetnutzern eingesetzt werden. In der Satyre eine ironische Verherrlichung der Kennzeichnungspflicht und der dazugehörigen Datenschutzproblematik. Cookiemons werden auf unbescholtene Hochstapel- und Opferlaien gehetzt. Aber auch erklärte Freinde der kleinen Wichtelmännchen aus der Zweiten Reihe des Buschfunks und der kleinen Werbefigürchen, die man zur Vertreibung der Langeweile zuvor in Schokoladeneiern gefangen hält, in der Hoffnung man könnte damit die „Kinderkindles“ [ heranwachsende Generation von internet natives, die mit Schokoladensonden in Konsumlaboren für zielgruppenspezifische Absatzmärkte kultiviert werden, in der Hoffnung künftige Stammbaum-Zellen wären eines schönes Tages resistent gegen Verbraucherbeschwerden ] zum Sitzenbleiben erziehen.

session cookiemon

session „break fast“ cookiemon
Das Sitzungscookie, gesellig, aber mit unterschiedlicher Lebensdauer.
(g)host surver cookiemon

(g)host surver cookiemon
Die Heimsuchung durch den Hostinganbieter oder des Internetproviders.
cereal killermon
cereal killermon
Der klassische Wiederholungstäter.
cool emojimon
cool emojimon
Das Harmloseste von allen Cookies.

to be continued …

NeUes10 // Postings gegen das Vergessen

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365 Tage mehr oder weniger Jahre Furcht und Elend in Europa in schrecklicher Tradition

von Cybrfunkr und Jens T. Hinrichs

Der kleine Ausstieg (The little Brexit)

Am 175 Tag des Jahres 2016 klang das politische Echo wie ein Tusch.
BREXIT means BREXIT, so aus ihrem Munde.
Ausstieg bleibt Ausstieg wäre eine Spur zu schwammig übersetzt.

Von Buchstäblichkeit und Konsequenz keine Spur, nur Lunte, gelegt.
Ausstieg bleibt Ausstieg.
Nur Offenbarungseid, nur eine Option, alle Niederlagen in jeden Sieg zu verwandeln.
Die Abkehr sei nun eine Form der Annäherung.
Ein Nein bedeutet JAIN, und nicht, bedeutet nicht, Nichts.
Britische Siege sind also das europäische Patentrezept.

Referendum ist keine Farce.

Ein politischer Bubble Squeeze.
Schmeckt eben noch den meisten Briten in aller Munde.

2 Jahre Schonfrist verordnet.
Währenddessen, Britisch sein oder nicht, das ist hier die Frage.

Damit politisches Unkraut noch eine Inch länger gedeihen kann.
Schmeckt nur der Minderheit unter den Briten.

Der beste Stillstand ist ein guter Patriot.
Selbst das schlechteste Szenario ist immer noch ein schönes Biest.

Der Boris kam vom Nirgendwo und nun schon auf der zweiten Pole-Position.
Boris’s Wonderland of Snobs and Brexit.
Dies Nirgendwo liegt irgendwo in England.
Der Brexit also nur eine Insellösung sein kann.
Eine Robison Crusoe Idylle wächst direkt auf Avalon.

Bodenständigkeit hat nichts mit politischem Verstand zu tun.

Fortan kann nur Gott, das isolierte Königreich vereinen.
Gott ist zwar versöhnlich, verständigt sich nur nicht mit Diplomatie.
Möge er ein Wunder schicken.
Wahrscheinlicher ist da noch die Heiligsprechung.

Möge das rechtspopulistische Atlantis bloß nur an der Nordsee ersticken.
Vorerst noch „Der Große Brexit“ sie zu Kleinbritanien degradiert.
Hausgemachter Bubble Squeeze zwar schmecken kann,
aber eben immer noch die Zunge und den Gaumen verbrennen kann.

Nachhaltige Politik ist Niemandes Stärke in Europa.
Hier und da, „Ein Gib’ mir mehr“.

Und suche nach dem schwarzen Peter und zuletzt war es ein griechisches Ringen.
Vielleicht mögen sich die Verantwortlichen besser mit der Frage „Wie wird man sich einig?“

statt „Wie definiert man Rechte und Pflichten?“ beschäftigen.
Das wäre ein rechter Geschichtsprozess mit Präzedenzcharakter.
Doch Verinnerlichung wäre noch ein wenig zu viel verlangt.

Die Europäische Union eigentlich primär ein Konsens ist,

der bis dato erfolgreich dauerhaften Frieden bewahrte
und totalitäre Strukturen ablösen sollte,
Erkenntnis und Errungenschaften, die mit keiner Währung aufgewogen werden können.
Freizügige flüchten non-stop durch den Eurotunnel.
Doch dieses Hintertürchen nur ein Trostpflaster.
Trostpflaster mit einem politischen Ruck schnell entfernen muss,

wenn es nicht allzu wehtun soll.

Kobalt Lady soll nun Ketten schmieden, härter als Stahl.

Aus Gliedern von einst.
Was in Teilen von Iron Lady vernickelt ward.
Vom Mutterland industrieller Revolution nur noch politisches Dumping übrig bleibt.

Hy-Briten bleiben immer hoffnungsvoll.
Ach, wie wär das schön, so ein ‚Little Britain‘ von hausgemachter Ironie.

Die politischen Reste nun den übrigen EU-Mitgliedern aufzutischen hat.
Die unsichtbaren Ziele, so zahlreich sie sie uns kredenzen werden.
In einem Bubble Squeeze herunterschlingen wird.
Nachgeschmack hält bestimmt bis zum nächsten Notausstieg an.
Bon Aperitif.

No. 7 // Social Media ist …! von Jens T. Hinrichs

Social Media ist …!

„… die Kunst eine Milliarde Nutzer von einem Leckerli zu einem anderen hin und her zu scheuchen. Das Labyrinth hat keinen Ausweg, nur einen Weg hinein … kann womöglich der die Lösung sein.“
Mittwoch, 20. Juli 2016, 13:46 Uhr

von Jens T. Hinrichs

NeUes10 // Postings gegen das Vergessen

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365 Tage mehr oder weniger Jahre Furcht und Elend in Europa in schrecklicher Tradition

Der Pfusch an der Mauer

von Cybrfunkr und Jens T. Hinrichs

Post-Moderne Staatsstreiche ruhen weder sanft noch leise.
Zuletzt aufgeweckt vor rund 19 Jahren und 142 Tagen.
Muss man denn schon wieder um Laizismus feilschen?

Und den Mauerfall zwischen Religion und Staat zelebrieren?
Nur diesmal gibt es für die türkische Synthese weder Anode noch Kathode.
Politische Interventionen durch Militärs nicht in die Neuzeit gehören.

Gescheiterter Ausnahmezustand verdient sich deshalb auch kein Prädikat.
Nur ein Postulat, das des politischen Kalifats.

Das Reichtstagsbranding funktioniert auch am Bosporus.
Den Dunst der Stunde der Patrioten wirkt aufgedunsen.
Leiser Startschuss für politische Internierung.
Türken verstehen sich im Saubermachen.
Politisches Kalifat nun vollendet werden kann.

Die Geschichte lehrte sie nicht, weil Tabus sie faszinieren.
Und Gerüchteküche Fassungslosigkeit zum Überkochen zwingt.
Der Selbst-Erhabene von Gottes Zeichen, gesegnet,

soziale Netzwerke zu funda-menta-li-sie-ren versteht.

Eine tolerable Leitfigur.

Denkmäler vom Atatürk bekommen Spiegelbilder.
Volk streichelt dem Wolf nicht das Zwerchfell.

Tag des Gedenkens an den Pfusch zur Huldigung des Selbst-Erhabenen von Gottes Zeichen gequirlt,

so steht es nun geschrieben im zerrissenen Kalenderblatt.
Noch verborgen in nasser, unsichtbarer Tinte.
Was Geschichtsschreiber darüber berichten, nur nicht in der Türkei zu lesen sein wird.
Die, die es überliefern wollen, im Exil willkommen sind.
Im Nirgendwo, dort, ist es grausamer als Daheim.

Der 200 Tag des Jahres 2016 nun unter Tränen gemixt.

Man menschenwürde sich nicht an Putschisten rächen,
alles ausufere im Rahmen des Gesetzes.
Menschenwürde die Todesstrafe verabschiedet,

auch alles im Rahmen der Rechtsstaates ausufern könne.
Die Verurteilung zum Tode dann in Rache ummünzen kann.

Selbst-Erhabener von Gottes Zeichen, gesegnet, nennt es ein Geschenk.
In der zivilisierten Welt man aber noch türkischen Honig umtauschen kann.
Selbst-Erhabener von Gottes Zeichen, gesegnet, reicht der westlichen Welt seine rechte Hand zum Faschistengruß.

Selbst-Erhabener von Gottes Zeichen, gesegnet, badet im Wohlgenuss.

Macht, Schluss mit seiner Unzufriedenheit.

Verdrossene Demokratie ertrinkt in verflossener Menschenwürde.

Nun schwimmen sie daher. Kritiker schwinden dahin.
Verblendung so in türkischen Marmor gemeißelt wird für alle Zeit.
Türkischer Mamor wieder neu verblenden muss, Verblendung restaurieren muss.
Doch Türkischer Marmor wächst nicht, aufbäumen.

Ewiger Zyklus, der jedoch durchbrochen war, jedoch Antizyklus neuen Schwung einverlaibt.

Klassenfeinde sterben so nie aus, wenn man Personenkult vertraut.
Kalte Krisen wiederbelebt, wenn man Patentrezepte aus dem Ärmel kotzt.
Zukunft nur gestalten kann, wenn man nicht die Vergangenheit ignoriert.
Zukunft nicht gestalten kann, wenn man nur ein einziges oder ziviles Opfer toleriert.
Und künftige Träume malt, indem man Mitschuld vertuscht.

Mein Kurzhaar sträubt sich.

Vor den Followern des Selbst-Erhabenen von Gottes Zeichen, gesegnet.
Doch Mitleid empfinde ich für sie.
Auch für Rotkäppchen gab es ein Happy-End, nachdem es gefressen wurde.
Lernen sie daraus?
Generationen aber herauswachsen können.
Vergissmeinnicht, dass ihr, die zivilisiert seid,

den türkischen Honig vom Mund und Zünglein rein waschen könnt.
Militärisches Diktat abgewendet, getauscht mit dem Roten Teppich des präsidialen Kults.
Eine falsche Masche(,) und nicht, Geschmacksache ist.

Notstand indiskret: Bildungsdekret.

Duales System nur noch Regierungstreu zu sein hat.
Nationalstolz spuckt in die Suppe künftiger Putschisten.
Das Schächten der Intellektuellen droht,

denn studieren geht nur noch über rezitieren.
Im Europoly ein Einweglos ins Gefängnis.

Hausgemacht, von und mit E-erblassen.

Selbst-Erhabener von Gottes Zeichen, gesegnet,

fühlt sich zur selbständigen Rechtsfindung berufen.
Ein verbindliches Verfahren ist
und einen fixen und fertigen Ausbildungsweg allein für sich gepachtet.
Solche gemeinen Rechtsgutachten amputieren die Opposition.
Hoffentlich gibt es keine Infektion.
Denn sonst droht eine Blutvergiftung.
Eiter satt, statt Heiterkeit;
für sie ward Dankbarkeit nur kurz,

denn Niedertracht ist eh’ von Dauer.

Kristallnacht nicht nur in sozialen Netzwerken.
Stellvertreterkriege sind gute Reimporte.
Bloß neue Ethikkette.

Und auf fremden Straßen ausgetragen.
Nichts anderes als souveräne Subkultur.

Für die man keine Autonomie ausrufen darf.

Selbst-Erhabener von Gottes Zeichen, gesegnet, verachtet Schmähkritik,
sie sei eine Einmixung in innere Angelegenheiten.
Ruckedigu, aber andere Europäer schlüpfen für ihn gerne in Jesuslatschen.
Diesen totalitären Beischlaf dringend brauchen, wo auch immer sie versagen.
Keiner legt Zeugnis ab, alle aber Partei ergreifen.
Für kritische Worte gilt immer die propagandistische Divisionsregel:
Zwei kritische Worte werden dividiert, indem man das 1. Wort mit dem Kehrwert des 2. Wortes publiziert.

Präsidiale Demokratie in Beton,

geradewegs am Scheideweg.

Schnurstracks zur Diktatur der Einparteien.
Denkmal für die Ewigkeit, das gemeinen Rechtsgutachten ebenbürtig ist.
Unterdessen Einreiseverbot für Verhältnismässigkeit.

Ihr Wagemut das Zünglein an der Waage ist;
das und das bedauern sie beides nicht.

Des Wagemut und des Zünglein Spiegelbild zu sein.
Spieglein, Spieglein an der Mauer,

hat nun kein Zünglein mehr, das widersprechen kann,
da Mauer nun geschminkt ist, mit Partei-Standarten.

No. 7 // Social Media ist …! von Jens T. Hinrichs

Social Media ist …!

„… naiv, Autopiloten sind noch so blauäugig wie die Cloud überm Datenhimmel. Womöglich hätte der Mitfahrer überlebt, wenn er hinten gesessen hätte, nicht ausgeschlossen. Die Lobhudelei auf die Fahrleistung ist nun wirklich ein schwacher Trost für die Hinterbliebenen. Wie steht es denn mit der Produkthaftung?“
Freitag, 1. Juli 2016, 20:22 Uhr

von Jens T. Hinrichs